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Aktuell
Bericht FSC-Plantagen-AG
Bericht der Plantagen-Arbeitsgruppe veröffentlicht
Von Elmar Seizinger, FSC Newsletter, 08. Dezember 2006
Grundsätzlich soll es Ziel sein, kontroverse Plantagenzertifizierung von vornherein auszuschließen. An dieser Stelle werden die Inhalte lediglich kurz dargestellt. Der vollständige Report kann auf der Homepage des FSC International Center unter www.fsc.org/plantations angeschaut werden. Die Policy Arbeitsgruppe hat unter anderem folgende Empfehlungen ausgesprochen:
Soziale Themen:
Grundsätzlich sollen soziale Aspekte im FSC-System an Bedeutung gewinnen. Bei der Plantagenzertifizierung sollen Plantagenbewirtschafter ein Managementsystem entwickeln das "gute Nachbarschaft" sicher stellt, positive Auswirkungen der Plantagenbewirtschaftung auf die Armutsbekämpfung darstellt, Instrumente zur Sicherung von Arbeitnehmerrechten darlegt, die Rechte indigener Völker sichert und negative Folgen der Plantagenbewirtschaftung auf lokale Gemeinden ausschliesst.
Zustand des Ökosystems:
Plantagenbewirtschafter müssen Anstrengungen unternehmen, negative Auswirkungen auf das Ökosystem zu vermeiden und wenn bereits geschehen, diese auszugleichen. Dementsprechend sollen sie ein proaktives Konzept für möglche Auswirkungen für ihre Bewirtschaftungseinheit entwickeln.
Stakeholderbeteiligung:
Eine aktive und umfassende Stakeholderbeteiligung ist die beste Voraussetzung die Interessen aller Beteiligten sicher zu stellen. Es soll zukünftig vermehrt in der Verantwortung des Plantagenbewirtschafters liegen, diese zu gewährleisten. Er soll ein Konzept für einen dauerhaften Konsultationsprozess und Möglichkeiten der Schlichtung in Konfliktfällen entwickeln. Der FSC soll hier Richtlinien entwerfen, die helfen, ein solches System zu etablieren.
Pestizideinsatz:
Grundsätzlich soll die Verwendung von Pestiziden bei der Plantagenbewirtschaftung permanent hinterfragt werden. Ziel ist es, den Pestizideinsatz zu verringern. Plantagenbewirtschafter sollen u.a. nachweisen, wie sie den Pestizideinsatz verringern werden und wie Arbeiter und angrenzende Kommunen vor negativen Auswirkungen geschützt werden können.
Zertifizierungsprozess:
Die Arbeit der Zertifizierungsstellen lässt in einigen Fällen Interpretationsfreiräume zu, die durch den FSC International bislang nicht ausreichend eingeengt wurden. Um dies zu verbessern, soll die Rolle der nationalen Arbeitsgruppen gestärkt und die Unterstützung durch den FSC International verbessert werden. Nationale Arbeitsgruppen sollen in Konfliktfällen zukünftig eine stärkere Rolle als Vermittler einnehmen. Bei fehlenden nationalen Arbeitsgruppen, soll dies - wie bislang - durch den FSC International erfolgen.
Verankerung der Plantagenregelungen in den Prinzipien und Kriterien:
Es wird empfohlen, Plantagenregelungen in die Prinzipien 1 bis 9 aufzunehmen. In der Datenbank des FSC sollten Wälder und Plantagen jedoch nach wie vor getrennt geführt und in Zukunft auch separat abgefragt werden.
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