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Aktuell

Kostenfaktor Umwelt

5. September, 2007

Manager wollen Umweltverschmutzung teurer machen

Sydney (AP) Eine Wirtschaftskonferenz am Rande des asiatisch-pazifischen Guipfels in Sydney hat sich am Mittwoch dafür ausgesprochen, die Umweltverschmutzung durch Industriebetriebe für die Unternehmen zu einem echten Kostenfaktor zu machen. Außerdem sollten Investitionen in energieeffiziente Technologien mehr gefördert werden als bisher, empfahl das «Business Advisory Council» den Teilnehmern des am Samstag beginnenden APEC-Gipfels.

Die Emission von Treibhausgasen sollte mit einem bestimmten Preis verbunden sein, sagte der Vorsitzende des APEC-Wirtschaftsrates, Mark Johnson. Wie dies im Detail umgesetzt werde, solle den 21 Mitgliedsstaaten der APEC überlassen bleiben, fügte der Verwaltungsratsvorsitzende von AGL Energy hinzu. «Die Wirtschaft wird ihr Verhalten bei der Nutzung von Energie und bei Investitionen in neue Technologien umstellen müssen», sagte Johnson. «Damit dies geschieht, brauchen wir Preissignale. Das ist der Kern der Debatte über den Klimawandel: Wenn man die Luft verschmutzt, kostet das einen Betrag X.»

In Europa gibt es schon seit 2005 einen Emissionshandel: Unternehmen, die mehr Luftschadstoffe ausstoßen als zugelassen, müssen Berechtigungsscheine von Unternehmen erwerben, die unter den Grenzwerten bleiben. In Australien soll ein solches System bis 2012 eingeführt werden.


Dienstag, 4. September, 12:25 Uhr

Chinesische Umweltbehörde schließt 400 Firmen

Peking (AP) Die chinesischen Behörden haben seit Juli 400 Firmen wegen Umweltverschmutzung geschlossen. Weitere 762 Unternehmen mussten Geldbußen in Höhe von 733 Millionen Yuan (71 Millionen Euro) zahlen, wie ein leitender Mitarbeiter der staatlichen Umweltschutzbehörde am Dienstag mitteilte. Ziel der seit Juli laufenden Kampagne ist der Schutz des Gelben Flusses, des Jangtse und anderer wichtiger Flüsse.

Im August hatte die chinesische Regierung höhere Geldstrafen für die Verunreinigung von Flüssen angekündigt. Nach einem Bericht der Zeitung «China Daily» wird außerdem eine Gesetzesänderung erwogen, wonach die bisherige Obergrenze für Strafen von 1 Million Yuan (knapp 97.000 Euro) abgeschafft werden soll. Statt dessen könnten sich die Geldbußen am tatsächlichen wirtschaftlichen Schaden bemessen.



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