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Aktuell

Waldbrandgefahr in Deutschland

10. Mai, 2008

Feuerwehrverband: In vielen Wäldern wird es Pfingsten brenzlig

Berlin (ddp). Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) warnt vor einer erhöhten Waldbrandgefahr an den Pfingstfeiertagen. Besonders in waldreichen Flächenländern könne es «brenzlig werden», sagte DFV-Vizepräsident Hartmut Ziebs in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp. Wegen der anhaltenden Trockenheit könnten im östlichen Brandenburg, im südlichen Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Südhessen und im westlichen Baden-Württemberg bereits die höchsten Warnstufen erreicht werden.

Die erhöhte Feuergefahr ist laut Ziebs für die Jahreszeit nichts Ungewöhnliches. Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass die Brandgefahr im Hochsommer am höchsten sei, herrsche besonders im Frühjahr und im Spätsommer ein hohes Risiko für Wald- und Flächenbrände. Ein Grund hierfür sei, dass in Pflanzen und Bäumen in diesen Zeiträumen besonders wenig Wasser gespeichert sei. Gegenden mit ausgedörrten und sandigen Böden seien besonders gefährdet.

Die Feuerwehren haben sich nach Angaben des DFV-Präsidiumsmitglieds bereits auf das erhöhte Risiko eingestellt. So werde es etwa vermehrt Überwachungsflüge mit Hubschraubern geben, um Brände frühzeitig entdecken zu können, erläuterte Ziebs. Der Verbandsvize ruft zudem Ausflügler dazu auf, bei Spaziergängen in Waldgebiete ein Handy mitzunehmen und Brände «möglichst früh zu melden». Hierzu sollten sich die Waldgänger ungefähr merken, wo sie sich befinden, um eine schnelle Positionsbestimmung zu ermöglichen.

Ausflügler sollten sich zudem nach Ziebs Worten auf die erhöhte Brandgefahr einstellen. «Offenes Feuer im Wald sollte tunlichst unterlassen werden», mahnte Ziebs. An mögliche Betretungsverbote sollte man sich strikt halten. Ein Risikofaktor seien darüber hinaus heiße Auto-Katalysatoren, die beim Parken auf Grasflächen schnell Flächenbrände auslösen könnten.


Vorsicht im Wald: Landwirtschaftsministerien warnen vor Waldbrandgefahr

Der deutsche Wetterdienst hat die höchste Waldbrandgefahrenstufe festgestellt

Europaticker, 9.5.08

Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume warnt erstmals in diesem Jahr vor erhöhter Waldbrandgefahr in Schleswig-Holstein. Der deutsche Wetterdienst hat auf Grund des anhaltend trockenen und warmen Frühjahrswetters für weite Teile des Landes die höchste Waldbrandgefahrenstufe festgestellt.

Pfingsten ist für viele Menschen ein willkommener Anlass, die Natur zu genießen und Spaziergänge in Wald und Flur zu unternehmen. Doch hier ist Vorsicht geboten: Trotz des einsetzenden Austreibens der Laubbäume und Bodenpflanzen ist die Waldbrandgefahr derzeit noch besonders hoch. Der Waldboden ist mit trockenem Laub, Gras und anderen Pflanzenresten des Vorjahres bedeckt, die auch wegen des trockenen Wetters immer noch sehr leicht zu entzünden sind. Die Zündfähigkeit des Materials wird durch Tau in den Morgenstunden nur zeitweise verringert. Besonders gefährdet sind augenblicklich die größeren Nadelwaldgebiete, also der Segeberger Forst und im Raum Rendsburg / Schleswig.

Durch umsichtiges Verhalten können Brände vermieden werden: Insbesondere das Rauchen, Feuermachen oder Grillen im Wald ist nach der kürzlich durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume erlassenen Verordnung zum Schutze der Wälder, Heiden und Moore im ganzen Land verboten. Auch achtlos weggeworfene Zigaretten können zu Waldbränden führen. Das Abstellen von Kraftfahrzeugen mit heißem Katalysator auf Flächen mit leicht brennbarem Untergrund ist gefährlich und sollte nicht zuletzt im eigenen Interesse unterbleiben. Wer einen Waldbrand entdeckt, muss so schnell wie möglich die nächstgelegene Forstdienststelle, die Polizei oder die Feuerwehr verständigen.

Grundsätzlich ist die Brandlast in Schleswig-Holstein mit seinen vergleichsweise kleinräumigen Laub- und Mischwäldern, die den besonders gefährdeten Altersklassen entwachsen sind, eher gering. Auch die frühzeitige Endeckung und Meldung von Bränden durch Waldbesucher in den vergangenen Jahren hat zu dieser erfreulichen Bilanz beigetragen.

Frühjahrstrockenheit führt zu erheblichem Anstieg der Waldbrandgefahr in MV
Vorsichtsmaßnahmen sind unbedingt zu beachten


„Das anhaltend sonnige und trockene Frühlingswetter hat zu einem erheblichen Anstieg der Brandgefahr in den Wäldern Mecklenburg-Vorpommerns geführt. Im gesamten Land wurden entsprechende Warnstufen ausgerufen“, teilt der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus mit.

Derzeit gelten in Teilen der Landkreise Mecklenburg-Strelitz und Müritz erstmals in diesem Jahr die höchste Waldbrandwarnstufe 4 (höchste Waldbrandgefahr). Die Warnstufe 3 (hohe Waldbrandgefahr) wurde für die Landkreise Uecker-Randow, Demmin und die Stadt Neubrandenburg sowie für Teile der Landkreise Parchim, Ludwigslust, Güstrow, Mecklenburg-Strelitz, Müritz und Ostvorpommern ausgerufen. Lediglich in der Hansestadt Rostock und im Landkreis Bad Doberan gilt noch die Waldbrandwarnstufe 1 (Waldbrandgefahr). In allen anderen Regionen herrscht erhöhte Waldbrandgefahr (Stufe 2).

„Zum Pfingstwochenende wird sich das Wetter frühsommerlich und trocken bleiben. Durch die geringe Luftfeuchtigkeit von unter 40 Prozent muss mit einer weiter zunehmenden Waldbrandgefahr gerechnet werden“, macht Minister Dr. Backhaus deutlich und appelliert mit Nachdruck an die Bevölkerung und die Gäste des Landes, alles zu unterlassen, was zu einem Brand in der Wald- und Feldflur führen könnte. Die gebotenen Vorsichtsmaßnahmen seien unbedingt einzuhalten. Dazu gehören:

  • Im und am Wald (Mindestabstand 50 Meter) darf kein Feuer entzündet werden.
  • Rauchen im Wald und in der Feldflur ist zu unterlassen!
  • Werfen Sie keine glimmenden Zigaretten aus dem Auto!
  • Das Parken von Fahrzeugen auf den Waldzufahrten ist zu unterlassen, um den Lösch- und Rettungskräften die Zufahrt zu ermöglichen.
  • Alle bemerkten Brände bitte unverzüglich der Feuerwehr (Notruf 112) oder der Polizei (Notruf 110) melden.
Nähere Informationen sind im Internet unter www.wald-mv.de veröffentlicht. Bereits ab Warnstufe 1 setzen die Forstbehörden Bereitschaftsdienste ein und besetzen die mit Kameras ausgerüsteten Waldbrandüberwachungszentralen.

Für die Wälder im Land Brandenburg hat die die erste größere Bewährungsprobe in diesem Jahr begonnen. Aktuell ist bereits in 6 der 14 Landkreise die Waldbrandstufe III ausgerufen worden – Tendenz steigend.

Denn Brandenburgs Wälder sind wieder sehr trocken. Der Niederschlag bleibt aus, die Luftfeuchtigkeit fehlt und die Mischung aus trockenem Laub und Kiefernnadeln im Unterholz ist eine Substanz, die den Forstleuten zu Beginn der Vegetationsperiode das Leben schwer macht. Es reicht eine achtlos weggeworfene Kippe, um eine Brand auszulösen.

Die Berechnung der Waldbrandwarnstufe beginnt immer ab dem 1. März.

In Brandenburg werden die Wälder von Big Brother am Turm unterstützt – von Kameras gespeiste Auswertungssoftware, der keine Rauchwolke entgeht, hilft den Forstleuten.

Bislang gab es 19 Waldbrände auf einer Fläche von 5 Hektar. Größere Brände sind nicht zu melden. Damit das so bleibt, sind alle aufgefordert, den Wald mit offenen Augen zu betreten. Ein freundlicher Hinweis, beispielsweise zum generellen Rauchverbot, hilft mehr, als wenn Löschwagen und Feuerwehr ausrücken müssen.

Denn Waldbrände sind teuer. Zu den Kosten gehören die Wertverluste durch völlige Vernichtung oder durch Entwertung des Holzes, die Kosten für das Räumen der Schadfläche sowie die Waldbrandbekämpfungs- und Bewachungskosten des Waldbesitzers. Darüber hinaus müssen auch die Aufwendungen der Feuerwehren sowie die Kosten für notwendige Wiederaufforstungen berücksichtigt werden.

In den zerstörten Wäldern gehen Schutzfunktionen teilweise oder völlig verloren. Dazu gehören die Speicherfähigkeit für Niederschlagswasser, die Bereitstellung von Trinkwasser, die Sauerstoffproduktion und der Kohlendioxidverbrauch der Waldbäume und nicht zuletzt der Erosionsschutz. Bei Waldbränden werden außerdem in großem Umfang Schadstoffe (Furane, Dioxine, Ruß, Stickoxide, Kohlendioxid) freigesetzt. Sie stellen eine nicht zu unterschätzende Umweltbelastung dar.

Waldbrandwarnstufen im Internet

Die Waldbrandwarnstufen werden im Internet im Landwirtschafts- und Umweltinformationssystem des Forstministeriums unter www.luis.brandenburg.de/f/wb_warn/F7100001/ veröffentlicht oder über; www.mluv.brandenburg.de: Forsten – Aktuelle Waldbrandstufen

Auszüge aus dem Waldgesetz des Landes Brandenburg:

§ 23 Umgang mit Feuer
Im Wald oder in einem Abstand von weniger als 50 Meter vom Waldrand ist außerhalb einer von den Forstbehörden errichteten oder genehmigten Feuerstelle das Anzünden oder Unterhalten eines Feuers oder der Umgang mit brennenden oder glimmenden Gegenständen sowie das Rauchen verboten.

§ 37 Ordnungswidrigkeiten
Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig den Vorschriften des § 23 zuwiderhandelt. Diese Ordnungswidrigkeiten können mit einer Geldbuße bis zu 20.000 Euro geahndet werden.

Bereits vereinzelt Waldbrandgefahr in Bayern

Joachim Herrmann bittet um besondere Vorsicht in Wald und Flur – Innenminister erinnert an generelles Rauchverbot im Wald.

"Wegen der seit Tagen anhaltenden frühsommerlichen Witterung und weitgehend ausbleibenden Regenfällen wächst in Bayern die Waldbrandgefahr. Derzeit herrscht in Bayern bereits vereinzelt Waldbrandgefahrenstufe 4 (= "hoch" auf der fünfstufigen Skala) vor. In den nächsten Tagen ist mit einer weiteren flächenmäßigen Ausdehnung des Waldbrandrisikos zu rechnen", teilt Innenminister Joachim Herrmann in München mit. Der Minister mahnt gerade im Hinblick auf das lange Pfingstwochenende zur Vorsicht: "Wir müssen alle sehr aufpassen, damit besonders in den nächsten Tagen bei bestem Ausflugswetter Brände vermieden werden!", appelliert Herrmann an die Bevölkerung. "Schon ein einzelner Funke oder eine weggeworfene Zigarettenkippe, aber auch eine die Sonnenstrahlen bündelnde Glasscherbe können Gras, Nadelstreu und auf dem staubtrockenen Waldboden liegende Zweige und Reisig entzünden - mit verheerenden Folgen für Mensch und Natur!"


Montag, 12. Mai, 16:40 Uhr

Waldbrandgefahr weiter gestiegen

Potsdam (ddp-lbg). Wegen der anhaltend hohen Temperaturen ist die Waldbrandgefahr in Brandenburg weiter gestiegen. In 10 der insgesamt 14 Landkreise gelte bereits eine hohe oder die höchste Waldbrandwarnstufe, teilte das Umweltministerium am Montag in Potsdam auf seiner Internetseite mit. Bei Nassenheide in der Oberhavel musste die Feuerwehr am Pfingstwochenende laut Polizei am Samstag und am Sonntag zu Waldbränden ausrücken. Beim ersten Brand wurde rund ein Hektar Wald zerstört, beim zweiten in unmittelbarer Nähe rund 400 Quadratmeter. Die Polizei ermittelt wegen Verdachts auf Brandstiftung.


Waldbrandgefahr in Sachsens Wäldern

Leipzig-Seiten, 11.5.08

Dresden/Sachsen. Da wunderbare Wetter der vergangenen Tage hat auch seine Schattenseiten, denn die damit verbundene Trockenheit hat zu einer dramatischen Erhörung der Waldbrandgefahr in den Wäldern des Freistaates geführt.

Deshalb mussten für die Hälfte der Wälder Sachsens hohe (Waldbrandwarnstufe 3) oder höchste Waldbrandgefahr (Warnstufe 4) ausgerufen werden.

Aufgrund der bestehenden akuten Waldbrandgefahr darf der Wald in einige Gebieten nicht betreten werden. So sind Teile in den Forstämtern Falkenberg (Landkreis Torgau-Oschatz) und Doberschütz (Landkreis Delitzsch).

Das Sächsische Umwelt- und Landwirtschaftsministerium wendet sich deshalb mit einem Aufruf an die Bevölkerung und die Besucher des Freistaates, sich im Wald besonders umsichtig zu verhalten.

Zusätzlich wird noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass im Wald ein generelles Rauchverbot besteht. Auch das Anzünden von Feuer am und im Wald sowie das Wegwerfen von glimmenden Gegenständen ist verboten.

Jede achtlos weggeworfene brennende Zigarette kann einen Waldbrand auslösen. Kurz gesagt informieren sie sich bitte, bevor sie zu einem Waldspaziergang aufbrechen wollen, worauf sie in und um Wäldern achten sollten.

Jeder ist verpflichtet Brände oder Gefahrenquellen umgehend der Feuerwehr zu melden. Seit Anfang diesen Jahres sind allein im Freistaat Sachsen etwa 30 Hektar Wald den Flammen zum Opfer gefallen.

Die aktuellen Waldbrandwarnstufen können täglich unter www.forsten.sachsen. de eingesehen werden.


Was tun, wenn der Wald brennt?

In Teilen Hessens besteht in diesen Tage hohe Waldbrandgefahr. Aber wie verhält man sich eigentlich korrekt bei einem Waldbrand? Und was darf man auf keinen Fall tun?

Von Anikke Fischer und Dr. Tim Staeger, hr, 10.5.08

Über die Feiertage werden viele Ausflügler das herrliche Wetter in der Natur genießen. Doch im Wald ist besondere Vorsicht geboten, denn durch die anhaltende Trockenheit und die starke Verdunstung besteht mittlerweile verbreitet erhöhte Waldbrandgefahr. Zudem ist die Belaubung der Bäume und der Pflanzen am Waldboden noch nicht abgeschlossen, wodurch der Waldboden schneller austrocknet, als bei vergleichbarer Witterung im Sommer.

Die Waldbrandgefahr wird, wie international üblich in fünf Gefährdungsstufen unterteilt und reicht entsprechend von Stufe 1 (sehr geringe Gefahr) bis Stufe 5 (sehr hohe Gefahr). Bei der Ermittlung der Gefährdungsstufe werden die Höchsttemperatur, die relative Luftfeuchte, die Windgeschwindigkeit und natürlich die Niederschlagssumme berücksichtigt. Weiterhin spielt, wie bereits erwähnt, der Vegetationsstand eine bedeutende Rolle, weswegen anhand von sogenannten Zeigerpflanzen der Entwicklungsstand der Pflanzen abgeschätzt wird.

Die unterschiedlichen Baumarten werden hinsichtlich ihrer Zünd- und Brennfähigkeit in drei Klassen eingeteilt. Dadurch wird es möglich, die unterschiedlichen Waldlandschaften hinsichtlich ihres Baumbestandes zu bewerten und regionale Korrekturen der Gefährdungsstufen vorzunehmen. Der Deutsche Wetterdienst berechnet routinemäßig die Waldbrandgefahr in Deutschland und stellt täglich aktualisierte Gefährdungskarten im Internet bereit.

Zurzeit führt natürlich der fehlende Regen zu einer allmählichen Austrocknung des Waldbodens. Diese wird durch die intensive Sonneneinstrahlung weiter verstärkt. Zudem ist die aus Osten kommende Luft sehr trocken, da sie auf ihrem Weg nach Deutschland über keine größeren Wasserflächen strömt. Jedoch ist der Boden nach dem niederschlagsreichen Wetter der vergangenen Wochen noch recht feucht, was die Gefährdung etwas herabgesetzt.

Das trockene Wetter bleibt uns nach aktuellem Wissensstand noch mindestens eine Woche erhalten, so dass die Waldbrandgefahr in den kommenden Tagen noch weiter ansteigen wird.

Der Experte: So verhält man sich im Wald

Wie verhält man sich eigentlich, wenn man im Wald ein Feuer entdeckt? Und ist Grillen bei Waldbrandgefahr an ausgewiesenen Grillplätzen im Wald überhaupt noch erlaubt? Ralf Ackermann, Präsident des Landesfeuerwehrverbands Hessen, kennt die Antworten.

Was darf man im Wald auf keinen Fall tun, wenn Waldbrandgefahr besteht?

Man sollte im Wald nicht rauchen - das ist übrigens im Wald grundsätzlich von März bis Oktober verboten. Man darf kein Feuer außerhalb ausgewiesener Grillstellen entfachen. Die Grillstellen selbst dürfen auch bei Waldbrandgefahr benutzt werden, außer es wird extra durch ein Schild untersagt. Das Problem ist, dass die Leute meistens neben der Grillstelle Feuer machen. Zurzeit haben wir durch Sturmtief Emma von Beginn des Jahres viele abgebrochene Äste herumliegen. Das erhöht die Waldbrandgefahr.

Was ist mit Autofahrern, die ihre Zigaretten aus dem offenen Fenster werfen?

Die sollten keine Zigaretten aus dem Fenster werfen. Und zwar grundsätzlich nicht. Dabei geht es nicht nur um das Fahren im Waldgebiet, sondern auch in der Landschaft. Oft ist an Straßen das Gras besonders trocken, da kann der Wind das Feuer schnell weiter tragen.

Wie verhält man sich, wenn man im Wald ein Feuer entdeckt?

Erst sollte man sich selber schnell aus dem Rauch heraus gegen den Wind entfernen und sofort die Feuerwehr unter 112 anrufen. Dann sollte man möglichst detailliert beschreiben, wo sich das Feuer befindet und wie groß der Brand ist, mit Angaben wie "etwa 5 mal 5 Meter". Der Feuerwehr hilft es auch zu wissen, ob es am Boden brennt oder ob die Wipfel der Bäume brennen. Das ist ein wichtiger Hinweis, denn bei einem Wipfelfeuer besteht die Gefahr der schnellen Ausbreitung über den Wald hinweg.

Was sind die häufigsten Ursachen für Waldbrände?

Unachtsamkeit im Umgang mit Tabakwaren, Feuerzeugen, Streichhölzern und unvorsichtiges Grillen. Es gab aber auch einen Fall, in dem ein Auto auf einer trockenen Wiese abgestellt wurde. Der Katalysator war noch heiß und hat das hochgewachsene, trockene Gras unter dem Auto entzündet. Unter ungünstigen Bedingungen haben auch Glasscherben einen Brennglaseffekt, daraus kann sich dann ein Bodenfeuer entwickeln. Das ist allerdings eher selten.

Wie oft kommen Waldbrände in Hessen denn überhaupt vor? Das Problem kennt man doch eher von südlicheren Ländern?

Im Jahr 2007 gab es in Hessen insgesamt etwa 84 größere Waldbrandflächen. Dabei wurden rund 10 Hektar Nadelholz und rund 6,3 Hektar Laubholz vernichtet.







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