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Aktuell

Mehr Naturschutzflächen für DBU

Dienstag, 13. Mai, 12:53 Uhr

46.000 Hektar Land sollen als Naturerbe gesichert werden

Köln (AFP) - Wenige Tage vor Beginn der UN-Naturschutzkonferenz in Bonn hat der Bund mehr als 46.000 Hektar ökologisch besonders wertvolle Flächen an die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) übertragen. Die über Deutschland verteilten 33 Liegenschaften sollen als nationales Naturerbe langfristig geschützt werden, wie die Bundesministerien für Umwelt und Finanzen mitteilten. Bundesumweltminister Siegmar Gabriel (SPD) sprach von einem "wichtigen Tag für den Naturschutz in Deutschland".

Bei den übertragenen Arealen handelt es sich vor allem um große ehedem militärisch genutzte Liegenschaften mit hohem Naturschutzwert. "Mit der DBU haben wir einen starken und verlässlichen Partner für die langfristige Sicherung dieser Flächen gewonnen", erklärte Gabriel anlässlich der Unterzeichnung eines Rahmenvertrages in der Wahner Heide bei Köln. Die Sicherung des nationalen Naturerbes sei ein "internationales Vorzeigeprojekt". Damit unterstreiche Deutschland als Gastgeberland der nächsten Woche beginnenden UN-Naturschutzkonferenz, "dass wir es ernst meinen mit dem Schutz der biologischen Vielfalt".

Die DBU will nach den Worten ihres Kuratoriumsvorsitzenden Hubert Weinzierl auf den Flächen die Strukturvielfalt und den heimischen Reichtum an Tier- und Pflanzenarten erhalten und optimieren. Durch den jahrzehntelangen militärischen Übungsbetrieb hätten sich auf den weitgehend unzerschnittenen Arealen wertvolle Lebensräume für bedrohte Arten erhalten und entwickeln können. Die DBU wolle vor allem die Menschen für die Natur begeistern, erklärte Weinzierl mit Blick auf die Pläne der Stiftung für die übertragenen Flächen, darunter die Wahner Heide, der Zoschorner Wald in Brandenburg und der Daubaner Wald in Sachsen. Geeignete Besucherkonzepte sollten Rückzugsräume für empfindliche Arten und zugleich eine sanfte touristische Entwicklung ermöglichen.

Naturschutzverbände und Naturschutzstiftungen erklärten sich bereit, bis zu 20.000 weitere Hektar an eher kleineren Flächen zu übernehmen. Der entsprechende Übertragungsprozess soll demnach bald eingeleitet werden. Für die Länder sind insbesondere die Flächen in den Nationalparks, Biosphärenreservaten und Naturschutzgroßprojekten des Bundes sowie die Flächen des so genannten Grünen Bandes am früheren innerdeutschen Grenzstreifen vorgesehen. Dazu liefen noch Abstimmungsgespräche.


Dienstag, 13. Mai, 13:04 Uhr

Bundesstiftung Umwelt übernimmt 46 000 Hektar Militärgelände

Köln (ddp-nrw). Der Bund überträgt 46 380 Hektar für den Naturschutz besonders wertvoller Flächen an die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU). Ein Rahmenvertrag wurde von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) am Dienstag in der Wahner Heide bei Köln unterzeichnet. Die DBU will sicherstellen, dass die ehemals militärisch genutzten Liegenschaften langfristig geschützt werden.

«Weil sich Bundeswehr und Bundesforsten in der Vergangenheit vorbildlich verhalten haben, besitzen viele ehemalige militärische Liegenschaften einen hohen Naturschutzwert», betonte Gabriel.

Durch den jahrzehntelangen militärischen Übungsbetrieb hätten sich auf den weitgehend ungestörten Flächen wertvolle Lebensräume für bedrohte Arten erhalten und entwickeln können, erklärte DBU-Kuratoriumsvorsitzender Hubert Weinzierl. Für die DBU sei es besonders wichtig, die Menschen für die Natur zu begeistern und ein nachhaltiges Verantwortungsbewusstsein zu fördern.

Auf attraktiven Flächen, von denen keine Gefahr durch die vorherige militärische Nutzung ausgehe, möchte die DBU die Menschen an die Natur heranführen. Geeignete Besucherkonzepte sollten Rückzugsräume für störungsempfindliche Arten und zugleich eine sanfte, naturnahe touristische Entwicklung ermöglichen, hob Weinzierl hervor.

In der Koalitionsvereinbarung der Bundesregierung war festgelegt worden, dass bis zu 125 000 Hektar gesamtstaatlich repräsentativer Naturschutzflächen des Bundes unentgeltlich an Naturschutzträger übereignet werden. Dabei übernimmt die DBU die großen ehemaligen militärischen Liegenschaften.







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