AktuellMehr Wildunfälle
Donnerstag, 22. Mai, 14:08 Uhr Jagdschutz-Verband fordert mehr Autobahnbrücken für WildtiereWeimar (ddp). Die Zahl der Verkehrsunfälle durch Wildtiere in Deutschland steigt. «Nach unseren Berechnungen sind allein 220 000 Rehe, Hirsche und Wildschweine im vergangenen Jahr unter die Räder gekommen», sagte der Präsident des Deutschen Jagdschutz-Verbandes (DJV), Jochen Borchert, am Donnerstag zum Auftakt des Bundesjägertags in Weimar. Vor zehn Jahren wies die DJV-Statistik nur 163 000 gemeldete Unfälle mit Rot- und Schwarzwild aus.«Die Dunkelziffer der Zusammenstöße ist aber mindestens doppelt so hoch», sagte Borchert. Bei den Unfällen wurden im Vorjahr zehn Menschen getötet und etwa 2800 Fahrer verletzt. Der DJV-Präsident forderte eine wildfreundliche Verkehrsplanung, da die Tiere durch die wachsende Zahl von Fahrzeugen und Straßen zum Wechsel in ein anderes Revier nicht mehr in der Lage seien. Deshalb müsse allein die Zahl der Wildwechselbrücken an Autobahnen von jetzt 35 um 50 erhöht werden. Damit solle die Zahl der Wildunfälle um fünf Prozent verringert werden. Borchert zufolge nahm auch die Zahl der Jäger in den vergangenen Jahren zu. Seit der Wiedervereinigung habe sich die Zahl von knapp 322 000 auf 348 000 gesteigert. Davon seien 300 000 im DJV organisiert. Der Frauenanteil erhöhte sich gegenüber 1990 von vier auf 15 Prozent. » zurück |
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