AktuellBuchenpflanzung im Harz
2. Juli, 2008 Großer Buchen-Urwald soll entstehenAuf 1500 Hektar werden zehntausende junger Bäume angepflanzt - Schirm für sterbenden FichtenwaldBad Harzburg/dpa. Im Nordharz soll ein großer Buchen-Urwald entstehen. Dazu werden im Eckertal auf einer Fläche von rund 1500 Hektar in den kommenden Jahren zehntausende junger Buchen sowie in kleinerer Zahl auch Eichen gepflanzt. Die kleinen Laubbäume sollen unter dem schützenden Schirm des sterbenden Fichtenwaldes möglichst schnell heranwachsen, sagte der Sprecher das Nationalparks Harz, Friedhart Knolle, am Mittwoch. Es handele sich um das größte von mehreren geplanten Buchen-Urwald-Projekten im Nationalpark. Das Eckertal unterhalb des Brockens liegt zum Teil auf sachsen- anhaltischem und zum Teil auf niedersächsischem Gebiet. Die jetzt dort wachsenden Fichten haben nach Knolles Angaben langfristig keine Überlebenschance. Unterhalb einer Höhe von 700 Metern sei es für die Nadelbäume zu warm. Zudem setze ihnen der Borkenkäfer extrem zu. Um die natürliche Waldveränderung zurück zum standortgerechten Buchenwald zu beschleunigen, hätten Mitarbeiter des Nationalparks damit begonnen, zwischen die Fichten junge Buchen zu pflanzen. «Wir helfen der Natur damit auf die Sprünge», sagte Knolle. Die absterbenden Nadelbäume leisteten dem künftigen Buchen-Urwald wertvolle Starthilfe, sagte der Sprecher. Denn unter dem Dach der Fichten sei es durchschnittlich drei Grad Celsius wärmer als in der Umgebung. Dadurch könnten die jungen Laubbäume in den ersten Jahren sehr viel besser wachsen und gedeihen. Im 25 000 Hektar großen Nationalpark Harz läuft bereits seit mehreren Jahren ein Programm zum Waldumbau. Mittelfristig sollen rund 90 Prozent der Fläche in einen naturnahen Zustand zurückversetzt werden. Dabei sollen die standortfremden Fichten nach und nach Laubhölzern weichen. » zurück |
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