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Aktuell

Waldbrandgefahr in Deutschland

29. Juli, 2008

Hohe Waldbrandgefahr in Franken

NÜRNBERG/MÜNCHEN (dpa) - Durch die hohen Temperaturen und die anhaltende Trockenheit besteht in Nordbayern derzeit enorme Waldbrandgefahr.

In weiten Teilen Frankens ist nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in München bereits Gefahrenstufe vier auf der fünfteiligen Skala erreicht. "Wir haben eine zweigeteilte Situation in Bayern: Südlich der Donau sieht es dank ergiebiger Niederschläge deutlich günstiger aus", sagte Forstminister Josef Miller (CSU) am Dienstag laut Mitteilung. In Franken sei auch in den nächsten Tagen keine Entspannung zu erwarten. Lokal könne sich die Situation weiter verschärfen und die höchste Gefahrenstufe fünf erreicht werden.

Der Minister appellierte an Waldbesucher, das Rauchverbot im Wald unbedingt einzuhalten und bei Freizeitaktivitäten vorsichtig zu sein. "Schon der geringste Funkenflug kann die abgetrocknete Bodenvegetation oder die Waldstreu entzünden und so zur Katastrophe führen", warnte Miller. Besonders gefährdet seien Nadelwälder, vor allem lichtdurchlässige Kiefernbestände. Das Verbrennen von Reisig und Restholz zur Borkenkäferbekämpfung sollte bei der Trockenheit unterbleiben.


Dienstag, 29. Juli, 15:02 Uhr

Hohe Waldbrandgefahr

Schwerin (ddp-nrd). Hochsommerliche Hitze und anhaltende Trockenheit lassen im Nordosten die Waldbrandgefahr steigen. Bis zum vergangenen Wochenende wurden bereits 27 Waldbrände gemeldet, von denen rund 18,5 Hektar Fläche betroffen waren, wie das Landwirtschaftsministerium am Dienstag mitteilte. Besonders betroffen seien Teile der Landkreise Ludwigslust, Mecklenburg-Strelitz und Müritz, in denen hohe Waldbrandgefahr (Warnstufe 3) herrsche. In den Regionen entlang der Küste wurde Waldbrandwarnstufe 1 aufgerufen, für die übrigen Landesteile gelte mit Warnstufe 2 erhöhte Gefahr.

Auch die laufende Ernte sei von der steigenden Brandgefahr betroffen, teilte das Ministerium weiter mit. Auf den Erntefahrzeugen und Zugmaschinen sollten zwingend Feuerlöscher mitgeführt werden. Seien mehr als zwei Fahrzeuge im Einsatz, sollte eine Mindestlöschwassermenge von 3000 Litern einsatzbereit sein.

Spaziergänger wurden aufgerufen, Rauchen in Wald und Flur zu unterlassen. Glimmende Zigaretten dürften keinesfalls aus dem Auto geworfen werden. Im und am Wald solle zudem kein Grillfeuer entzündet werden. Waldzufahrten müssten für die Feuerwehr frei zugänglich bleiben.


Waldbrandgefahr: Schönbohm und Woidke: Feld- und Waldbrände durch Umsicht verhindern

Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz, 30.07.2008

Innenminister Jörg Schönbohm und Agrarminister Dietmar Woidke rufen die Bevölkerung wegen der anhaltenden Trockenheit eindringlich auf, alles zu vermeiden, was zu Wald- oder Feldbränden führen kann. „Wald und Feld sind so trocken, dass bereits der kleinste Funke reicht, um einen Brand mit möglicherweise schwersten Folgen auszulösen. Eine Entspannung der Lage ist derzeit nicht in Sicht“, warnten die Minister heute in Potsdam. Die Landwirte riefen sie auf, Vorsorge zu treffen, um einen Brand durch Sofortmaßnahmen eindämmen zu können und so größere Schäden zu vermeiden.

Die Feuerwehren waren in den vergangenen Tagen bereits zur Bekämpfung mehrerer Großbrände, die vor allem im Zusammenhang mit Erntearbeiten standen, im Einsatz. Allein am Montag und Dienstag brannten rund 140 Hektar Feld- und Ödlandfläche ab. Der schwerste Brand ereignete sich am Montag bei Wustermark im Landkreis Havelland, wo auf 50 Hektar Getreide abbrannte. Am Dienstag gerieten bei Erntebränden auf Getreide- oder Stoppelfeldern vier Mähdrescher und ein PKW in Brand. Beim Versuch, einen Mähdrescher in Kremmen zu löschen, wurden zwei Personen verletzt. Sie mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Die beiden Minister forderten die Bürger auf, Brände sofort über den Notruf 112 an die Feuerwehrleitstellen zu melden, damit die Einsatzkräfte unverzüglich zur Brandbekämpfung ausrücken und Schlimmeres verhüten können. Das betrifft in gleichem Maße Wald- wie entstehende Getreide- und Ödlandbrände, deren Gefahren in keinem Fall unterschätzt werden dürfen.

Im Jahr 2008 wurden in Brandenburg bisher etwa 290 Hektar Waldflächen durch Brände zerstört. Woidke und Schönbohm erinnerten daran, dass Brandenburg zu den Regionen Europas mit dem höchsten Waldbrandrisiko gehört. Die Gefahrenlage in Brandenburg ist nach Einschätzung der Europäischen Union ebenso hoch wie in Südfrankreich, Spanien oder Portugal. Bei den Bränden sind in aller Regel Fahrlässigkeit und Leichtsinn im Spiel. Vor allem achtlos weggeworfene Zigarettenkippen, Flaschen und Scherben stellen eine erhebliche Gefahr dar. „So etwas ist Abfall und gehört in die Mülltonne, nicht in die Landschaft“, betonten die Minister.

„Brandenburg ist auf diese Gefahrenlage gut vorbereitet. Am besten ist es jedoch, Brände von vornherein durch umsichtiges Handeln zu vermeiden“, sagten die beiden Minister. Zur Früherkennung von Waldbränden setzt das Land hochmoderne Technik ein. Das kameragestützte Waldbrandüberwachungssystem ‚Fire Watch’ hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Waldbrände rechtzeitig erkannt und von den Feuerwehren schnell bekämpft werden konnten.

Brandenburgs Feuerwehren verfügen zur Waldbrandbekämpfung unter anderem über landesweit 15 Brandschutzeinheiten mit einer Stärke von jeweils bis zu 150 Feuerwehrleuten. Derzeit läuft ein Modernisierungsprogramm, in dessen Verlauf ältere Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren für die Waldbrandbekämpfung durch neue Tanklöschfahrzeuge ersetzt werden, die speziell für das Land entwickelt wurden. Dabei handelt es sich um extrem geländegängige Löschfahrzeuge auf Unimog-Fahrgestellen vom Typ TLF 20/50 ‚Brandenburg’, die unter anderem über einen Löschwassertank mit einem Fassungsvermögen von 5.000 Litern und einen Löschmonitor verfügen.

Zudem steht mit dem Lagezentrum Brand- und Katastrophenschutz im Innenministerium eine Einrichtung zur Verfügung, die die Zusammenarbeit der verantwortlichen Stellen bei Ereignissen mit Katastrophencharakter koordiniert und bei Großschadensereignissen überregionale Unterstützungskräfte mobilisieren kann.


In Thüringen ist die Waldbrandgefahr gestiegen

mdr, 29.7.08

Nach Angaben der Landesforstverwaltung ist die Waldbrandgefahr in Thüringen deutlich gestiegen. Zurzeit besteht in 22 der 29 Forstamtsbezirke Waldbrandgefahr. In neun Regionen wurde bereits die Stufe zwei von insgesamt vier Waldbrandwarnstufen ausgerufen. Das bedeutet, dass in diesen Gebieten erhöhte Waldbrandgefahr besteht. Besonders betroffen ist Südthüringen.

Der Thüringer Feuerwehr-Verband e.V. rief zur Vorsicht auf. Generell sollte in Wäldern kein offenes Feuer entfacht und nicht geraucht werden. Außerdem sollten Fahrzeuge nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden. Durch die heißen Katalysatoren könnten Grasflächen entzündet werden.

Aktuelle Informationen zu den Waldbrandstufen finden Sie auf den Webseiten der Thüringer Landesforstverwaltung.







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