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Aktuell
Ausstellung "Wildes Deutschland"
NABU: Ausstellungen “Wildes Deutschland” und „Willkommen Wolf“
eröffnet
Tschimpke: Mehr Wildnis wagen!
NABU Pressemitteilung, 6.8.08
Berlin - Der NABU präsentiert ab dem 6. August seine Ausstellung zum
Leben der Wölfe in Deutschland im Automobil Forum Unter den Linden,
Konzernrepräsentanz der Volkswagen AG in Berlin. Dort wird sie bis zum
21. September für ein größeres Publikum zusammen mit Fotografien von
Norbert Rosing zu sehen sein. Die Fotografien sind dem neuen Bildband
von National Geographic Deutschland „Wildes Deutschland“ entnommen und
zeigen die „Nationalen Naturlandschaften“: Die schöne Vielfalt
deutscher Naturschätze vom Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer bis zum
Biosphäreservat Berchtesgadener Land.
Die NABU-Ausstellung „Willkommen Wolf“ informiert über Biologie und
Lebensweise eines seit zehn Jahren wieder in Deutschland heimisch
gewordenen Tieres, das vor 150 Jahren ausgerottet wurde. „Seit Ende der
neunziger Jahre Wölfe nach Sachsen gekommen sind, wird über diese
Sensation kontrovers diskutiert. Eine umfassende, zeitgemäße Ausstellung
über die faszinierenden Einwanderer aus Polen gab es bisher aber
nicht“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Die Schautafeln sollen
dazu beitragen, Informationsdefizite und Vorurteile gegenüber dem Wolf
abzubauen und die Bereitschaft zu fördern, seinen Lebensraum zu
schützen.
Zurzeit leben in der Lausitz (Sachsen) vier Rudel und ein Pärchen ohne
Nachwuchs. Außerdem bewegen sich einzelne Wölfe im Umfeld der
Territorien sowie in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Niedersachsen
und Hessen. Der Wolf ist nicht das einzige große Wildtier, das in den
vergangenen Jahren in seine angestammte Heimat zurückgekehrt ist. „Um
ein konfliktarmes Nebeneinander von Menschen und großen Wildtieren wie
Wölfe, Bären, Luchse oder Elche zu erreichen, ist es notwendig,
Wildtiermanagementpläne zur Regelung der Konflikte auszuarbeiten“,
sagte Tschimpke. Auch das dichte Verkehrsnetz ist für den Wolf und viele
wandernden Wildtiere ein Problem. In den vergangenen beiden Jahren sind
fünf Wölfe dem Verkehr zum Opfer gefallen. Der NABU hat daher einen
Bundeswildwegeplan erarbeitet, der bestehende Konfliktstellen
identifiziert und an 120 besonders drastischen Verkehrspunkten die
rasche Entschärfung durch den Bau von Grünbrücken und anderen
Querungshilfen einfordert. „Das Zulassen von Wildnis ist kein Luxus,
sondern eine Kulturaufgabe der menschlichen Zivilisation“, so der
NABU-Präsident.
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