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Weitere Waldschäden erwartet
Dienstag 18. November 2003, 16:45 Uhr
Wissenschaftler erwarten schwere Waldschäden nach Dürre-Sommer
Berlin (AP) Nach der extremen Trockenheit des vergangenen Sommers haben Wissenschaftler für das kommende Jahr in Deutschland und anderen Teilen Zentraleuropas schwere Waldschäden vorausgesagt. Wie die Technische Universität Berlin am Dienstag mitteilte, sind besonders Buche, Fichte und Eiche in Gefahr.
Nach Angaben der TU-Professoren Birgit Kleinschmit und Hartmut Kenneweg, die der Arbeitsgruppe Forstlicher Luftbildinterpreten (AFL) angehören, sind die Anfänge dieser Schäden in verschiedenen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz bereits zu beobachten. Im Einzelnen erwarten die Wissenschaftler der Mitteilung zufolge unter anderem ein großflächiges Absterben ganzer Bestände als unmittelbare Dürrefolge, Massenvermehrungen von Borkenkäfern und anderer Insekten sowie Pilzschäden in geschwächten Beständen, die mittelfristig zum Absterben der Bäume führen.
Im kommenden Jahr wird es nach Angaben der Luftbildexperten einen großen Bedarf an großflächigen Übersichtsinventuren über den Zustand der Wälder geben. Sie appellierten an die Behörden, rechtzeitig finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, um im Frühjahr 2004 mit speziellen Luftbildkameras den Zustand der deutschen Wälder nach dem Dürre-Sommer 2003 erfassen zu können.
Dienstag, 18. November 2003
Buche, Fichte und Eiche in Gefahr
Die Arbeitsgruppe Forstlicher Luftbildinterpreten sagt nach dem extrem trockenen Sommer schwere Waldschäden für das kommende Jahr voraus
Die in vielen Teilen Zentraleuropas extreme Trockenheit des Sommers 2003 hat bereits lokal zu unmittelbaren Schädigungen der Wälder geführt. Die auf der Tagung der Arbeitsgruppe Forstlicher Luftbildinterpreten (AFL) im Oktober in Wien zusammengestellten Erfahrungsberichte prognostizieren, dass es im Jahr 2004 die stärkeren Folgeschäden geben wird. "Diese werden großflächig, aber mit sehr unterschiedlicher Intensität auftreten, was auf lokal stark variierende Niederschlagsmengen, Standort- und Bestandseigenschaften zurückzuführen sein wird", sagen die beiden TU-Wissenschaftler Prof. Dr. Birgit Kleinschmit und Prof. Dr. Hartmut Kenneweg vom Institut für
Landschaftsarchitektur und Umweltplanung. Beide gehören der AFL an, einem Zusammenschluss von Luftbildexperten im deutschsprachigen Raum.
Nach Erfahrungen aus früheren Trockenperioden rechnen die Luftbildexperten mit folgenden Schäden, deren Anfänge in verschiedenen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz schon zu beobachten sind:
- flächiges Absterben von Beständen oder Bestandesteilen als unmittelbare Dürrefolge, auch in Laubwäldern,
- Massenvermehrungen von Borkenkäfern und anderen Insekten,
- Pilzschäden in geschwächten Beständen, die über mehrere Jahre zum Absterben von Bäumen und zu einer starken Qualitätsminderung des Holzes
führen,
- Störungen der Mischbestandsentwicklung (z.B. durch schädigungs- und konkurrenzbedingtes Ausfallen einer Mischbaumart),
- umfassende Erkrankung des Waldes mit im Einzelnen schwer vorhersehbaren Symptomen.
Besonders gefährdet sind Buche, Eiche und Fichte
Für das kommende Jahr sagen die Luftbildexperten einen großen Bedarf an großflächigen Übersichtsinventuren über den Zustand der Wälder voraus. Mit Luftbildern und anderen Fernerkundungsmethoden stehen erprobte und standardisierte Verfahren zur Verfügung, die einen schnellen Überblick über die Schäden ermöglichen.
Die AFL appelliert an die Behörden, rechtzeitig finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, um im Frühjahr 2004 mit speziellen Luftbildkameras den Zustand der deutschen Wälder nach dem extremen Sommer 2003 zu erfassen.
Quelle/Text: Informationsdienst Wissenschaft
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