AktuellNeuer Naturpark im Schwarzwald
Mittwoch 3. Dezember 2003, 16:08 Uhr Im Schwarzwald entsteht der größte Naturpark DeutschlandsFreudenstadt (dpa) - Im Schwarzwald entsteht der größte Naturpark Deutschlands. Regionen des mittleren und nördlichen Schwarzwalds sollen den Naturpark Südschwarzwald zu einem dann 370 000 Hektar großen Schutzgebiet ergänzen, das entspricht in etwa der Fläche Mallorcas. Entsprechende Planungen seien nach rund zweijähriger Vorarbeit abgeschlossen, teilte der Vorsitzende des Naturparkvereins, Peter Dombrowsky, in Freudenstadt mit. Die Rechtsverordnung dazu soll am 16. Dezember in Freudenstadt unterzeichnet werden.Naturparkplanung beendet: Planungsgemeinschaft übergibt AbschlussberichtPforzheimer Zeitung, 4.12.03FREUDENSTADT. Nach rund zweijähriger Bearbeitungszeit ist die Naturparkplanung für den größten Naturpark in Deutschland, den Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, abgeschlossen. Dies gab der Vorsitzende des Naturparkvereins, der Freudenstädter Landrat Peter Dombrowsky, in Freudenstadt bekannt. "Vereinssatzung und Ausweisung als Naturpark allein reichen nicht aus - wir müssen gemeinsam Entwicklungsziele für die Region erarbeiten und diese Funktion übernimmt der Naturparkplan", beschreibt der Vorsitzende den Sinn der Naturparkplanung. "Dabei haben wir größten Wert darauf gelegt, dass die Naturparkplanung kein von oben über die Region gestülptes Instrument darstellt. Der Naturparkplan wurde vielmehr gemeinsam mit den Gemeinden und anderen Beteiligten erarbeitet. Die formulierten Ziele und Leitbilder sind so im breiten Konsens entstanden. Wie der Naturpark auch, greift der Naturparkplan nicht in die Planungshoheit der Gemeinden ein und nimmt keine kommunalen Entscheidungen vorweg" führt Dombrowsky weiter aus. "Insofern kann ich den Widerstand, den derzeit einzelne Gemeinden dem Naturpark entgegensetzen, nicht nachvollziehen", so Dombrowsky weiter an die Adresse einiger weniger Gemeinden im Achertal. "Im Gegenteil: Einheitliche Wege- und Markierungskonzeption, Mountainbike-Wegenetz, Initiativ- und Portalgemeinden, Ökokonto im Wald - alles Projekte, die wir auf Basis des Naturparkplans ins Leben rufen konnten und die direkt unseren Gemeinden zugute kommen", erinnerte Dombrowsky an die bereits laufenden Umsetzungsprojekte des Naturparks. Das genaue Vorgehen bei der Erarbeitung des Naturparkplans und seine wichtigsten Inhalte erläuterte Chefplaner Prof. Ulrich Ammer. "Auf Basis einer umfassenden Datenanalyse für die Region haben wir gemeinsam mit den Beteiligten Ziele und Leitbilder formuliert. Aus diesen Zielen haben wir dann eine Rahmenplanung für den Naturpark entworfen. Aus dieser Rahmenplanung wiederum haben wir eine Fülle möglicher Umsetzungsprojekte, die die Ziele der Planung unterstützen, entwickelt. Ein Bestandteil des Naturparkplans sei hierbei eine Sammlung von "Best-Practice-Beispielen", beispielhaften Lösungen, die zur Nachahmung empfohlen werden. "Der Naturparkplan dient so auch dem Informationsaustausch unter den Mitgliedern. Ein weiteres zentrales Element ist eine Projektdatenbank mit bereits jetzt mehr als 100 möglichen Projekten, die den Naturpark weiter voranbringen werden. Der Naturparkvereins-Vorsitzende ist mit dem Ergebnis der Naturparkplanung zufrieden. "Nicht allgemeine planerische Aussagen sollten im Vordergrund stehen, es sollten Projekte entwickelt werden, die zur naturgerechten Weiterentwicklung unserer Region beitragen können. Diesen Auftrag hat die Planungsgemeinschaft in hervorragender Weise erfüllt", dankte Peter Dombrowsky den Naturparkplanern für ihre Arbeit. Die wichtigsten Ergebnisse des Naturparkplans wurden in einer anschaulichen, 40-seitigen Broschüre zusammengefasst, die ebenfalls vorgestellt wurde. Bei Interesse kann die Broschüre kostenlos bei der Geschäftsstelle des Naturparks bezogen werden. » zurück |
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