AktuellImpulse für Forstwirtschaft
Forst- und Holzwirtschaftsrat setzen Impulsedhwr/dfwr, 4.12.03Die Präsidien des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) und des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR) haben in einer gemeinsamen Sitzung beschlossen, die Holzlogistik weiter zu optimieren. Entscheidende Voraussetzung dafür ist ein funktionierendes Navigationssystem im Wald. Die vom Holzabsatzfonds unterstützten Vorarbeiten des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) haben die volle Zustimmung von DFWR und DHRW gefunden. Auf der Basis des erarbeiteten Geodat-Standards sollen alle Lkw-befahrbaren Waldwege erfasst und in allen Bundesländern einheitlich digitalisiert werden. Damit stünde der deutschen Forst- und Holzwirtschaft dann auch eine Datengrundlage zur Steuerung ihrer Logistikprozesse im Bereich des Holzabsatzes und der Holzversorgung zur Verfügung, wie sie in anderen Ländern bereits Standard ist. Mit der Durchführung des Projekts soll das Fraunhofer Institut in Magdeburg beauftragt werden. DFWR und DHWR rufen die Betriebe der Forst- und Holzwirtschaft zur aktiven Unterstützung des Vorhabens auf. Die erforderlichen Vorbereitungen können bis Mitte 2004 abgeschlossen werden, um dann mit den Arbeiten spätestens im zweiten Halbjahr zu beginnen. DFWR und DHRW drängen weiterhin darauf, der Wirtschaft aus der Bundeswaldinventur II einige grundlegende Eckdaten vorab bekannt zu geben. Die Verbände weisen darauf hin, dass die Daten für anstehende Investitionsentscheidungen wie auch im politischen Prozess dringend benötigt würden. Mit großem Nachdruck wird von beiden Organisationen die Charta für Holz unterstützt. Ein wesentlicher Baustein davon sei wiederum die Durchführung einer bundesweiten Clusterstudie Forst und Holz. Dem Bundesverbraucherschutzministerium wurde hierzu eine detailliert ausgearbeitete Projektskizze übermittelt und gebeten, die für die Wirtschaft so bedeutende Studie rasch auf den Weg zu bringen. Die Situation an den Rohholzmärkten wird von der Forstwirtschaft als ausgesprochen schwierig bewertet. Die Nachwirkungen von Lothar sowie der Fönsturm des letzten Jahres und die darauf folgende Käferkalamität haben die Märkte stark verändert. Nach Aussagen des Präsidenten des Deutschen Forstwirtschaftsrates, Hermann Illaender, wird kurz- und mittelfristig kein grundlegender Wandel in der Ertragssituation des Forstes erwartet. Auch die Holzindustrie geht mit gedämpftem Optimismus in das nächste Jahr, während das Handwerk Anzeichen für eine allmähliche Konsolidierung beobachtet. Es müssen alle Anstrengungen zur Kosteneinsparung genutzt werden, so der Sprecher des Deutschen Holzwirtschaftsrates, Dr. Wilhelm Vorher, um sich auf die Marktveränderungen und die Entwicklungen in Osteuropa und in Russland einzustellen. Für beide Marktpartner komme es darauf an, künftig nicht nur in Preis- sondern verstärkt in Kostenkategorien zu denken. » zurück |
|
Aus der easy.wdss.de, gedruckt am: So, 23.11.2008 © easy.wdss Besuchen Sie die www.weitblick.net unter www.weitblick.net Bildschirm-Version |
|