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Alpenkonvention auf Prüfstand

Donnerstag 11. Dezember 2003, 15:08 Uhr

Alpenkonvention auf dem Prüfstand

Berlin/Bozen (pte) - Die internationale Arbeitsgruppe "Umweltziele und Indikatoren" der Alpenkonvention hat diese Woche in Bozen beschlossen, wie mittels geeigneter Indikatoren und eines Qualitätsberichts länderübergreifend überprüft werden kann, welche Ziele bereits umgesetzt wurden. Die Fachleute aus sieben Ländern haben konkrete Vorschläge unterbreitet, die zum Schutz der sensiblen Umwelt beitragen soll.

"Geeignete Indikatoren und eine einheitliche Berichtsstruktur sind ein wichtiger Schritt. Aber es reicht nicht aus, sich nur über theoretische Verfahren zu verständigen. Notwendig sind jetzt konkrete Informationen und Daten aus den einzelnen Vertragsstaaten, um die Indikatorenauswahl über den gesamten Alpenbogen hinweg abzusichern" , so Benno Hain, Vorsitzender der Arbeitsgruppe. Hain rief die Alpenstaaten dazu auf, die Vorschläge zu unterstützen. Die Alpenkonvention enthält mit acht Umsetzungsprotokollen etwa 280 Einzelziele. Alle dienen dazu, die Vielfalt der Lebensräume im Alpenraum zu sichern und eine vernünftige wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung zu fördern. Dazu zählt etwa der Einsatz erneuerbarer Energieträger in Verbindung mit der bestehenden konventionellen Energieversorgung. In die Arbeitsgruppe ist unter anderem auch die Europäische Akademie (EURAC) Bozen eingebunden, um das bestehende Wissen und Informationen aus Forschungsprojekten für das Indikatorensystem zu nutzen.

Bis November 2004 hat Deutschland den Vorsitz der Alpenkonferenz und verfolgt das Ziel, mit einem Zehn-Punkte-Programm die Umsetzung der Alpenkonvention und ihrer Protokolle voranzutreiben. Dabei soll sich die Umsetzung des Leitbildes der nachhaltigen Entwicklung im Alpenraum auf ein alpenweites Indikatorensystem stützen. Mit einem solchen Instrument können die Erfolge und Problemfelder besser beobachtet und Handlungsbedarf genauer aufgezeigt werden. Langfristig soll ein solches Indikatorensystem zur Erstellung von Qualitätsberichten über die Situation genutzt werden. Das deutsche Umweltbundesamt unterstützt die Arbeit der Arbeitsgruppe bereits seit 1999.

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