AktuellWindanlagen und Waldschutz
Viel Wind um nichts?Windkraftanlagen lösen Grundsatzdiskussion im Naturschutz ausSDW sieht konsensfähige Lösungsmöglichkeiten Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, 01.12.2004 Verspargelung der Landschaft? Die Nutzung der Windenergie ist angesichts der Zunahme des Treibhauseffektes und der Endlichkeit fossiler Brennstoffe aus Sicht der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) mehr als sinnvoll. Eine "Verspargelung" der Landschaft wird jedoch von Kritikern - insbesondere aus dem Bereich des Landschaftsschutzes - gesehen und weiter befürchtet. Planung soll Konflikte vermeiden Die SDW setzt sich für eine verbesserte Planung von Windkraftanlagen ein, um Konflikte möglichst im Vorfeld auszuschließen. Vorteile für Umwelt und Wirtschaft Die Vorteile der Nutzung von Windkraftanlagen für den Umweltschutz sind bekannt. Das dramatische Schmelzen der Polkappen, wie vor kurzem in den Medien berichtet wurde, sollte Jeden von der Notwendigkeit der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien überzeugt haben. Die erneuerbaren Energien tragen zur Zeit in Deutschland ca. 10% des Stromverbrauchs, erstmals liegt dabei die Windkraft mit 5,5% vor der traditionellen Wasserkraft. Ein weiterer Vorteil liegt im wirtschaftlichen Aspekt: Schwellenländer wie China und Indien sind an dem Know-how und der Technik aus Deutschland interessiert, um Windkraft im eigenen Land zu nutzen. Untersuchungen zu den Beschäftigungszahlen gehen alleine in Deutschland von bis zu 50.000 Arbeitsplätzen in der Windbranche aus. Gefahr für Artenschutz und Landschaftsbild? Es gibt aber auch kritische Stimmen zur Windenergie. So werden die Verschandelung des Landschaftsbildes angeführt und negative Auswirkungen der Windkrafträder auf die Tierwelt, wie z.B. Vögel oder Fledermäuse befürchtet. Abwägung der Situation vor Ort Bernd Krebs, Bundesgeschäftsführer der SDW, spricht sich für eine notwendige Abwägung der Situation vor Ort aus. "Natürlich müssen in der Flächennutzungs- und Bebauungsplanung die Belange der Natur- und Landschaftsschützer und die Bedenken und Anregungen der Anwohner berücksichtigt werden, wenn neue Windkraftanlagen geplant werden", so Bernd Krebs. Sorgfältige Planung Die SDW setzt sich für eine abgewogene Planung von Windkraftanlagen ein. Windkrafträder dürften nur in Zonen errichtet werden, in denen die Windhöffigkeit einen wirtschaftlichen Betrieb rechtfertigt. Gebiete, die für den Artenschutz von großer Bedeutung sind, müssen schon aufgrund der kommunalen Planungsvorgaben unangetastet bleiben. Schließlich sollte auch die Landschaftsästhetik in besonderer Weise Berücksichtigung finden. Alternativen aufzeigen Kritiker von Windkraftanlagen aus Gründen des Landschaftsschutzes sollten sich bewusst sein, dass die umweltschonende Bereitstellung regenerativer Energien eine zukunftsgerichtete Alternative zur Energiegewinnung ist. » zurück |
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