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Aktuell
Schäden an Waldböden
Montag 6. Dezember 2004, 11:37 Uhr
Trittin warnt vor weiterer Schädigung der Waldböden
Berlin (AFP) - Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hat mit Blick auf den schlechten Zustand des deutschen Waldes vor einer weiteren Schädigung der Waldböden gewarnt. "Gülle killt den Wald", mahnte Trittin in Berlin. Vor allem die Stickstoffablagerungen aus der Landwirtschaft seien weiter viel zu hoch, was auch der neue Waldzustandsbericht belege.
"Sie führen zu weiterer Bodenversauerung und zur Überdüngung der Waldökosysteme. Damit schwächen sie die Vitalität der Bäume", erklärte der Grünen-Politiker.
Laut dem Waldzustandsbericht 2004, der am Mittwoch offiziell vorgestellt wird, ist der deutsche Wald so krank wie nie zuvor. Belastet sind demnach vor allem Buchen, Eichen und Fichten. Hauptursache ist die nach wie vor hohe Schadstoffbelastung durch Industrie, Autoverkehr und Landwirtschaft.
Montag 6. Dezember 2004, 11:30 Uhr
Schutzgemeinschaft warnt vor Einsatz von Tausalz an Alleen
Potsdam (ddp-lbg). Die Schutzgemeinschaft Brandenburger Alleen warnt vor einem übermäßigen Einsatz von Tausalz auf den märkischen Straßen. Tausalz schade den Alleebäumen, sagte Sprecherin Gisela Ziehm am Montag in Potsdam. Das Erdreich verkruste, der Wasserhaushalt werde beeinträchtigt, und es komme zu einer verringerten Nährstoffzufuhr. Die Folgen seien Blattrandverfärbungen, vorzeitiger Laubfall und kontinuierlicher Vitalitätsverlust der ohnehin stark belasteten Bäume.
Ziehm betonte, in Brandenburg würden jedes Jahr Tausende Tonnen Salz auf die Straßen gebracht. Allein im Bereich der Straßenmeisterei Bad Freienwalde stünden für 244 Kilometer Straße 850 Tonnen Salz zur Verfügung, also rund 3,5 Kilogramm pro Meter. In anderen Kreisen sehe es ähnlich aus. Eine zusätzliche Gefahr drohe den Alleen durch das Salzen von parallel verlaufenden Radwegen. Viele Radwege würden gestreut, obwohl sie im Winter kaum benutzt werden, kritisierte Ziehm.
Die Alleen seien allerdings nicht nur durch Tausalz bedroht, fügte die Sprecherin hinzu. Allein von 2001 bis 2003 seien an Bundes-und Landesstraßen in Brandenburg 12 335 Alleebäume gefällt worden. In knapp 2900 Fällen seien keine Bäume nachgepflanzt worden. «Es ist höchste Zeit, den touristischen und landschaftskulturellen Wert der Alleen nicht nur zu erkennen, sondern sie schonend zu behandeln und durch Nach- und Neupflanzungen das Kulturgut langfristig zu erhalten», unterstrich Ziehm.
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