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Aktuell
Forstreform in Brandenburg
Donnerstag 9. Dezember 2004, 15:03 Uhr
Waldbesitzer gegen Zusammenlegung von Forst- und Naturschutzabteilung
Eberswalde (ddp-lbg). Der Brandenburger Waldbesitzerverband warnt vor der geplanten Zusammenlegung der Forst- mit der Naturschutzabteilung im Umweltministerium. Der Bereich Forst- und Holzwirtschaft, in dem in Brandenburg mehr als 14 000 Menschen beschäftigt sind, werde dadurch nachhaltig geschwächt, sagte Verbandsvorsitzender Jörg Thihatmer am Donnerstag in Eberswalde.
Bereits im Jahr 1999 sei die Forstwirtschaft aus dem Ministeriumsnamen verschwunden, kurz darauf sei das Referat Jagd aus der Abteilung Forst ausgegliedert worden. Künftig werde die Forstwirtschaft nur noch im Referat Forstbetrieb vertreten sein, obwohl Brandenburg über eine Million Hektar Waldfläche habe. Umweltminister Dietmar Woidke (SPD) sollte daher die Forstabteilung eigenständig erhalten und ein Referat für Privatwaldangelegenheiten im Ministerium einrichten, forderte Thihatmer.
Die Landesregierung habe die Forstwirtschaft im Koalitionsvertrag als wirtschaftlich und sozial tragende Säule im ländlichen Raum bezeichnet. Das müsse sich nun auch im politischen Handeln wiederfinden, betonte Thihatmer. Die gerade veröffentlichte Bundeswaldinventur zeige, dass noch erhebliches Potenzial im Wald stecke. Dieser Tatsache müsse die Brandenburger Politik Rechnung tragen, wenn sie Wachstumskerne fördern wolle.
Freitag 10. Dezember 2004, 09:15 Uhr
IG Bauen-Agrar-Umwelt fordert Einhaltung von Tarifverträgen
Bad Bibra (ddp-lsa). Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in Mitteldeutschland will sich im kommenden Jahr verstärkt für die Einhaltung von Tarifverträgen einsetzen. Das erklärte Bundesvorstandsmitglied Andreas Steppuhn zu Beginn einer Regionaltagung am Freitag in Bad Bibra. Lohn- und Sozialdumping müsse aktiv bekämpft und dürfe nicht mehr als Kavalierdelikt hingenommen werden.
Die IG BAU mahnte zugleich die öffentlichen Auftraggeber, ihrer Vorbildwirkung bei der Auftragsvergabe gerecht zu werden. Sie sollten Aufträge von vorneherein nur an Unternehmen vergeben, wenn eine verbindliche Tariftreue garantiert werde. Leider gebe es immer wieder Fälle, in denen nicht zuletzt die finanzielle Situation der Kommunen dazu führe, dass öffentliche Aufträge an Dumpingfirmen vergeben werden.
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