AktuellEU-Schutzgebiets-Netz
Donnerstag, 9. Dezember 2004 Weltweit größtes Netz geschützter NaturstandorteÜber 7000 Naturstandorte der atlantischen und kontinentalen Region wurden auf die Liste der EU-Schutzgebiete gesetzt. Die EU-Kommission hat somit einen weiteren großen Schritt zur Vollendung von Natura 2000, dem Netz geschützter Naturstandorte in der EU, getan. 197 Tierarten, 89 Pflanzenarten und 205 Lebensräumen werden unter intensivere Schutzbestimmungen gestellt. Ziel ist es, die biologische Vielfalt Europas zu erhalten.EU-Umweltkommissar Stavros Dimas sagte hierzu: „Die EU verfolgt mit Natura 2000 das Ziel, den Rückgang der biologischen Vielfalt bis zum Jahr 2010 aufzuhalten. Nach dem langsamen Beginn in den späten neunziger Jahren haben wir es in den letzten fünf Jahren geschafft, deutlich schnellere Fortschritte zu erzielen. Es ist mir eine große Freude, dass diese Listen angenommen werden konnten. Mit der Aufnahme der atlantischen und der kontinentalen Region wird Natura 2000 zum größten zusammenhängenden Schutzgebietnetz der Welt und bietet der EU ein besonders wirksames Instrument zum Schutz von Fauna und Flora.“ Das Netz Natura 2000 wurde gemäß der Habitatrichtlinie (Richtlinie 92/43/EWG des Rates zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen) eingerichtet, um besonders wichtige Lebensräume und Arten wild lebender Tiere in Europa zu schützen. Standorte, die für Natura 2000 ausgewiesen werden, sind der Richtlinie zufolge streng zu schützen. Die Mitgliedstaaten müssen alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um ihre Erhaltung zu gewährleisten und eine Verschlechterung zu vermeiden. Die jetzt verabschiedeten Listen für die atlantische und die kontinentale Region umfassen Standorte in 12 Mitgliedstaaten mit einer großen Anzahl gefährdeter Tier- und Pflanzenarten und Lebensräume. Diese unterliegen aus wissenschaftlicher Sicht einem europäischen Interesse. Deshalb sind gemeinsame EU-Anstrengungen erforderlich, um die biologische Vielfalt und die Erhaltung der natürlichen Fauna und Flora in diesen Regionen Europas zu gewährleisten. Die nächsten Schritte zur Vollendung von Natura 2000 werden die Annahme zweier weiterer Standortlisten (borealische und mediterrane Region) und die Schaffung des Netzes in den neuen Mitgliedstaaten sein. Quelle/Text: Europäische Kommission » zurück |
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