AktuellTollwut in BW
Mittwoch 15. Dezember 2004, 12:48 Uhr Zweiter Tollwut-Fall in Baden-WürttembergElztal-Muckental (ddp-bwb). Die Tollwut droht sich im Norden Baden-Württembergs auszubreiten. Nach einem ersten Fall vor gut einer Woche wurde erneut ein infizierter Fuchs gefunden, wie das Landwirtschaftsministerium am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Betroffen ist wieder der Neckar-Odenwald-Kreis. Acht Jahre lang war zuvor im Land nicht ein einziger Tollwut-Fall aufgetaucht. Die auch für Menschen gefährliche, ansteckende Krankheit wurde nun bei einem Jungtier diagnostiziert, das in unmittelbarer Nähe des ersten Falls der Seuche tot im Wald bei Elztal-Muckental lag.Mit einer großflächigen Impfaktion wollen Hessen und Baden-Württemberg nun gemeinsam versuchen, eine weitere Ausbreitung der Tollwut zu verhindern. Betroffen sind die Landkreise Rhein-Neckar, Neckar-Odenwald und Heilbronn sowie die Städte Mannheim, Heidelberg und Heilbronn. Auf hessischer Seite wird in den Kreisen Bergstraße und Odenwald geimpft. Die Impfung erfolgt über entsprechend präparierte Fressköder die vom Flugzeug aus abgeworfen werden. In dicht besiedelten Gebieten werden Jäger sie zudem per Hand auslegen. Allerdings wurden beide infizierten Tiere in einem Gebiet gefunden, in dem bereits zweimal jährlich Fressköder eingesetzt werden. Die Jäger wurden vom Ministerium aufgefordert, die Jagd auf Füchse zu verschärfen und verhaltensauffällige Tiere sofort den Behörden zu melden. Wichtig sei auch, verendete oder bei Unfällen ums Leben gekommene Tiere untersuchen zu lassen. An die Bewohner der Impfgebiete appellieren die Behörden, ihre Hunde nicht frei laufen zu lassen. Die Köder seien zwar ungiftig, allerdings könnte der Impferfolg beeinträchtigt werden, falls zu viele von Hunden weggefressen werden. Nicht geimpfte Hunde und Katzen werden nach Angaben der Behörden sofort getötet, wenn sie in Verdacht stehen, mit erkrankten Tieren in Berührung gekommen zu sein. » zurück |
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