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1 Jahr Fuchshetzjagd-Verbot
Samstag 5. November 2005, 13:43 Uhr
Britische Jäger eröffnen erste Jagdsaison seit Fuchsjagd-Verbot
London (AP) Zu Beginn der ersten Jagdsaison seit In-Kraft-Treten des Verbots der Hetzjagd mit Hunden auf Füchse sind in Großbritannien tausende Jäger zu Ersatzveranstaltungen zusammengekommen. Zahlreiche von ihnen planten am Samstag so genannte Schleppjagden, bei denen kein lebendes Wild gejagt wird, sondern die Hunde eine künstliche Fährte verfolgen. Das Verbot der traditionellen Fuchsjagd mit Hunden trat vor einem Jahr nach hitzigen Auseinandersetzungen in Kraft.
«Es wird genauso aussehen (wie früher), sich genauso anfühlen und genauso riechen, aber es wird nicht dasselbe sein», sagte Richard Dood vom Dachverband Countryside Alliance, einer Organisation der Jagdbefürworter, über die Schleppjagd. Andere Jäger wollten Lockvögel für die Fuchsjagd einsetzen und die Füchse erschießen, was nach wie vor erlaubt ist.
Ein Sprecher der traditionellen Herzog-von-Beaufort-Jagd in Westengland, Nigel Maidment, sagte, die Jäger wollten weiter für eine Wiederzulassung der Hetzjagd kämpfen. Das höchste britische Berufungsgericht hatte im Oktober eine Klage der Countryside Alliance gegen die Hetzjagd einstimmig abgelehnt. Die Organisation kündigt eine mögliche Berufung vor einem europäischen Gericht an.
Der Bund gegen grausame Sportarten erklärte, vermutlich würden bis zu 40 Prozent der Jäger des Verbot missachten. In den vergangenen Monaten seien 157 Fälle illegalen Jagens bekannt geworden. Der Verband der Jagdsaboteure kündigte an, die Jäger mit Videokameras zu überwachen. «Das Verbot kann funktionieren», sagte Verbandssprecherin Dawn Preston. «Es muss nur durchgesetzt werden.»
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