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Baum des Jahres

Donnerstag 19. Oktober 2006, 15:48 Uhr

Wald-Kiefer ist Baum des Jahres 2007

(AFP) - Die Wald-Kiefer ist der Baum des Jahres 2007. Das zuständige Kuratorium begründete seine Wahl in Berlin unter anderem mit dem zähen Überlebenswillen der Kiefer. Sie gehöre zwar nicht zu den seltenen Baumarten und sei eher eine "bescheidene Schönheit", dafür sei sie aber der "reinste Überlebenskünstler": Keine andere Baumart kommt mit so wenig Wasser und Erde aus. Zudem seien Wald-Kiefern, die auch als Kienbaum, Föhre oder Forche bekannt sind, ein wichtiger Lebensraum für Insekten, Pilze und Vögel.

Wald-Kiefern sind wegen ihres sehr hohen Lichtbedarfs konkurrenzschwach. Die Stärke dieser Baumart liegt in der Besiedelung von Freiflächen und Extremstandorten sowie Katastrophenflächen, etwa nach Waldbränden. Mit der Klimaerwärmung und entsprechender Ausdehnung trockener Standorte wird die Wald-Kiefer nach Angaben des Kuratoriums deshalb eher zurechtkommen als die anderen einheimischen Baumarten. Ihre Anpassungsfähigkeit an Klimaextreme wurde nach der Sommertrockenheit 2003 deutlich, als sie die geringsten Schäden aller Baumarten aufwies.

Aufgrund dieser Anpassungsfähigkeit ermöglichte die Wald-Kiefer nach der großflächigen Waldvernichtung bis in das 19. Jahrhundert hinein eine Wiederbewaldung. Heute ist sie mit einem Anteil von 23 Prozent die zweithäufigste Baumart in Deutschland.


Donnerstag 19. Oktober 2006, 11:17 Uhr

Die Wald-Kiefer ist Baum des Jahres

Berlin (AP) Die Wald-Kiefer ist der Baum des Jahres 2007. Damit stehe im kommenden Jahr keine seltene Baumart im Mittelpunkt, sondern «eine bescheidene Schönheit mit zähem Überlebenswillen», erklärte der Vorsitzende des Kuratoriums Baum des Jahres, Silvius Wodarz, am Donnerstag in Berlin. Die Wald-Kiefer braucht sehr viel Licht und gilt deshalb als «konkurrenzschwache» Baumart. Sie sei jedoch ein «wahrer Überlebenskünstler», wie das Kuratorium betonte: «Keine andere Baumart kommt mit so wenig Wasser und Erde aus.» Daher kann sie sich in Deutschland vor allem auf trockenen Sandböden, auf Felsen, an Moorrändern und nach Katastrophen, wie zum Beispiel Waldbränden, gegen andere Baumarten durchsetzen. Die Anpassungsfähigkeit der Wald-Kiefer sei zuletzt im Jahrhundertsommer 2003 deutlich geworden.

Nach Angaben des Kuratoriums habe sie nach der Sommertrockenheit die geringsten Schäden aufgewiesen. Das werde der Wald-Kiefer auch in Zukunft zugute kommen: «Mit der Klimaerwärmung und entsprechender Ausdehnung trockener Standorte wird die Wald-Kiefer eher zurechtkommen als die anderen einheimischen Baumarten», betonten die Experten.

Die Wald-Kiefer ist auch eine wichtige Nutzpflanze. Ihr Holz ist wegen seines warmen Farbtons als Möbelholz beliebt. Es wird aber auch für Schiffsdecke, Rammpfähle, Türen, Fenster und Fußböden verwendet. Aus Kiefernölextrakten werden Duft-, Inhalations- und Massageöle, Badezusätze und Saunaaufgüsse hergestellt.

Vom Menschen wurde die Verbreitung der Wald-Kiefer daher großflächig gefördert. Gerade weil sie mit widrigsten Bedingungen fertig wird, wurde sie nach der großflächigen Waldvernichtung bis ins 19. Jahrhundert auf vielen Flächen angepflanzt, die neu bewaldet werden sollten. Nach Angaben des Kuratoriums ist die Wald-Kiefer heute die zweithäufigste Baumart in Deutschland mit einem Anteil von 23 Prozent an der gesamten Waldfläche. In Brandenburg sind es sogar 72 Prozent.

«Pinus silvestris L.», in manchen Regionen auch Kienbaum, Föhre oder Forche genannt, gilt als eine der schönsten immergrünen Baumarten. Neben dem Grün der Nadeln und der fuchsroten jungen Rinde sind Kiefernwälder vor allem wegen ihres würzigen Geruchs beliebt. Wenn die Wald-Kiefer nicht in Monokulturen in Reihen steht, sondern sich frei entwickeln darf, bildet sie außerdem sehr schöne Kronen aus. Sind die Wipfel ständigem Wind ausgesetzt, flachen sie allerdings einseitig ab. So genannte «Windflüchter» gibt es vor allem an der Küste und im Hochgebirge.

Der Baum des Jahres wird seit 1989 gekürt, um Aufmerksamkeit für die gewählte Art zu wecken. Die vergangenen Jahre waren der Sandbirke, der Esche, dem Wacholder, der Schwarz-Erle, der Weißtanne, der Rosskastanie und der Schwarztanne gewidmet.

http://www.baum-des-jahres.de/




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