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Aktuell
Delegiertenversammlung Waldwirtschaft Schweiz
Delegiertenversammlung Waldwirtschaft Schweiz: Nein zu "Rettet den Schweizer Wald", Ja zu Berufsbildungsfonds
Waldwirtschaft Schweiz, Pressemitteilung, 25.10.2006
Solothurn (ots) - Die Delegierten von Waldwirtschaft Schweiz haben
an ihrer heutigen Jahresversammlung in Solothurn die Verbandsposition
zur Volksinitiative "Rettet den Schweizer Wald" festgelegt. Sie
lehnten mit 32 zu 3 Stimmen (5 Enthaltungen) die Vorlage
grossmehrheitlich ab. Weiter wählten die Delegierten den Neuenburger
Ständerat Pierre Bonhôte in den Zentralvorstand und stimmten der
Schaffung eines Berufsbildungsfonds in der Waldwirtschaft zu.
Der Entscheid zur Volksinitiative "Rettet den Schweizer Wald" fiel
im Anschluss an eine Podiumsdiskussion, an der Pro- und
Contra-Vertreter aus Forstdienst- und Waldeigentümerkreisen ihre
Argumente haben darlegen können. Offensichtlich verfingen diejenigen
der Gegner bei den Delegierten mehr. Sie führten hauptsächlich
Befürchtungen über ein höhere Regulierungsdichte und eine zunehmende
Entmündigung der Waldeigentümer an. Die Annahme der Initiative hätte
schädliche Auswirkungen auf das Unternehmertum und die
Eigenverantwortung in der Waldwirtschaft.
Mit der Wahl des Neuenburger Ständerats Pierre Bonhôte in den
Zentralvorstand von Waldwirtschaft Schweiz ist ein vakanter
Westschweizer Sitz wieder besetzt. Pierre Bonhôte ist neben
Zentralpräsident und Nationalrat Max Binder der zweite
Bundesparlamentarier im Zentralvorstand. Er ist Präsident der
Schweizerischen Vereinigung für die AOC "Bois du Jura" und
Vizepräsident des Neuenburger Forstvereins. Während seiner
17-jährigen bisherigen Amtszeit als Grossrat im Kanton Neuenburg hat
er sich immer wieder für die vermehrte Verwendung des Rohstoffs Holz
eingesetzt.
Schliesslich stimmten die Delegierten einstimmig (3 Enthaltungen)
der Schaffung eines Berufsbildungsfonds in der Waldwirtschaft zu. Der
neuen Fonds wird vorläufig ein reiner Arbeitgeberfonds sein, getragen
von Waldwirtschaft Schweiz und dem Verband Schweizerischer
Forstunternehmungen (VSFU). Das Ziel eines paritätischen Fonds, der
gemeinsam von den Organisationen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer in
der Waldwirtschaft getragen wird, konnte noch nicht erreicht werden.
Trotzdem sind mit dem Entscheid der Delegierten die Voraussetzungen
zur Allgemeinverbindlichkeit des Fonds gegeben. Der Fonds soll per 1.
Januar 2008 operationell sein und Beiträge an die Aus- und
Weiterbildungskosten von Beschäftigten in der Waldwirtschaft
ausschütten.
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