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Aktuell

Bärenschutz

Bärencent für Bärenschutz

Bärenmarke und WWF kooperieren zugunsten der Braunbären in den Alpen

WWF Pressemitteilung, Frankfurt a. M./Thalfang, 08.11.2006

WWF und Bärenmarke setzen ihre im Frühjahr begonnene Kooperation fort. Für einen Zeitraum von rund vier Wochen fließt pro verkauftem Liter der Alpenfrischen Milch von Bärenmarke ab sofort ein Cent in das Bärenprojekt des WWF, weitere finanzielle Unterstützung für die nächsten Jahre ist vorgesehen. Bereits im Mai hatte sich Bärenmarke spontan bereit erklärt, mit einem geländegängigen Fahrzeug zu helfen, damit die Suche nach dem damals in Deutschland wandernden Braunbären JJ1 intensiviert werden konnte.

„Damit die Bären in den Alpen überleben können, ist es wichtig, dass sie konsequent und langfristig geschützt werden, wobei die Sicherheit des Menschen stets Vorrang hat. Deshalb ist auch unsere Kooperation mit dem WWF auf mehrere Jahre angelegt“, betont Andreas Schneider, Geschäftsführer der Allgäuer Alpenmilch GmbH.

Ziel des WWF ist es, den Bären in den Alpen dauerhaft eine Heimat zu geben. „Die Alpen bieten genügend Lebensraum für das Überleben der Braunbären. Die dauerhafte Bestandssicherung erfordert jedoch viel Informations- und Überzeugungsarbeit und flankierende Forschung“, unterstreicht Roland Melisch, Artenschutzexperte des WWF. Zurzeit leben in Österreich und in Italien je etwa 20 Tiere – zu wenige für eine gesunde, stabile und überlebensfähige Population. Durch die Unterstützung von Bärenmarke kann der WWF in Zukunft verstärkt Aufklärungsarbeit bei der Bevölkerung betreiben, Rückgangsursachen erkennen, geeignete Lebensräume miteinander verbinden, Jungtiere mit Sendern ausstatten und die Wanderbewegungen der Tiere dokumentieren.

Die durch das WWF-Bärenprojekt unterstützen Bärenanwälte beraten zum Beispiel Imker, Wanderer, Förster und Jäger über die Rückkehr der großen Raubtiere und zu Verhaltensregeln beim Zusammenleben mit Meister Petz. Zudem plant der WWF einige im Ötschergebiet in Österreich ansässige Tiere zu besendern, damit nachverfolgt werden kann, wohin sie wandern. Um die genauen Bestandsgrößen zu erfassen, werden außerdem Haar- und Losungsproben genetisch untersucht.

Zum WWF Bären-Schutzengel-Projekt


Zum Kinostart von „Jagdfieber“ am 9. November: Vom Kino in die Schule

WWF präsentiert einen begleitenden Unterrichtsleitfaden rund um den Lebensraum Wald

WWF Pressemitteilung, 6.11.06

Boog ist ein stattlicher Grizzly und Hauptdarsteller in „Jagdfieber“, dem ersten Animationsfilm aus dem Hause Sony Pictures. Der Grizzly-Bär macht eine ähnliche Erfahrung wie sein berühmter Vetter, der Braunbär JJ1, der im Sommer ganz Deutschland auf Trab hielt: Wildtiere gehören in den Wald und nicht ins Wohnzimmer. Der Held des neuen Animationsfilms, der am 9. November in die Kinos kommt, ist aufgrund der fürsorglichen Betreuung einer Tierfreundin zum Kuschelbärchen verkommen. Er sucht ähnlich wie JJ1 auf der Suche nach Nahrung instinktiv die Nähe der Menschen und gerät dabei unweigerlich in Gefahr. Doch mit der Zeit lernt Boog seinen natürlichen Lebensraum, den Wald, schätzen und erkennt ihn als sein wahres Zuhause an. Eine Lektion, die Braunbär JJ1 leider nicht mehr lernen konnte.

Lernen sollen nun vor allem die jungen Kinobesucher: Der WWF hat zu „Jagdfieber“ einen begleitenden Unterrichtsleitfaden erstellt, der sich an Schüler zwischen acht und 14 Jahren und deren Lehrer richtet. „Erst ins Kino und dann mit den Eindrücken dieses spannenden und unterhaltsamen Films direkt ins Klassenzimmer – das ist die Idee, die wir mit unseren Unterrichtsleitfäden verfolgen“, erklärt WWF-Projektleiterin Margret Mennenga. Sie hat auf 20 bunten Seiten umfangreiche Informationen rund um den Lebensraum Wald zusammengestellt und versucht durch die Anlehnung an „Jagdfieber“ Kinder gezielt für den Naturschutz zu begeistern. In dem aktuellen Leitfaden führen Boog und sein Kumpel Elliot, der tollpatschige Hirsch, anhand von Arbeitsbögen, Malvorlagen und Rätseln durch das Leben im Wald. Der WWF liefert vielfältige Themenvorschläge für den Unterricht: Welche Tiere leben eigentlich im Wald und wodurch sind sie bedroht? Was unterscheidet einen naturnahen Wald von einer Holzplantage? Wie kann man Wälder, zum Beispiel schon beim Einkaufen, schützen? Wie sieht es mit der Wiederansiedlung von Bären in den Alpen aus?

„Wir möchten den Kindern den Lebensraum Wald als das präsentieren, was er ist: ein einzigartiges Erholungsgebiet für die Menschen und die Heimat vieler Wildtiere, die zum Teil bereits vom Aussterben bedroht sind“, erläutert Margret Mennenga. „Die Kinder sollen auch wissen, dass überall auf der Welt riesige Wälder vor allem durch menschliche Eingriffe vernichtet werden. Und sie sollen erfahren, was getan werden kann, um Wälder als Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu erhalten.“

Eine gedruckte Version stellt der WWF kostenlos und bundesweit interessierten Lehrern zur Verfügung.




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