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Waldmuseum geplant

Wo der Wald aus dem Beamer kommt

Tann will das erste deutsche Waldmuseum bauen
Viel Multimedia-Technologie geplant


Von Tobias Farnung, Fuldaer Zeitung, 16.11.2006

TANN Einen weiteren Schritt nach vorne will die Stadt Tann bei ihrer Etablierung als Museumsstadt wagen. Wie Bürgermeister Markus Meysner (CDU) bekannt gab, existieren Pläne, das erste Deutsche Waldmuseum im restaurierten Dachgeschoss des Naturmuseums zu installieren.

„Wir haben gemeinsam mit dem Museumspädagogen Dr. Günther Knerr ein schlüssiges Konzept entwickelt. Sobald die Finanzierung gesichert ist, könnten wir mit dem Aufbau beginnen“, bestätigte Meysner die Pläne. Vorgestern Abend stellte Knerr sein Konzept in Tann vor.

Knerr ist in der Museumswelt kein Unbekannter – insgesamt 20 Jahre leitete er als Direktor das Deutsche Museum in München. Zudem plante er gemeinsam mit Sohn Fabian einige neue Museen in Deutschland.

In Tann sollen auf einer knapp 250 Quadratmetern umfassenden Ausstellungsfläche Informationen über den Wald und seine Entwicklung vermittelt werden.

„Vor allem die neue Multi-Media-Technologie soll genutzt werden, um die Menschen für das Museum zu begeistern“, berichtet Knerr. Unter anderem sollen an mehreren Punkten des Museums Bänke stehen. Auf diesen sitzen dann lebensgroße Figuren, die Mitarbeiter typischer Wald-Berufe darstellen und über ihre Tätigkeit erzählen. Weiterhin sollen Filme mit Projektoren ausgestrahlt werden, die Wissenswertes über den Wald berichten. Neben all dieser Technik wird es aber auch echte Pflanzen und Totholz im Waldmuseum zu sehen geben.

Die Gesamtkosten für das Projekt schätzt Knerr auf 425 000 Euro. „Diese Kosten können aber durchaus noch gesenkt werden. Hier sind noch keine Eigenleistungen oder mögliche Rabatte berücksichtigt“, sagt er.

Nachdem die Vorbereitungsphase seit dieser Woche abgeschlossen ist, könnte sofort mit dem Bau begonnen werden. „Aber solange die Finanzierung nicht gesichert ist, werden wir auch nichts beginnen“, sagt Meysner.

Das Stadtoberhaupt hofft, Leader-Plus-Mittel von der Europäischen Union zur Verfügung gestellt zu bekommen. Weiterhin möchten die Planer um Knerr private Sponsoren von ihrer Idee überzeugen und zu einer finanziellen Unterstützung des Vorhabens bewegen.




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