Aktuell


Warnung vor Beifuß-Ambrosie

Mittwoch 6. Dezember 2006, 13:12 Uhr

Experten warnen vor weiterer Verbreitung der Beifuß-Ambrosie

Braunschweig (ddp-nrd). Von der als Unkraut geltenden Beifuß-Ambrosie gehen nach Experteneinschätzung zunehmende gesundheitliche Gefahren aus. Die stark allergieauslösende Pflanze breite sich mittlerweile auch in Deutschland vermehrt aus, sagte Uwe Starfinger von der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft am Mittwoch in Braunschweig. Mit so genannten Pollenfallen seien in diesem Jahr bundesweit mehr Ambrosiapollen ausgemacht worden als noch im vergangenen Jahr.

Größere Bestände der Pflanze, die zur Ausbildung von Samen einen milden Herbst benötigt, seien vor allem in Süddeutschland und dort insbesondere an Autobahnen festgestellt worden. Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass die Ausbreitung auch mit der globalen Erwärmung zusammenhänge, sagte Starfinger.

Die hochallergene Wirkung der Beifuß-Ambrosie sei unter Experten unstrittig. Insbesondere werde durch sie «die Leidenszeit für Pollenallergiker verlängert», da der Pollenflug der Pflanze im August einsetze, wenn andere allergieauslösende Pollen schon nicht mehr in der Luft seien, sagte der Experte.

Mit einem Aktionsprogramm will die Biologische Bundesanstalt im kommenden Jahr verstärkt gegen die Beifuß-Ambrosie vorgehen. Wenn nichts unternommen werde, sei die weitere Verbreitung der Pflanze nicht zu stoppen, sagte Starfinger. Es gehe vor allem um Aufklärung und Mithilfe der Bevölkerung. Oft werde die Pflanze mit verunreinigtem Vogelfutter eingeschleppt und manchmal unwissentlich im Garten kultiviert.

In der Schweiz wurde das Unkraut per Gesetz inzwischen als unerwünschte Pflanze eingestuft, ist meldepflichtig und wird präventiv bekämpft. Auch in Ungarn und Frankreich gilt sie seit Jahren als ernsthaftes Problem.


» zurück

Aus der easy.wdss.de, gedruckt am: Do, 20.11.2008 © easy.wdss • Besuchen Sie die www.weitblick.net unter www.weitblick.netBildschirm-Version

< zurück | nach oben scrollen^