AktuellTrend: Gestohlene Weihnachtsbäume
10. Dezember, 2006 «Für viele ist das wie Mundraub»Berlin (ddp). Die Bescherung am Heiligabend geschieht immer öfter unter einem gestohlenen Christbaum. Die Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände, Ute Seeling, rechnet mit einer steigenden Zahl illegal geschlagener Bäume vor den Festtagen. Holzdiebstähle in den Forsten seien in den vergangenen anderthalb Jahren «sprunghaft» angestiegen, sagte sie in einem ddp-Interview. Genaue Zahlen fehlen zwar, laut Seelings Schätzung wurden im zurückliegenden Winter bundesweit aber Tausende von Tannen gestohlen. «Wir gehen davon aus, dass es weiter zunehmen wird», sagte sie.«Blanke Not» sei in den wenigsten Fällen das Motiv für den um sich greifenden Baumklau. Vielen «Baumräubern» fehle bei Diebstählen aus dem Wald das Unrechtsbewusstsein, kritisierte Seeling: «Für viele ist das wie Mundraub.» Zudem habe durch die Unsicherheit angesichts steigender Gaspreise die Menge der Brennholz-Sammler, und damit der allgemeine «Publikumsverkehr», in den Wäldern «unglaublich» zugenommen. Die Diebstähle werden laut Seeling meist nicht angezeigt, da es sich um ein Bagatellevergehen handele. Der Schaden für die Forstbesitzer sei auch weniger finanzieller Natur. Das unkontrollierte Schlagen von Bäumen bedeute vielmehr einen Schaden für den jeweiligen Bestand, der sich langfristig auswirke, warnte die Verbands-Geschäftsführerin. » zurück |
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