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Aktuell
Bayerns Waldbericht
Mittwoch, 5. Dezember, 13:48 Uhr
Bayerns Wälder haben sich etwas erholt
München (ddp-bay). Den bayerischen Wäldern geht es etwas besser als noch vor einem Jahr. Forstminister Josef Miller (CSU) sagte am Mittwoch bei der Vorstellung des Waldzustandsberichts in München, der durchschnittliche Nadel- und Blattverlust sei gegenüber dem Vorjahr um einen Prozentpunkt auf 21,7 Prozent zurückgegangen. Der Anteil der deutlich geschädigten Bäume, die mehr als ein Viertel ihrer Blätter oder Nadeln verloren haben, habe sich um fünf Prozentpunkte auf knapp 29 Prozent verringert. Miller zufolge leiden Bayerns Bäume jedoch immer noch unter den Nachwirkungen der Trockenschäden von 2003. Ihre Nadel- und Blattverluste lägen nach wie vor höher als vor dem damaligen Jahrhundertsommer. Für den Bericht 2007 wurden rund 8900 Bäume erfasst.
Am deutlichsten erholt haben sich Miller zufolge die Buchen. Deren Blattverlust habe seit dem Vorjahr um knapp fünf Prozentpunkte auf 22 Prozent, der Anteil der Bäume mit deutlichen Schäden um rund 18 Punkte auf 28 Prozent abgenommen. Am schlechtesten steht es hingegen um die Eiche. Bei dieser Baumart nahmen die mittleren Blattverluste gegenüber dem Vorjahr um einen Punkt auf 25 Prozent zu. Mit einem Anteil von 40 Prozent Bäumen mit deutlichen Schäden weist die Eiche die höchste Quote auf. Ihr folgt die Tanne mit rund 37 Prozent.
Die Schäden durch Borkenkäfer seien trotz eines extrem warmen Frühlings geringer ausgefallen als befürchtet, sagte Miller. Als Grund nannte er den regnerischen Sommer, der eine Massenvermehrung der Schädlinge deutlich bremste. Allerdings sei auch für 2008 in allen Regionen Bayerns Vorsicht geboten, da sich der Käferbestand weiter auf hohem Niveau befinde.
Für den Nadel- und Blattverlust der Bäume sind Miller zufolge auch weiter die Schadstoffe in der Luft verantwortlich. Die Belastung durch Schwefel habe abermals leicht abgenommen. Im Unterschied zum Schwefel seien die Stickstoffeinträge jedoch nach wie vor hoch. Dem Minister zufolge sind nachteilige Auswirkungen auf die Sickerwasserqualität durch Nitratbelastung daher nicht auszuschließen.
Im aktuellen Waldzustandsbericht wurde ein Schwerpunkt auf die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald und die Forstwirtschaft gelegt. Die Experten sind sich laut Miller einig, dass besonders Regionen betroffen sein werden, die bereits bisher durch Trockenheit, geringe Sommerniederschläge und niedrige Wasserspeicherkapazität der Böden sowie höhe Anteile der flach wurzelnden Fichten geprägt sind.
«Wir müssen gefährdete Bestände systematisch und vorausschauend in stabile, klimatolerante Mischwälder umbauen», forderte der CSU-Politiker. Im Rahmen des «Klimaprogramms Bayern 2020» würden in den kommenden vier Jahren zusätzlich 15 Millionen Euro für den Waldumbau und 7,5 Millionen Euro zusätzlich für Schutzmaßnahmen im Bergwald zur Verfügung gestellt.
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