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Aktuell

Update US-Waldbrände (6)

10. Juli, 2008

14.000 Menschen vor Bränden in Kalifornien auf der Flucht

Los Angeles (AFP) - Mehr als 14.000 Menschen haben die Flucht vor den verheerenden Waldbränden im US-Bundesstaat Kalifornien ergriffen. Mehr als die Hälfte der 27.000 Bewohner der Stadt Paradise im Norden Kaliforniens mussten nach Behördenangaben in Sicherheit gebracht werden, nachdem die Flammen die Feuer-Sicherheitskorridore in einem Vorort übersprangen hatten. Binnen weniger Stunden brannten fast 40 Wohnhäuser und mehrere Nebengebäude nieder.

Während der 19.800 Hektar große Waldbrand bei Paradise weiter wütete, bereiteten sich Feuerwehrleute auf eine weitere Zuspitzung der Lage durch steigende Temperaturen vor: "Wir halten im wahrsten Sinne des Wortes den Atem an", sagte ein Feuerwehrsprecher auf CNN. Das Feuer bei Paradise ist einer von 323 Waldbränden, die derzeit in Kalifornien lodern. Seit 20. Juni waren in dem Bundesstaat fast 1800 Waldbrände ausgebrochen, die meisten davon wurden durch Blitzeinschläge im knochentrockenen Unterholz ausgelöst worden. 1458 Brände konnte die Feuerwehr nach eigenen Angaben bisher löschen. 18.900 Feuwehrleute sind weiter im Einsatz.

Bislang gingen in Kalifornien rund 273.000 Hektar Land in Flammen auf. Damit ist es eine der bisher schlimmsten Waldbrandserien, die der Bundesstaat je erlebt hat. 96 Wohnhäuser brannten nieder. Todesopfer gab es bislang nicht. Im vergangenen Jahr waren bei Waldbränden in Kalifornien acht Menschen ums Leben gekommen, 2000 Häuser wurden zerstört und 210.000 Hektar Land verbrannten.

In einem Hilferuf an die Regierung in Washington forderte die kalifornische Senatorin Diane Feinstein 910 Millionen Dollar (580 Millionen Euro) Bundesmittel zur Katastrophenhilfe. Die Lage in dem Bundesstaat sei "explosiv", warnte sie. Weitere extreme Hilfewellen und Gewitter mit Blitzen würden erwartet, "und der Staat ist weiter trocken wie Zunder".


Mittwoch, 9. Juli, 10:11 Uhr

Feuer in Kalifornien zerstört 40 Häuser

San Francisco (dpa) - Weitere Zerstörung durch Buschbrände in Kalifornien: Mindestens 40 Wohnhäuser sind am Dienstag durch ein Feuer rund 150 Kilometer nördlich der Hauptstadt Sacramento in Schutt und Asche gelegt worden.

Wie die «Los Angeles Times» am Mittwoch berichtete, ergriffen mehr als Tausend Menschen in der Ortschaft Concow die Flucht. Die Feuerwehr hatte rasche Evakuierungen angeordnet.

Gute Nachricht gab es dagegen für die Bewohner des kalifornischen Küstenortes Big Sur. Eine Woche nachdem die Feuerwehr das Gebiet geräumt hatte, durften die ersten Anwohner am Dienstag in ihre Häuser zurückkehren. «Wir haben sehr, sehr viel Glück gehabt», sagte Charles Whittington, der sein Haus unbeschadet vorfand. Allerdings hätten die Flammen einige Bäume in seinem Garten vernichtet, erzählte er dem «San Francisco Chronicle». Das vor mehr als zwei Wochen durch Blitzschlag ausgelöste Feuer war am Dienstag zu 23 Prozent eingedämmt. Der Küstenhighway 1, der auf halbem Weg zwischen Los Angeles und San Francisco durch Big Sur führt, war weiterhin für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Trotz einer Hitzewelle mit ungewöhnlicher trockener Luft und Temperaturen von weit über 30 Grad Celsius meldeten auch die Löschteams nahe Santa Barbara weitere Erfolge. Das dortige Feuer war nun zu 50 Prozent unter Kontrolle. Nur 275 Häuser in einem akut bedrohten Gebiet durften noch nicht wieder bezogen werden.

Nach Angaben der Behörden brannte es am Dienstag in dem Westküstenstaat noch an über 300 Stellen. Ein Heer von rund 20 000 Helfern kämpfte mit 97 Hubschraubern und 1400 Löschzügen gegen die Brände. Die vorläufige Bilanz der langwierigen Feuerkatastrophe: mehr als 80 abgebrannte Wohnhäuser und 2500 Quadratkilometer geschwärztes Land, mehr als die doppelte Fläche Berlins.


8. Juli, 2008

Sorge um kalifornische Kondore

San Francisco (dpa) - Ein Heer von Feuerwehrleuten macht weiter Fortschritte im Kampf gegen die verheerenden Wald- und Buschbrände in Kalifornien. Das vor mehr als zwei Wochen ausgebrochene Feuer im Küstenort Big Sur ist nun zu knapp 20 Prozent unter Kontrolle.

Ein Flammenmeer nahe Santa Barbara, das zeitweise tausende Anwohner in die Flucht geschlagen hatte, war am Montagabend (Ortszeit) zu 35 Prozent eingedämmt.

Nach Angaben der "Los Angeles Times" waren die Löschteams mit einer Armee von Helikoptern und Löschflugzeugen, darunter ein riesiges kanadisches Flugboot (Martin Mars), in die Offensive gegangen.

Die Sorge, dass eine neue Hitzewelle die schwelenden Brände wieder anfachen könnte, hatte den Großangriff in Gang gesetzt. Nach der Wettervorhersage sollten die Temperaturen Mitte der Woche auf weit über 30 Grad klettern.

Zudem drohten heftige Winde, die Arbeit der mehr als 20.000 Brandbekämpfer erheblich zu erschweren. Viele Helfer müssen seit Tagen mit wenigen Stunden Schlaf auskommen.

"Bis jetzt halten sie noch gut durch", lobte Feuerwehrchef Wally Bennett die Einsatzteams. "Aber wir machen uns langfristig große Sorgen, weil die Feuersaison in Kalifornien so früh begonnen hat und noch lange andauern wird", sagte er der "Los Angeles Times".

Biologen sorgten sich unterdessen um das Schicksal der seltenen Kondore, die im Rahmen eines Auswilderungsprogramms in den letzten Jahren im Raum Big Sur ausgesetzt worden waren.

"Wir wissen nichts über ihren Zustand, aber es ist anzunehmen, dass vor allem die jungen Vögel ums Überleben kämpfen", sagte der Biologe Kelly Sorenson der Zeitung. Mehr als 40 ausgewachsene Kondore, die einst vom Aussterben bedroht waren, leben in der Region. Der Kalifornische Kondor ist mit einer Flügelspannweite von fast drei Metern der größte Vogel Nordamerikas.

In dem Westküstenstaat wurden am Montag noch 25 größere Wald- und Buschbrände gezählt. Seit den Blitzeinschlägen vor zwei Wochen, die mehr als 1700 Brände ausgelöst hatten, sind in Kalifornien mehr als 2000 Quadratkilometer - das ist mehr als die doppelte Fläche Berlins - und 34 Häuser vernichtet worden.


8. Juli, 2008

Neue Waldbrände im Norden Kaliforniens

Gute Nachricht für die Einwohner des kalifornischen Küstenortes Big Sur: Eine Woche nachdem die Feuerwehr das Gebiet evakuiert hatte, durften die ersten Anwohner am Dienstag in ihre Häuser zurückkehren. «Wir haben sehr, sehr viel Glück gehabt», sagte Charles Whittington, der sein Haus unbeschadet vorfand. Allerdings hätten die Flammen einige Bäume in seinem Garten vernichtet, erzählte er dem «San Francisco Chronicle». Das vor mehr als zwei Wochen durch Blitzschlag ausgelöste Feuer war am Dienstag zu 23 Prozent eingedämmt. Der Küstenhighway 1, der auf halbem Weg zwischen Los Angeles und San Francisco durch Big Sur führt, war weiterhin für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Trotz einer Hitzewelle mit ungewöhnlicher trockener Luft und Temperaturen von weit über 30 Grad Celsius meldeten auch die Löschteams nahe Santa Barbara weitere Erfolge. Das dortige Feuer war nun zu 50 Prozent unter Kontrolle. Nur 275 Häuser in einem akut bedrohten Gebiet durften noch nicht wieder bezogen werden.

Doch in anderen Gebieten Kaliforniens loderten neue Feuer auf. Nördlich der Landeshauptstadt Sacramento kam ein Buschfeuer bedrohlich nah an die Ortschaft Concow heran.

Nach Angaben der Behörden brannte es am Dienstag in dem Westküstenstaat noch an über 300 Stellen. Ein Heer von rund 20’000 Helfern kämpfte mit 97 Helikoptern und 1400 Löschzügen gegen die Brände an.Die vorläufige Bilanz der langwierigen Feuerkatastrophe: 40 abgebrannte Wohnhäuser und 2500 Quadratkilometer geschwärztes Land.







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