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Aktuell
Angeblicher Bigfoot-Fund (erweitert)
«Bigfoot» ist ein Gorillakostüm
Es war doch nur ein Schwindel: Der angeblich im US-Bundesstaat Georgia gefundene Affenmensch entpuppte sich beim Auftauen als Gorillakostüm.
20 Minuten, 20.8.08
Letzten Freitag sorgten der Polizist Matt Whitton und der Gefängnisaufseher Rick Dyer an einer Pressekonferenz für Schlagzeilen. Beim Wandern im Bundesstaat Georgia hätten sie die Leiche eines 2,13 Meter grossen «Bigfoot» gefunden. Der sagenumwobene Affenmensch ist eine Art amerikanische Version des Ungeheuers von Loch Ness. Schon oft wurde er «gesichtet», einen Beweis für seine Existenz aber gibt es nicht.
Entsprechend gross war die Skepsis über den angeblichen Fund, zumal sich einige «Beweise» als gefälscht erwiesen. Ein als Zeuge befragter «Wissenschaftler» etwa entpuppte sich als Dyers Bruder. Beim Auftauen des in Eis eingelegten «Bigfoot» kam die Wahrheit ans Licht, wie US-Medien berichten. Als die Füsse eisfrei waren, zeigte es sich, dass sie aus Gummi waren, und schliesslich entpuppte sich die ganze «Leiche» als Gorillakostüm.
Damit bestätigte sich, was Kritiker bereits anhand der vorgelegten Fotos vermutet hatten. Whitton und Dyer haben den Schwindel inzwischen zugegeben. Verdächtig gemacht hatten sie sich bereits am Montag, als sie nicht wie verabredet in einer Sendung von CNN auftraten. Nun muss sich Polizist Whitton offenbar einen neuen Job suchen.
«Montauk-Monster» ein Filmgag?
Auch das Rätsel um ein weiteres Sauergurken-Monster in den USA könnte gelöst sein. Ende Juli wurde am Strand bei Montauk im Staat New York ein ebenso mysteriöser wie hässlicher Kadaver angeschwemmt, der keiner Tierart zugeordnet werden konnte. Nun behaupten Blogger im Internet, es handle sich um einen Werbegag für einen Film, der in der Nähe des Fundorts gedreht werde. Beweise dafür gibt es nicht, und andere behaupten, es handle sich um einen Photoshop-Scherz. Denn wo sich der vermeintliche Kadaver befindet, ist unklar.
(pbl)
16. August, 2008
Angebliche «Bigfoot»-Leiche in der Kühltruhe
San Francisco (dpa) - Zwei Amerikaner wollen in einem Wald im US-Bundesstaat Georgia einen toten «Bigfoot» - einen der sagenumwobenen Waldmenschen - gefunden haben. Sie gaben dazu eine Pressekonferenz.
Dabei präsentierten sie im kalifornischen Palo Alto am Freitag zwei unscharfe Fotos. Auf einem sollte der Kopf der Kreatur zu sehen sein, berichtete der Sender «Discovery Channel». Weitere angekündigte «Beweise» legten Matt Whitton (31), Rick Dyer (28) und der selbst ernannte «Bigfoot»-Spezialist Tom Biscardi aber nicht vor.
Laut Whitton und Dyer wiegt der behaarte Riese über 230 Kilogramm. Bei einer Wanderung in einem abgelegenen Waldgebiet hätten sie die tote Kreatur im Juni an einem Fluss gefunden. Auch drei lebende Exemplare seien ihnen über den Weg gelaufen. Der Kadaver lagere an einem geheimen Ort in einer Tiefkühltruhe. Sie wollten die «bedrohte Art» schützen und später mit einem Forscherteam DNA-Beweise erbringen. Fotos kursieren bereits im Internet.
Zahlreiche Wissenschaftler meldeten prompt Bedenken an. «Was sie auf dem Foto als "Bigfoot" bezeichnen, sieht nicht natürlich aus», sagte der Anatomie-Professor Jeffrey Meldrum dem «Discovery Channel». Er verwies auf eine «auffallende» Ähnlichkeit mit Affenkostümen, wie sie jedermann kaufen könne.
Immer wieder sorgen angebliche Sichtungen des behaarten Monsters für Schlagzeilen. 1958 hatte ein Waldarbeiter in Nordkalifornien Riesenspuren entdeckt. Eine Lokalzeitung berichtete daraufhin über den «Bigfoot», der wie das Ungeheuer von Loch Ness und der Schneemensch Yeti die Fantasie von Menschen in aller Welt beflügelte. 1967 machte der Amerikaner Roger Patterson mit «Filmaufnahmen» von der Kreatur Furore, die er in Nordkalifornien aufgenommen haben will.
2002 flog nach dem Tod des Amerikaners Ray Wallace ein großer «Bigfoot»-Schwindel auf. Sein Vater habe Monsterspuren mit einer selbst geschnitzten Schablone gelegt, gestand Sohn Michael Wallace. Er habe auch unscharfe Fotos und Tonaufnahmen mit angeblichen Geräuschen der Kreatur angefertigt. Wallace habe Helfer gehabt, die für die Fotos einen Zottelpelz anzogen.
Zahlreiche Menschen, darunter auch Wissenschaftler, sind aber weiterhin von der Existenz eines unbekannten Primaten in den Wäldern des amerikanischen Nordens überzeugt. Auch in Indianer-Legenden gibt es einen Waldmenschen. Er heißt jedoch nicht «Bigfoot», sondern Sasquatch.
16. August, 2008
Bigfoot oder großer Schwindel?
Palo Alto/USA (RPO). Sie haben eine haarige Leiche in der Gefriertruhe und sind davon überzeugt, dass es sich um ein Exemplar des sagenumwobenen "Bigfoot", eines mehr als zwei Meter großen Affenmenschen handelt: Matt Whitton und Rick Dyer. In Videos auf dem Onlineportal YouTube und auf ihrer Webseite haben sie ihren Fund publik gemacht, auf einer Pressekonferenz in Palo Alto wollten sie am Freitag dafür auch wissenschaftliche Beweise liefern.
Whitton, ein aus gesundheitlichen Gründen beurlaubter Polizist, und Dyer, ein ehemaliger Gefängnisaufseher, wollen "Bigfoot" im Norden des US-Staats Georgia entdeckt haben. Legenden über Affenmenschen gibt es in Amerika und Asien seit Jahrhunderten, nur einen eindeutigen Beweis für die Existenz solcher Wesen gibt es bislang nicht. Die Suche nach "Bigfoot" ist für manche Leute eine Art exzentrisches Hobby, das sie sich auch was kosten lassen: Whitton und Dyer bieten "Bigfoot"-Wochenendexpeditionen für 499 Dollar (340 Euro) in Georgia an. Und sie hätten nichts dagegen, mit ihrem tiefgefrorenen Fund ein paar Extradollar zu verdienen, sagen sie selbst.
Zu ihrer Pressekonferenz über ihre Anfang Juli bekannt gemachte Entdeckung waren mehrere hundert Journalisten und andere Neugierige erschienen, darunter einer im Chewbacca-Kostüm. Unterstützt wurden die beiden von Tom Biscardi, Chef einer Gruppe, die sich Searching for Bigfoot nennt und von anderen "Bigfoot"-Fahndern als unseriös abgetan wird.
Technisches Problem bei DNA-Analyse
Das wichtigste Beweisstück, eine E-Mail eines Wissenschaftlers, der im Auftrag der drei eine DNA-Analyse von Haarproben der Leiche erstellt haben soll, ließ aber entscheidende Fragen offen. Von den drei Proben stamme eine von einem Menschen und eine weitere von einem Opossum. Die dritte habe wegen technischer Probleme nicht analysiert werden können, schrieb der Wissenschaftler aus Minnesota.
Ein "Bigfoot"-Forscher, der Anthropologe von der Idaho State University Jeffrey Meldrum, bezeichnete die Behauptungen des Trios als "nicht sehr überzeugend". Das auf deren Webseite gezeigte Foto sehe sehr nach "einem Kostüm mit künstlichen Eingeweiden aus", sagte er dem Magazin "Scietific American".
Zudem gibt es von Whitton und Dyer drei unterschiedliche Darstellungen darüber, wie sie die sterblichen Überreste des Affenmenschen gefunden haben wollen. In den ersten Videos wurde "Bigfoot" von einem Exverbrecher angeschossen und die beiden Männer verfolgten ihn in den Wald. In einer zweiten Version haben sie gleich eine ganze "Bigfoot"-Familie in den Bergen des nördlichen Georgias gefunden. Und in der dritten Version stolperten sie bei einer Wanderung über die "Bigfoot"-Leiche mit offenen Wunden.
In einem weiteren Youtube-Video zeigen sie sich im Gespräch mit einem Mann, den sie als Wissenschaftler bezeichnen. Anfang dieser Woche räumten sie ein, dass es sich um Dyers Bruder handelt. Dyer erklärte, sie hätten einfach Spaß gehabt. Auf die Frage, wer ihnen denn bei so viel Albernheiten noch glauben solle, sagte Dyer, die Skeptiker seien doch nur neidisch. "Sie haben keine andere Wahl, als uns zu glauben. Wir haben eine Leiche", sagte er.
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