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Aktuell
Waldbrände in Kalifornien (2)
16. Oktober, 2008
Feuerwehren bekommen Brände in Kalifornien langsam unter Kontrolle
(sda) - Die Feuerwehr im US-Bundesstaat Kalifornien bekommt die Waldbrände nördlich von Los Angeles offenbar langsam unter Kontrolle. Die heftigen Winde, die die Brände seit Sonntag angefacht hatten, flauten ab.
Der grösste Brandherd nahe Porter Ranch ist nach Angaben des Feuerwehr fast gelöscht. Dort wurden mindestens 15 Häuser zerstört. Die Behörden gingen davon aus, dass alle Brände bis zum Wochenende gelöscht sein könnten.
Eine umgestürzte Hochspannungsleitung soll eines der beiden Feuer nördlich von Los Angeles verursacht habe, berichtete die "Los Angeles Times". Ein Funke soll trockenes Unterholz in Brand gesetzt haben, ergaben die Ermittlungen der Feuerwehr.
Gouverneur Arnold Schwarzenegger versprach bei einem Besuch der Brandgebiete, dass trotz der Finanzkrise in dem Westküstenstaat keine Ausgaben gescheut werden. "Wir sehen es als Top-Priorität an, diese Feuer zu löschen", sagte Schwarzenegger.
Nach vorläufiger Schadensbilanz brannten gegen 50 Gebäude, darunter viele Wohnhäuser, total aus. Eine Wohnwagensiedlung wurde vernichtet. Zwei Menschen, ein Autofahrer und ein obdachloser Mann, kamen ums Leben. Mehr als 72 Quadratkilometer Land brannten ab.
Der zuständige Feuerwehrchef Sam Padilla erklärte unterdessen, die Brände seien durch eine herunterfallende elektrische Leitung entfacht worden.
16. Oktober, 2008
Waldbrände gefährlich nahe an Siedlungen um Los Angeles
Los Angeles (AP) Waldbrände haben sich gefährlich nahe an mehrere Siedlungen in der Nähe von Los Angeles herangefressen. Unablässig kämpften die Feuerwehrleute gegen das Flammenmeer, um Häuser vor dem heranrückenden Feuer zu schützen. Hubschrauber warfen aus der Luft Wasserladungen über den Brand ab, der im San-Fernando-Tal inzwischen 52 Quadratkilometer bedeckt. Ein leichtes Nachlassen des gefürchteten Santa-Ana-Windes ließ die Einsatzkräfte am Mittwoch Hoffnung schöpfen, doch für eine Entwarnung war es ihrer Ansicht nach zu früh.
«Das Potenzial für starke Winde ist da», erklärte der Feuerwehrsprecher des Bezirkes Ventura, Tom Kruschke. «Wir müssen abwarten, was Mutter Natur für uns bereit hält.»
Bislang gingen in Kalifornien mehr als 88 Quadratkilometer Wald und Buschland in Flammen auf. Dutzende Häuser wurden zerstört, tausende Menschen mussten fliehen. Zwei Menschen kamen ums Leben. Derzeit toben drei große Brände in Südkalifornien.
Das Feuer zog angefacht vom Santa-Ana-Wind vom San Fernando Valley in westlicher Richtung weiter und näherte sich dem Bezirk Ventura und bedrohte Häuser im Simi Valley. Etwa 16 Kilometer von der Gemeinde Porter Ranch im San-Fernando-Tal entfernt konnte die Feuerwehr Erfolge vermelden. Ein Brand im Nordosten des Gebiets wurde zu 80 Prozent unter Kontrolle gebracht. Viele Menschen konnten in ihre Häuser zurückkehren. Allerdings wurden 38 Mobilheime zerstört.
Bürgermeister Antonio Villaraigosa sagte, einige Menschen blickten in eine unsichere Zukunft. «Viele wissen immer noch nicht, wann sie nach Hause zurückkehren dürfen», erklärte der Bürgermeister auf einer Pressekonferenz.
Im Bezirk San Diego brachten die Einsatzkräfte einen Brand, der sich auf dem Marinestützpunkt Camp Pendleton auf 1.600 Hektar ausgedehnt hatte, zu 60 Prozent unter Kontrolle. Die meisten Bewohner des Stützpunktes und des nahe gelegenen Oceanside konnten in ihre Häuser zurückkehren.
Der erste Santa-Ana-Wind, der in jedem Herbst mit Böen die Waldbrandgefahr erhöht, war am Wochenende aufgetreten. Meteorologen erklärten, der Wind werde in den kommenden Tagen nachlassen. Die Warnungen vor Waldbränden sollten jedoch bis Mittwochabend in Kraft bleiben.
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