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Aktuell
Robin Wood-Aktion zu Kanada
Donnerstag, 7. August 2003
Shell verhindert Wildnisschutz in Kanada
Bei dem Energiekonzern stapeln sich Protestbriefe gegen zerstörerische Gasförderung
Der Shell-Konzern weitet zurzeit seine Gasförderung in der Castle Wilderness, einem ökologisch höchst wertvollen Wildnisgebiet am Rande der kanadischen Rocky Mountains, aus. Deshalb haben AktivistInnen der
Umweltschutzorganisation ROBIN WOOD heute Vormittag vor dem Hamburger Sitz von Shell Deutschland demonstriert und dabei über 2.000 Protestbriefe an Shell überreicht. Darin wird das Unternehmen aufgefordert, sich aus diesem ökologisch sensiblen Gebiet zurückzuziehen.
Kanadische Naturschutzorganisationen kämpfen seit langem dafür, dass die Castle Wilderness unter gesetzlichen Schutz gestellt wird. Denn das Gebiet ist wegen seiner großen Artenvielfalt ökologisch wichtig und als Wanderungskorridor für die Grizzly-Bären in den USA und in Kanada nicht zu ersetzen. Trotzdem hat Shell im Laufe der Jahre über 50 Gas-Förderstellen dort aufgebaut und die Landschaft mit Pipelines, Transportstraßen, Sprengschneisen und Gasaufbereitungsanlagen zerschnitten.
"Wir erwarten, dass sich Shell aus dieser Landschaft endlich zurückzieht", sagt Rudolf Fenner, Waldreferent bei ROBIN WOOD, "doch genau das Gegenteil ist der Fall." Allein in diesem Jahr will Shell Canada rund 5.000 neue Erkundungssprengungen - teilweise sogar in der höchst empfindlichen Schutzzone 1 - durchführen, um die Gasförderung künftig noch zu steigern. "Über 2.000 Protestbriefe an den Konzern innerhalb einer Woche nach unserem Aufruf belegen", so Fenner, "wie sehr das Vorgehen von Shell auch die Menschen in Deutschland empört."
ROBIN WOOD unterstützt mit seinen Aktivitäten in Deutschland den Protest in den USA und in Kanada, der u.a. von den Organisationen Sierra Club, Natural Resources Defence Council (NRDC) und Canadian Parks and Wilderness Society (CPAWS) getragen wird.
Quelle/Text: Robin Wood e.V.
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