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Schlag gegen Nepals Kommunalwälder

Schlag gegen Nepals Kommunalwälder

13.8.03 - In Nepal gibt es ein weitverbreitetes Netz von kommunal verwalteten Wäldern. Dieses ist jetzt durch eine Entscheidung der Regierung bedroht, ihre Geldnot durch eine 40% Steuer auf alle Einkünfte aus diesen Wäldern zu erheben. "Wir haben über 74% der Wälder an die Kommunen gegeben, da ist es natürlich, einen Anteil an deren Profiten zu erwarten," meinte ein Vertreter des Forstministeriums. Kommunen, Umweltschützer und Geberländer laufen gegen diese Entscheidung Sturm und versuchen sie wieder rückgängig zu machen.

Wälder liefern 81% des Brennstoffs und 50% des Viehfutters. In den 8 Jahren des Aufstandes von Maoistischen Rebellen wurden zwar oft staatliche Forsteinrichtungen wie auch andere staatliche Infrastruktur systematisch zerstört, die Kommunalwälder blieben aber meist verschont, wurden auch gut von der lokalen Bevölkerung bewacht. Seit 1981 wurden 1,06 Mio. ha Waldland an 12673 Kommunalwaldnutzergruppen mit 1,4 Mio. Haushalten verteilt. Nach staatlichen Angaben sollen 6 von 23 Mio. Nepalesen von diesem Programm profitiert haben, das u.a. von den USA, Deutschland, England, Australien und Dänemark unterstützt wird. Die Kommunen verwenden bereits 25% der Einnahmen für Aufforstungen und den Waldschutz, der im Himalaya gleichzeitig auch Schutz vor Erdrutschen ist. Weitere 40% Abgaben würden die Kommunen überfordern und die Waldschutzprogramme gefährden.

Quelle: One World South Asia


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