AktuellNeue Sibirien-Pipelines
Noch immer keine Einigung über Pipeline zwischen Russland und ChinaMittwoch 24. September 2003, 11:37 UhrPEKING (dpa-AFX) - Das Tauziehen um die geplante Öl-Pipeline zwischen Russland und China hält an. Angesichts des stark steigenden Ölbedarfs in der Volksrepublik sicherte Russlands Ministerpräsident Michail Kasjanow am Mittwoch seinem Amtskollegen Wen Jiabao in Peking zwar zu, mehr Öl liefern und auch eine Pipeline bauen zu wollen. Über die Route herrscht aber weiter Unklarheit. Nach zwei konkurrierenden Konzepten soll die Pipeline entweder von Angarsk in Sibirien nach Daqing in Nordostchina oder weiter nördlich an Russlands Pazifikküste nahe Japan mit lediglich einem Ableger nach China gebaut werden. Russische Kreise erläuterten, dass darüber frühestens in drei bis vier Monaten entschieden werde. Japan und China umwerben Russland gleichermaßen intensiv. Mit der ursprünglich avisierten Fertigstellung der Pipeline nach China bis 2005 wurde inzwischen nicht mehr gerechnet. Kasjanow sicherte nach diesen Informationen zu, 2004 und 2005 die Öllieferungen nach China mit der Bahn zu erhöhen. Chinas Rohölimporte sind im vergangenen Jahr um 15 Prozent gegenüber 2001 gestiegen und dürften in diesem Jahr mit der rasanten Steigerung der Autokäufe und des Bruttoinlandsprodukts einen Rekord erreichen. "Sowohl Russland als auch China haben ihre Bereitschaft erklärt, an den bereits getroffenen Vereinbarungen und eingegangenen Verpflichtungen festzuhalten", zitierte die Nachrichtenagentur Nowosti den chinesischen Regierungschef lediglich. Die China Petroleum and Natural Gas Group hatte im Mai mit dem russischen Ölunternehmen Yukos ein Rahmenabkommen über den Bau einer Pipeline direkt nach Daqing und Öllieferungen über 25 Jahre getroffen. Im Juni hatte Russlands Präsident Wladimir Putin aber das Geschäft in Frage gestellt und deutlich gemacht, dass er eine Pipeline zum russischen Pazifikhafen Nakhodka bevorzuge, um mehr Märkte in der asiatisch-pazifischen Region bedienen zu können. Die Wirtschaftlichkeit einer solchen längeren Pipeline wird jetzt weiter untersucht. Russland ist der zweitgrößte Ölproduzent der Welt./lw/DP/sk USA wollen mehr Öl und Gas aus Russland importierenMittwoch 24. September 2003, 06:17 UhrSankt Petersburg (vwd) - Die USA wollen mehr Öl und Erdgas aus Russland importieren. US-Handelsminister Donald Evans und sein russischer Kollege German Gref beschlossen dazu am Dienstag auf dem zweiten Energie-Gipfel beider Länder in Sankt Petersburg die verstärkte Zusammenarbeit im Energiesektor. Voraussetzung dafür ist Evans zufolge jedoch der Bau einer Rohrleitung von Sibirien bis nach Murmansk im hohen Norden Russlands, von wo aus Öl auf den US-Markt transportiert werden könnte. Russland hat dem Vorhaben bislang noch nicht offiziell zugestimmt. Beide Seiten einigten sich laut einer Erklärung auf die Abhaltung eines dritten Energie-Gipfels in den USA im kommenden Jahr. Das erste Treffen hatte im vergangenen Oktober in Houston (Texas) stattgefunden. Experten betrachten die Kooperation beider Länder im Ölsektor als Versuch Washingtons, sich aus der Abhängigkeit der Nahost-Produzenten zu lösen. Der US-Ölverbrauch liegt Handelsminister Evans zufolge derzeit bei täglich 20 Mio Barrel. Etwa 60 Prozent davon werden demnach eingeführt. Russland kommt bei den US-Ölimporten bislang gerade auf einen Marktanteil von vier Prozent. Grund ist unter anderem, dass die russischen Ölhäfen nicht von US-Tankern angelaufen werden können. Royal Dutch/Shell will über 1 Mrd Dollar in Sibirien investierenDienstag 16. September 2003, 11:09 UhrLONDON (dpa-AFX) - Der Ölkonzern Royal Dutch/Shell will mehr als eine Milliarde Dollar für die Erschließung der Salym-Ölfelder im Westen Sibiriens investieren. Neben Royal Dutch/Shell habe auch der Vorstand von Salym Petroleum Development NV (SPD) das Budget genehmigt, teilte der Konzern am Dienstag in London mit. SPD ist ein Gemeinschaftsunternehmen, an dem Royal Dutch und OAO Evikhon je 50 Prozent halten. SPD besitzt alle Förderlizenzen der drei Salym-Felder. In West-Salym, wo etwa 80 Prozent der Ölreserven der Salym-Region liegen, werde voraussichtlich Ende 2005 mit der Produktion begonnen. Bis 2009 sollen hier rund 120.000 Barrel Öl pro Tag gefördert werden./FX/she/sk » zurück |
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