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Aktuell
Montags-Update Kalifornien
Montag 27. Oktober 2003, 08:05 Uhr
Waldbrände in Kalifornien breiten sich aus
Los Angeles (dpa) - Die verheerenden Waldbrände in
Südkalifornien breiten sich immer weiter aus. Bis zum
Sonntagabend (Ortszeit) sind nach US-Medienberichten
mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Die von
starken Winden angetriebenen Flammen sollen jetzt über
100 000 Hektar Land verkohlt haben.
In der Nacht zum Montag berichteten lokale Radiosender
von 850 zerstörten Häusern. Der amtierende Gouverneur Gray Davis ließ in weiten
Teilen Südkaliforniens den Notstand ausrufen. «Dies sind die schwersten Brände in
Kalifornien seit zehn Jahren», sagte Davis. Die Flammen schlugen Zehntausende in
die Flucht. Viele Anwohner hatten nur wenige Minuten Zeit, um die wichtigsten
Dinge einzupacken. Ganze Ortschaften wurden evakuiert.
Über 4000 Feuerwehrleute kämpfen gegen die schnell um sich greifenden Flammen
an. Heiße Wüstenwinde und extrem trockenes Unterholz werden für die
Katastrophe mit verantwortlich gemacht. Die Flammen würden von heißen so
genannten «Teufelswinden» immer wieder angefacht und auf die östlichen Vororte
von Los Angeles zugetrieben, hieß es in Medienberichten.
Mit einem Abflauen der Winde sei frühestens am Montagabend zu rechnen. Eine
Flammenwand war am Sonntag nur noch rund 60 Kilometer vom Stadtzentrum von Los Angeles entfernt. Die Polizei
geht von Brandstiftung als Ursache einiger Feuer aus. Unter anderem soll ein Jäger, der sich verirrt hatte, ein Feuer
gelegt haben, um so gefunden zu werden.
Montag 27. Oktober 2003, 04:44 Uhr
13 Menschen sterben bei Waldbränden in Kalifornien
San Bernardino/USA (AP) Die verheerenden Waldbrände im Süden
Kaliforniens haben sich am Sonntag weiter ausgebreitet und 13
Menschen das Leben gekostet, wie die Behörden mitteilten. Bis
zum Abend fielen mehr als 650 Häuser den Flammen zum Opfer.
Rund 100 Hektar Land brannten nieder. Angesichts scharfer
Winder kämpften tausende Feuerwehrleute verzweifelt gegen
immer neue Brandherde.
Das größte Feuer in der Provinz San Diego kostete zehn
Menschen das Leben, wie Scheriff Bill Kolender bekannt gab. Eine
Person sei tot in einem Wohnwagen gefunden worden. Vier
Menschen seien in ihren Autos gestorben, als sie vor den Flammen flüchten
wollten. Zwei Menschen starben unmittelbar nach ihrer Einlieferung ins
Krankenhaus, drei weitere versuchten vergeblich, sich zu Fuß vor der Feuersbrunst
in Sicherheit zu bringen.
Der Waldbrand östlich von San Diego war am Samstag nahe der Gebirgsstadt
Julian ausgebrochen und Zerstörte eine Fläche von 40.000 Hektar Land. Offenbar
wurde er durch das Signalfeuer eines Jägers entfacht, der sich verlaufen hatte. Der
Mann wurde inzwischen festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Einem weiteren
Brand nahe San Diego fiel ein Mann zum Opfer.
Das zweitgrößte Feuer wütete in San Bernardino und bewegte sich auf das rund 80 Kilometer östlich liegende Los
Angeles zu. Zwei Männer brachen zusammen und starben. Der eine, als er sein Berghaus verlassen wollte. Der
zweite, als er sein Haus in Flammen aufgehen sah. Die Feuerfront wuchs auf eine Länge von 20 Kilometern an.
Mehrere Straßen wurden gesperrt, rund 28.000 Haushalte waren ohne Strom, Asche und Rauchwolken lagen über
dem Gebiet. Mehr als 4.200 Anwohner wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Gouverneur Gray Davis rief für
die Bezirke San Bernardino und Ventura den Notstand aus.
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