Aktuell


Umweltschutz: Thema in USA?

Umweltschutz: kein Thema für die Regierung Bush

Franz Alt, Umweltjournal, 17.9.04

Baden-Baden, 17.09.2004: Umfragen in den USA zeigen, dass Umweltschutz und Klimaschutz ein wieder wichtiger werdendes Thema ist. Es könnte bei einem knappen Wahlausgang wie vor vier Jahren sogar wahlentscheidend werden. Beim Thema Umwelt liegen die Demokraten eindeutig vor den Republikanern.

Die US-Wähler wissen, dass George W. Bush und seine republikanische Partei viel zu viel Rücksicht auf die Interessen der Industrie und Energiewirtschaft genommen und viel zu wenig für den Umweltschutz getan haben. George W. Bush redet zwar viel und ziemlich nebulös von "gesunden Wäldern" und einem "sauberen Himmel", doch Umweltschutz ist für ihn und seine Regierung nicht wirklich ein Problem.

Bushs Rezept heißt, ohne Wirtschaftswachstum kein Umweltschutz. Der Markt regele dieses Problem ohnehin besser als Gesetze und Verordnungen. Bush vermag nicht einzusehen, dass Marktwirtschaft einen Ordnungsrahmen braucht. Der Markt allein ist sowohl sozial wie auch ökologisch blind. Bush verließ 2001 mit seinem Austritt aus dem Kyoto-Protokoll eine internationale Umweltpolitik, die ohnehin noch viel zu schwach ist, um den Treibhauseffekt wenigstens abzumildern. Die Regierung Clinton wollte die Treibhausgase bis 2012 um sechs Prozent verringern. Inzwischen wissen wir, dass die Emissionen in den USA zwischen 1990 und 2003 um 16 Prozent gestiegen sind.

Vor Russland und Chinas sind die USA mit 5,5 Milliarden Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr der größte Umweltsünder und Klimakiller. Doch für George W. Bush ist das kein Problem. Jetzt sind die US-Wähler dran!


» zurück

Aus der easy.wdss.de, gedruckt am: Do, 08.01.2009 © easy.wdss • Besuchen Sie die www.weitblick.net unter www.weitblick.netBildschirm-Version

< zurück | nach oben scrollen^