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Zibetkatzen-Gesetz in China

Dienstag 2. November 2004, 12:38 Uhr

Chinesen dürfen keine Zibetkatzen mehr essen

Peking (AP) In China dürfen keine Zibetkatzen mehr geschlachtet und gegessen werden. Die Regierung erließ ein entsprechendes Verbot am Montag, um ein Wiederaufleben der gefährlichen Lungenkrankheit Sars zu verhindern, wie die Zeitung «Peking» am Dienstag berichtete. Der Verzehr der Schleichkatzen gilt als Auslöser der Sars-Epidemie, bei der im vergangenen Jahr weltweit 774 Menschen ums Leben kamen, 349 davon in China. Der Zeitung zufolge ist die Maßnahme dazu bestimmt, «zivilisierte Essgewohnheiten» durchzusetzen.

Laut einer in der vergangenen Woche veröffentlichten Untersuchung waren 70 Prozent der getesteten Zibetkatzen in der südlichen Provinz Guangdong (Kanton) mit dem Sars-Virus infiziert. Dort wurde Sars im November 2002 erstmals bei Menschen entdeckt. In Teilen Chinas gilt die Zibetkatze als Delikatesse und wird zu relativ hohen Preisen angeboten. Sie gehört zur Gattung der Schleichkatzen und ist nur entfernt mit der Hauskatze verwandt.


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