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Umweltschutz in Chinas Skigebieten

Beijing beschränkt Eröffnung neuer Skigebiete

China Daily/Übersetzt von China.org.cn, 16. Dezember 2004

Einem Bericht der "Beijing News" zufolge, zieht die Stadtregierung von Beijing in Betracht, der Eröffnung neuer Skigebiete in den Beijinger Vororten zugunsten des Umweltschutzes Beschränkungen aufzuerlegen. Bereits bestehende Skigebiete werden in Zukunft streng überwacht und im Falle einer Nichteinhaltung der Umweltauflagen geschlossen werden, heißt es weiter.

Fang Zehua, Sprecher des Beijinger Tourismusamts, sagt, dass Skifahren in den letzten Jahren in Beijing immer populärer geworden ist, aber einige künstlich angelegte Skigebiete eine Gefahr für die Umwelt darstellen. Laut Fang wird ein Projekt für die Eröffnung eines neuen Skigebietes, das die Umgebung und Vegetation der Region gefährde, mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht die Zustimmung der Regierung erhalten.

Gegenüber "China Daily" erklärte Fang, dass seine Behörde nicht für die Genehmigung neuer Skigebiete sondern für die Ausarbeitung entsprechender Verwaltungsstandards zuständig sei. Seine Behörde überarbeite derzeit den Plan für die Entwicklung des Tourismus 2000-2010 für Beijing und habe in diesem Zusammenhang das neue Konzept "Ökotourismusgebiete in den Bergen" in den Änderungsentwurf eingearbeitet.

Um die lokalen touristischen Ressourcen aufrechterhalten zu können, werden die Bergregionen, in denen die meisten Skigebiete zuhause sind, dem Umweltschutz mehr Priorität einräumen. Sollten einige der touristischen Einrichtungen der Umwelt schweren Schaden zufügen, werden sie geschlossen, so Fang. Seine Behörde habe die Betreiber der Skigebiete angewiesen, entlang der Skipisten Bäume und Gras anzupflanzen. Denn nach der Schneeschmelze würden diese ansonsten nackten Boden hinterlassen.

Die meisten Skigebiete in Beijing befinden sich in Berggegenden mit dichtem Wald. Um die Sicherheit der Skifahrer zu garantieren, wurden viele Bäume entlang der Skipisten gefällt. In der Folge droht den Bergregionen nun schwere Bodenerosion.

Gegenüber einer lokalen Zeitung erklärte Wang Shitong, Leiter des Jundushan-Skigebietes in Beijing, dass seine Firma im vergangenen Jahr eine große Geldsumme in den Umweltschutz investiert habe. Außerdem seien im Skigebiet über 4.000 Bäume angepflanzt worden. Weiter sagte Wang, dass auch andere Skigebiete in Beijing trotz Zusatzkosten ähnliche Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung eingeleitet haben.

Im letzten Winter konnten 12 Skigebiete der Stadt über 800.000 Besucher verzeichnen. Für diesen Winter wird mit einem Anstieg der Besucherzahlen um 10 Prozent gerechnet.


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