Aktuell


AKTION zu Ölförderung in Sibirien

Einladung zur Menschenrechtsaktion

Gesellschaft für bedrohte Völker e.V., Berlin/Göttingen, den 06. September 2005

Ölförderung in Sibirien: Ureinwohner fordern deutsche Umweltstandards

Anlässlich der Unterzeichnung von Vereinbarungen zum Bau der Ostsee-Pipeline am kommenden Donnerstag in Berlin wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gemeinsam mit einem Repräsentanten der etwa 200.000 sibirischen Ureinwohner auf die Gefahren der Öl- und Gasförde-rung im hohen Norden Russlands aufmerksam machen.

Um die indigenen Gemeinschaften (Ureinwohner) vor verheerenden Um-weltschäden zu schützen, fordert die GfbV mit ihrer Menschenrechtsaktion die Einhaltung deutscher Umweltstandards im Fördergebiet. Die Aktion wird von infoe, dem Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie unterstützt.

Deutschland bezieht 40 Prozent seines importierten Öls und 30 % seines importierten Gases aus Sibirien. Dort versickern aus Lecks in den maro-den Pipelines bis zu zehn Prozent des geförderten Öls im Erdreich. Weite Landstriche sind verseucht, Flüsse und Bäche sind biologisch tot. Haupt-leidtragende sind die Angehörigen indigener Gemeinschaften in diesen Gebieten. Ihre Lebenserwartung liegt zehn Jahre unter dem russischem Durchschnitt.

Zu unserer Menschenrechtsaktion mit Ölfässern und einer flexiblen Röhre als „Pipeline“ laden wir Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen aus den Bildredaktionen herzlich ein

am Donnerstag, den 08. September 2005, von 11.15 Uhr an Budapester Str. 7-9 (ganz in der Nähe des Hotel Intercontinental, in dem die Unterzeichnung in Anwesenheit des russischen Präsidenten Wladimir Putin und des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder stattfindet) in Berlin.

ACHTUNG REDAKTIONEN: Als Sprecher der indigenen Gemeinschaft der Nivchen von der Insel Sachalin ist Aleksej Limanso zurzeit Gast der GfbV in Deutschland. Er wird während unserer Menschenrechtsaktion über die verhee-renden Folgen der Öl- und Gasförderung in seiner Heimat berichten.

Während der Aktion ist die GfbV erreichbar unter Tel.-Nr. 0174 54 60 297. Wir vermitteln auch gern Interviews mit Herrn Limanso.


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