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Abholzungsstopp im Mammutbaumwald

US-Richter stoppte Abholzung von Jahrhunderte alten Bäumen

Regierung begann im Sommer mit Baumfällarbeiten - Einstweilige Verfügung erlassen

APA/AP, 13.9.05

San Francisco - Ein US-Richter hat die von der Regierung von Präsident George W. Bush beschlossene Abholzung Jahrhunderte alter Bäume bis auf weiteres gestoppt. Er bezweifle, dass die angegebene Begründung, den Wald vor Brandschäden zu schützen, das wirkliche Motiv sei, erklärte Richter Charles Breyer in seiner Entscheidung. Umweltschützer hatten gegen die Abholzung von rund 800 Hektar im Giant Sequoia National Monument in Kalifornien Klage erhoben.

Washington hat das Projekt bereits vor fünf Jahren gebilligt, aber erst in diesem Sommer wurden die ersten Bäume gefällt - als die Preise für Holz besonders hoch waren. Die Regierung habe bewusst so lange mit der Umsetzung ihrer Pläne gewartet, schrieb Breyer in seiner am bereits Freitag veröffentlichten einstweiligen Verfügung.

Kurz nachdem die Abholzung abgesegnet war, untersagte der Kongress weitere Baumfällarbeiten im Sequoia National Forest. Das bereits durchgewunkene Regierungsprojekt sei von dieser Regelung ausgenommen, argumentierte Washington. Gefällt werden sollten unter anderem 31.000 Koniferen, die mehrere hundert Jahre alt sind.

Von Mitte Juli bis Anfang August wurden nach Schätzungen von Umweltschützern bereits mehrere hundert Bäume gefällt. Ob das Justizministerium die einstweilige Verfügung anfechten wollte, war zunächst nicht klar.


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