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Luftverschmutzung in China

Dienstag 25. Oktober 2005, 13:47 Uhr

Luftverschmutzung: Jährlich 400.000 Tote in China

Peking (AFP) - Mehr als 400.000 Menschen sterben jedes Jahr in China an den Folgen von Luftverschmutzung. Dies geht aus einer unveröffentlichten Studie der Forschungsabteilung der Regierungsagentur für Umweltschutz hervor. Der Studie zufolge sterben jährlich 300.000 Menschen an Lungen- und Herzerkrankungen aufgrund von Luftverschmutzungen im Freien sowie 111.000 Menschen aufgrund von Luftverunreinigungen in Innenräumen. Dies sagte Wang Jin'nan, der als Ingenieur an der 2003 erhobenen Studie mitarbeitete, am Rande einer internationalen Konferenz.

"Es handelt sich um Schätzungen, die wirklichen Zahlen könnten höher liegen", erläuterte Wang. Ein Drittel der in Städten lebenden Chinesen sind der Studie zufolge gesundheitsschädlichen bis sehr gefährlichen Verunreinigungen ausgesetzt. Am stärksten verschmutzt ist die Luft im Norden und Westen des Landes wie in der Kohle produzierenden Provinz Shanxi, aber auch in Städten, die wie Peking von Bergen umgeben sind. Wang zufolge sind die Verunreinigungen auf Kohlekraftwerke, Abgase aus Fabriken sowie die Emissionen von einer steigenden Zahl an Autos zurückzuführen.

Internationale Experten sind sich darüber einig, dass die schnelle Industrialisierung Chinas vermehrt zu Umweltschäden führt. Die Zahlen wurden Wang zufolge nicht öffentlich bekannt gemacht, weil die Regierung nicht in ein schlechtes Licht gerückt werden wollte.


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