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Weniger Schutz für Grizzlies

US-Innenministerium sieht Grizzlybären nicht mehr als bedrohte Art

Seit 1975 unter Naturschutz
Jagdlizenzen sollen ausgegeben werden
Umweltgruppen nicht begeistert


APA/dpa, 15. November, 2005

Washington - Die einst vom Aussterben bedrohten Grizzlybären haben sich im Yellowstone Nationalpark derart vermehrt, dass sie nach Überzeugung der US-Regierung dort nicht mehr geschützt werden müssen. Das sei drei Jahrzehnten erfolgreicher Schutzmaßnahmen zu verdanken, sagte Innenministerin Gale Norton am Dienstag in Washington.

Die Fisch- und Jagdbehörde schlug deshalb vor, die Bären von der Liste bedrohter Arten zu streichen. Die Behörden in den Bundesstaaten Montana, Wyoming und Idaho sollen in Zukunft Jagdlizenzen ausgeben dürfen.

Population von 600 Grizzlybären

Die amerikanischen Grizzlybären wurden 1975 unter Naturschutz gestellt. Damals gab es im Yellowstone Park noch 200 der braunen Riesen. Die Raubtiere pflanzen sich nur sehr langsam fort und benötigen weitläufige, unbewohnte Lebensräume. Durch strenge Gesetze ist die Population im Park auf rund 600 Bären gewachsen. Im Gegensatz zu ihren Artverwandten im Yellowstone Park müssen Grizzlys außerhalb dieser Region nicht um ihr Leben bangen. Die Jagderlaubnis soll nur im Park gelten.

Die Bärenschützer der Umweltgruppe Natural Resources Defense Council sind nicht begeistert. Das langfristige Überleben der Grizzlys sei längst nicht gesichert, sagte Louisa Willcox der Zeitung "USA Today".


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