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Benzolteppich erreicht Chabarowsk (erweitert)
Donnerstag 22. Dezember 2005, 11:35 Uhr
Benzolteppich erreicht russische Stadt Chabarowsk
Chabarowsk/Peking (AFP) - Der auf dem Fluss Amur treibende giftige Benzolteppich aus China hat die russische Stadt Chabarowsk erreicht. Die Behörden informierten die 600.000 Einwohner der Stadt im Rundfunk über die Umweltverschmutzung. Gleichzeitig gaben sie an, dass die Konzentration des Benzols im Wasser noch sehr gering und ungefährlich sei. Der Benzolteppich war im November nach einem Chemieunfall in den chinesischen Fluss Songhua und von dort in den Amur gelangt.
Den Großteil des Gifts erwarten russische Experten für Samstag. Bereits seit mehreren Tagen bereitet sich Chabarowsk auf das verschmutzte Wasser vor und errichtete einige Kilometer vor der Stadt einen Schutzwall aus Sand und Altmetall.
In China gaben die Behörden nach einem neuerlichen Chemieunfall in der Nähe von Hongkong Entwarnung. Nachdem aus einer Schmelzhütte in der Nähe der Großstädte Kanton und Foschan giftiges Kadmium in den Fluss Beijiang gelangt war, hieß es, Schutzmaßnahmen seien ergiffen worden und die Versorgung mit sauberem Trinkwasser sei sichergestellt.
Samstag 24. Dezember 2005, 12:24 Uhr
Behörde: Werte im Amur ungefährlich für Chabarowsk
Chabarowsk (AFP) - Die Benzolverschmutzung des russischen Flusses Amur ist nach Behördenangaben ungefährlich für die 600.000 Bewohner der Stadt Chabarowsk. Wie das Katastrophenschutzministeriums mitteilte, wurden in Pumpstationen und Wasserwerken keine erhöhten Werte gemessen. Der Nitrobenzolwert liege um das fünffache unter der für den Menschen gefährlichen Grenze.
Ein erster Benzolteppich ließ inzwischen die Stadt Chabarowsk hinter sich. Die Ankunft eines zweiten, größeren Giftteppichs, der mit 190 Kilometern Länge auf dem Amur treibt, wurde für Montag oder Dienstag in Chabarowsk erwartet. Über der Stadt hing ein Ekel erregender Geruch.
Umweltschützer warnten vor den Langzeitfolgen einer Anreicherung der Giftstoffe in der Nahrungskette. Der Benzolteppich war im November nach einem Chemieunfall in den chinesischen Fluss Songhua und von dort in den Amur gelangt. Bereits seit mehreren Tagen bereitete sich Chabarowsk auf das verschmutzte Wasser vor und errichtete einige Kilometer vor der Stadt einen Schutzwall aus Sand und Altmetall.
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