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Klimawandel: Bald Wald auf Antarktis?
Mittwoch 12. Juli 2006, 13:11 Uhr
Forscher: Antarktis könnte in hundert Jahren wieder bewaldet sein
Sydney (AFP) - Wegen der globalen Erwärmung könnten in der Antarktis schon in hundert Jahren Bäume wachsen. Wie der Geologe Robert Dunbar von der Stanford University am Mittwoch bei einer wissenschaftlichen Konferenz im australischen Hobart sagte, könnte der eisige Kontinent damit zu seinem Aussehen von vor 40 Millionen Jahren zurückkehren. "Damals war es warm, und es gab Büsche und Bäume", sagte Dunbar laut der australischen Nachrichtenagentur AAP.
Bislang hätten Klimaexperten eine Verdopplung des Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes bis zum Jahr 2100 erwartet, sagte der Geologe. "Nun sieht es aber so aus, als ob das unglücklicherweise schon früher passiert." Nach Ansicht von Wissenschaftlern sind Treibhausgase wie das Kohlenstoffdioxid für den weltweiten Anstieg der Temparaturen verantwortlich. CO2 entsteht vor allem bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle und Erdöl.
Mittwoch, 12. Juli 2006
Forscher: Klimawandel könnte Bäume in der Antarktis wachsen lassen
Sydney (dpa) - Durch den Klimawandel könnten in der Antarktis nach Forschereinschätzung in 100 bis 200 Jahren wieder Bäume wachsen. Wenn sich der Anteil des Treibhausgases Kohlendioxid in der Atmosphäre wie befürchtet verdoppele, könne der Südpol dann wieder so aussehen wie zuletzt vor 20 Millionen Jahren, warnt Robert Dunbar von der Universität Stanford (USA). „Es gab dort damals Bäume, Büsche und Wiesen“, erläuterte Dunbar am Mittwoch vor 850 Mitgliedern des Wissenschaftlichen Komitees für Antarktisforschung in Hobart (Australien).
„Die Funde von Blütenstaub in Fossilien zeigen, dass es in großen Teilen der Antarktis Vegetation gab. Diese Pflanzen waren in der Lage, sich an Perioden der Dunkelheit anzupassen“, sagte Dunbar. „Aber das Entscheidende ist, dass es nicht kalt genug war, damit Wasser zu Eis werden konnte.“
Nach Ansicht vieler Wissenschaftler hat die Antarktis große Bedeutung für das weltweite Klima. Im Südpoleis ist der überwiegende Teil des Süßwassers der gesamten Erde gespeichert. Es handele sich um eine sehr sensible Region. Schon eine leichte Erhöhung der Temperatur habe dramatische Auswirkungen auf das Eis. Experten gehen davon aus, dass die Arktis und die Antarktis schneller als alle anderen Regionen der Welt auf globale Umweltveränderungen reagieren.
Das Klima der Antarktis ist das strengste der Erde: Auf dem Kontinent bleiben die Mitteltemperaturen ganzjährig unter null Grad Celsius.
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