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Aktuell

Buschbrand in Kalifornien (erweitert)

Donnerstag 13. Juli 2006, 16:49 Uhr

Waldbrand in Kalifornien außer Kontrolle

Los Angeles (dpa) - Ein Waldbrand in der Nähe von Los Angeles ist außer Kontrolle geraten und bedroht mehr als 3000 Gebäude. 42 Häuser sind nach Angaben der Feuerwehr bereits ausgebrannt. In Morongo Valley mussten 300 Menschen zu ihrem eigenen Schutz ihre Häuser verlassen. Mehrere tausend Feuerwehrleute sind im Einsatz. Entspannung ist nicht in Sicht: Meteorologen sagten für die nächsten Tage Temperaturen von über 40 Grad Celsius und Wind voraus.


Donnerstag 13. Juli 2006, 14:42 Uhr

Riesiges Buschfeuer wütet in Kalifornien

Los Angeles (AFP) - Ein riesiges Buschfeuer hat in der Wüste Kaliforniens bereits fast 15.000 Hektar Land vernichtet und mindestens 30 Häuser zerstört. Mehr als 1200 Feuerwehrleuten gelang es bislang nicht, die Brände unter Kontrolle zu bringen. Angefacht von starken Winden sowie einem trockenen und heißen Klima breiteten sich die Flammen in Richtung Nordosten aus. Nach Fernsehberichten waren die riesigen Rauchschwaden sogar noch im 300 Kilometer entfernten Las Vegas zu sehen.

Das Buschfeuer wütet in einer schwer zugänglichen Bergregion rund 200 Kilometer östlich von Los Angeles, unweit des Joshua-Tree-Nationalparks. Es war am Sonntag durch Blitzschlag ausgelöst worden. Die Feuerwehr war mit rund hundert Löschfahrzeugen, neun Flugzeugen und neun Hubschraubern im Einsatz. Sechs Feuerwehrleute und zwei Zivilisten wurden bei den Löscharbeiten leicht verletzt.

Bis Mittwoch wurden sechs Dörfer mit rund tausend Einwohnern evakuiert. Darunter war Pioneertown, ein in den 40er Jahren eigens für Dreharbeiten zu Western-Filmen errichtetes Dorf. In der Region wurden in Hollywoods goldener Zeit Dutzende Western unter anderem mit Stars wie Gene Autry und Roy Rogers gedreht. Unklar war zunächst, ob die Flammen in Pioneertown Schäden anrichteten. Die Film-Gebäude dort stehen in den USA unter Denkmalschutz.

Der Brand ist das erste große Buschfeuer der Saison in Kalifornien. Der Westen der USA wird jedes Jahr von Busch- und Waldbränden heimgesucht. Derzeit herrschen in Kalifornien Temperaturen um die 41 Grad Celsius bei einer Luftfeuchtigkeit von gerade einmal sechs Prozent.


40 Quadratkilometer stehen in Flammen

Rheinische Post Online, 15.07.06

Yucca Valley/USA (rpo). Zwei Waldbrände in Kalifornien, denen schon rund 28.000 Hektar Land zum Opfer fielen, sind zu einem einzigen Flammenmeer verschmolzen. Die beiden von Blitzschlägen ausgelösten Feuer fraßen sich durch trockenes Buschland nordöstlich der San-Bernadino-Berge. Fast 3.000 Feuerwehrleute kämpfen gegen das Feuer. Trotzdem brennen derzeit 40 Quadratmeter Wald.

Von den starken Waldbränden in Kalifornien sind Touristengebiete bislang kaum betroffen. Das erklärte die Tourismusvertretung des US-Bundesstaates in Neu-Isenburg (Hessen) am Freitag auf Anfrage. Welche Gegenden großflächig gemieden werden müssen, könnten Touristen am besten bei den Tourismusbüros (Convention and Visitor Bureaus, CVB) in jeder größeren Stadt erfragen. In den gefährdeten Regionen geben außerdem große Tafeln genaue Hinweise, wie man sich verhalten soll. 56 Häuser und 160 Kleinbauten sind bereits zerstört.

In Ökosystemen wie Kalifornien sind solche Flächenbrände keine Seltenheit, sagte Christophe Neff, Waldbrandexperte an der Universität Karlsruhe, dem dpa/gms-Themendienst. "Für das Ökosystem sind die Brände ein wichtiger Regenerationsfaktor", sagt der Feuerökologe. Allerdings sei die Waldbrandvorbeugung in den USA "vorbildlich". Es würden - wenn möglich - Krautschichten und höhere Büsche so entfernt, dass es keine geschlossene Vegetationstreppe in die Baumkronen gebe. "Würden diese brennen, können sich Großbrände entwickeln, die fast nicht löschbar sind."

Leider könne man Flächenbränden auf Grund der vielen weit verstreuten Häuser nur noch selten mit kontrollierten Bränden vorbeugen. "Wer in diese Gegenden umzieht, muß mit dem Waldbrandrisiko leben", warnt der Feuerökologe. Touristen sollten sich möglichst nicht in die Waldbrandgebiete begeben. Wer von einem Großfeuer überrascht werde, sollte in jedem Fall so schnell wie möglich mit dem Auto in ein sicheres Gebiet fahren. Ein Fliehen zu Fuß sei in der Regel aussichtslos.


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