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Aktuell
Indigenenfestival in Kanada
Mittwoch 25. Oktober 2006, 09:50 Uhr
Großes Festival indianischer Völker in Toronto
Frankfurt/Main (AP) Die kanadische Millionenmetropole Toronto ist vom 24. bis 26. November Treffpunkt verschiedener indianischer Völker und Stämme Nordamerikas. Im Rogers Centre, dem ehemaligen Skydome, findet das Canadian Aboriginal Festival statt, wie das Fremdenverkehrsamt der Provinz Ontario berichtet. Auf die Besucher warten dort indianische Tänze, ein Gesangswettbewerb und ein Lacrosse-Turnier.
Darüber hinaus stellen Künstler ihr Handwerk zur Schau. Außerdem werden traditionell gewebte oder bestickte Kleidung, Schmuckstücke, Skulpturen und vieles mehr verkauft. An Essensständen können Besucher indianische Spezialitäten probieren. Der Eintritt liegt den Angaben zufolge für Erwachsene bei umgerechnet gut sieben Euro, Kinder bezahlen knapp vier Euro. Das Ticket für den Gesangswettbewerb kostet rund 30 Euro.
Weitere Informationen:
www.canab.com
www.ontariotravel.net
Mittwoch 25. Oktober 2006, 03:01 Uhr
Schwarzbären in freier Wildbahn beobachten
Düsseldorf (AP) Leise schiebt Jean-Benoit Gagnon die Besucher durch die Eingangstür der Holzhütte und in Richtung der großen Fensterscheiben. «Psst», mahnt er und zeigt auf eine kleine Lichtung: Dort haben sich drei Schwarzbären versammelt und fressen genüsslich, was der Leiter des Okwari-Parks nur wenige Minuten zuvor für sie versteckt hat.
Fast eine Stunde lang beobachten die Besucher fasziniert bis zu fünf der Tiere bei ihrer Mahlzeit, sehen ein Jungtier vor einem großen Exemplar auf einen Baum flüchten und die empörte Bärenmutter ihrem Kleinen beistehen. «Wir sehen sie fast jeden Tag», sagt
Gagnon, ehe er die Gruppe über kilometerlange verschlungene Waldwege zurück zum Parkzentrum fährt.
Der Okwari-Park ist nur einer der vielen Naturparks in der Region Saguenay-Lac-Saint-Jean in der kanadischen Provinz Québec. Unzählige Seen und Flüsse, endlose Wälder und einer der längsten Fjorde der Welt prägen diese Gegend. In der Nähe der Stadt La Baie können Touristen im Okwari nicht nur Schwarzbären in ihrer natürlichen Umgebung beobachten, sondern sich auch auf einem Pfad durch den Wald regionale Pflanzen zeigen lassen. «Es geht darum, bei allem Spaß auch etwas zu lernen», sagt Gagnon.
Touristen besuchen diesen Teil der größten kanadischen Provinz Québec ist fünfmal so groß wie Deutschland - in erster Linie wegen der zahlreichen Sportmöglichkeiten und naturnahen Freizeitangebote zu Land und auf dem Wasser. Dazu gehören Kajak-Touren, Kanufahrten, Abseilen, Abenteuer-Klettern im Hochseil-Parcours, Mountainbiken oder stundenlange Wandertouren. Urlauber, die nicht nur einen schmalen Ausschnitt der Gegend sehen wollen, müssen hunderte Kilometer mit dem Auto bewältigen - allerdings bieten auch die Hauptstraßen ständig einen atemberaubenden Panorama-Ausblick auf die weitgehend unberührte Natur.
An den Ufern des mehr als 100 Kilometer langen Saguenay-Fjords, der in den Sankt-Lorenz-Strom mündet, liegt der im Jahr 1990 gegründete Parc Du Saguenay. «Ich werde mich nie an diese Aussicht gewöhnen», sagt ein Parkführer mit Blick auf den Fjord. «Es ist jedes Mal wieder unglaublich.» Der atemberaubende Anblick bietet sich Kletterern gleich von mehreren Aussichtspunkten innerhalb des Nationalparks der wohl schönste ist die Baie Éternité, eine Bucht zwischen zwei mehr als 300 Meter hoch aufragenden Felsen. Zu den Aussichtspunkten führt ein mehr als 100 Kilometer langes Netz unterschiedlich anspruchsvoller Wanderwegen für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis. Per Bootstour lässt sich der Fjord aus der Nähe in Augenschein nehmen, zwischen Juni und September sind in dem bis zu 270 Meter tiefen Gewässer Beluga-Wale, Buckelwale und Blauwale zu sehen. Übernachtungen bietet der Nationalpark in Ferienhäusern und auf Campingplätzen an.
Das zweite beeindruckende Gewässer der Region ist der von zahlreichen Wäldern umgebene Binnensee Lac Saint Jean mit einer Fläche von rund 1.000 Quadratkilometern einer der größten in der gesamten Provinz. «Das ist nicht das Meer, aber für uns fühlt es sich ein bisschen so an», sagen die Anwohner stolz für sie ist der See ein Naherholungsbiet, das im Sommer mit langen Sandstränden lockt. Fernreisende dürften aber auch hier eher auf der Suche nach Aktiv-Angeboten sein: Neben Wassersport aller Art gibt es zahlreiche Mountainbike-Strecken unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade.
Ab Dezember verwandelt sich die Region in ein Winter-Paradies. Dann bietet beispielsweise der nördlich des Saguenay-Fjord gelegene Parc National des Monts-Valin zahlreiche Möglichkeiten zum Ski-Langlauf und für Schneeschuh-Wanderungen: Mehrere Meter hoch türmt sich der Schnee auf den Wegen des Parks zahlreiche Winterfans besuchen dann das Vallée des Fantômes, das Geistertal, das nach den durch die dicke Schneedecke geisterhaft wirkenden Bäumen benannt ist. Übernachten können sie in Hütten Hartgesottene auch in Iglos und auf Winter-Campingplätzen.
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