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Aktuell
Chinas Umweltprobleme
Mittwoch 22. November 2006, 13:37 Uhr
China beklagt wachsende Umweltverschmutzung
Peking (AP) China hat wegen seines Wirtschaftswachstums mit immer mehr Umweltverschmutzung zu kämpfen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres fielen bereits zwölf Milliarden Tonnen an industriellen Abwässern an, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch berichtete. Das ist ein Anstieg um 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Index der Wasserverschmutzung stieg in der ersten Jahreshälfte um 3,7 Prozent, die Emissionen von Schwefeldioxid stiegen um 4,2 Prozent, wie Xinhua weiter meldete.
Die Umweltschutzbehörde machte für die steigenden Werte die boomende Wirtschaft
des Landes verantwortlich. China konnte in der ersten Jahreshälfte ein Plus von 10,9 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt verzeichnen.
In der westlichen Stadt Lanzhou verfärbte sich der Gelbe Fluss auf einem zwei Kilometer langen Abschnitt erneut rot, wie staatliche Medien am Mittwoch berichteten. Grund für die etwa einstündige Verfärbung seien Abwässer aus einem nahe gelegenen Heizkraftwerk gewesen. Bereits Ende Oktober hatte sich der Fluss dort rot verfärbt. Einwohner hatten damals berichtet, auf der Höhe von Lanzhou seien Abwässer eingeleitet worden. Der Gelbe Fluss liefert Trinkwasser für mehrere Millionen Menschen.
China will verstärkte internationale Zusammenarbeit im Umweltschutz
China.org.cn (staatlich), 14. November 2006
Der Leiter des chinesischen Staatlichen Hauptamtes für Umweltschutz Zhou Shengxian hat am Samstag in Beijing erklärt, China sei bereit, die Zusammenarbeit mit den anderen Ländern und internationalen Organisationen zu verstärken und gemeinsam den Umweltschutz in China zu verbessern.
Zhou sagte, die Umweltprobleme in China seien immer noch besorgniserregend. Sie beeinträchtigen die wirtschaftliche Entwicklung Chinas und die gesellschaftliche Stabilität und Harmonie des Landes. Angesichts dessen hoffe China, die Verwaltungserfahrungen und die Umweltpolitik anderer Länder mit der Praxis in China zu verbinden und dadurch den Umweltschutz schnell nach vorne zu bringen.
Klimaveränderung hat auch negative Auswirkungen auf China
China.org.cn (staatlich), 14. November 2006
Experten haben auf einer Sitzung des chinesischen Komitees für internationale Kooperation in Umwelt und Entwicklung am Samstag in Beijing darauf hingewiesen, dass die Klimaveränderung sich auch negativ auf China auswirken werden.
Über 70 Prozent der chinesischen Bevölkerung, 80 Prozent der Industrie und Landwirtschaft und 80 Prozent der Städte Chinas sind von verschiedenen Naturkatastrophen bedroht.
Experten meinen, dass in den kommenden10 bis 20 Jahren Naturkatastrophen jedes Jahr direkte Sachverluste in der Höhe von 100 bis 300 Milliarden Yuan (10 bis 30 Milliarden Euro) verursachen werden. Das entspricht 2 bis 3 Prozent des chinesischen Bruttoinlandsprodukts.
Chinesisch-deutsches Aufforstungsprojekt in Beijing
China.org.cn (staatlich), 22. November 2006
Ein chinesisch-deutsches Aufforstungsprojekt soll in den kommenden fünf Jahren auf einer Fläche von 187 Hektar Wald schaffen. Vor kurzem wurde das Projekt im Beijinger Vorortbezirk Huairou offiziell gestartet.
7,5 Millionen Euro werden bis zum Jahr 2011 investiert, um Beijings kahle Berge zu begrünen und seltene Pflanzen dadurch zu schützen. Neben den finanziellen Mitteln stammt auch die Aufforstungsmethode aus Deutschland. Das Projekt soll auch den lokalen Bauern Erwerbsmöglichkeiten bieten.
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