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Aktuell
China besorgt über Klimawandel
Montag 23. April 2007, 09:41 Uhr
Chinesische Behörden warnen vor Folgen des Klimawandels
Peking (AP) Der Klimawandel könnte nach Einschätzung chinesischer Behörden zum ernsten Hindernis für die Entwicklung des Landes werden. Wegen steigender Temperaturen drohten Wüstenbildung, Überschwemmungen, Gletscherschmelze und eine verstärkte Ausbreitung von Krankheiten, heißt es in einem am Wochenende veröffentlichten Klimabericht. Vor allem in den Küstenregionen und für die Landwirtschaft seien negative Auswirkungen zu befürchten. Zugleich wiesen die Behörden internationale Emissionsbegrenzungen jedoch als ungerecht zurück.
«Wenn wir voreilig die Verantwortung für verpflichtende Einschnitte
bei Treibhausgasen übernehmen, werden als direkte Konsequenz Chinas derzeitige Energie- und Fertigungsindustrien gehemmt», heißt es in dem Nationalen Bericht zur Bewertung des Klimawandels von mehr als einem Dutzend Regierungsbehörden. Für die angesammelten Treibhausgasemissionen seien die reicheren Länder verantwortlich und sollten deshalb bei der Lösung des Problems eine Vorreiterrolle übernehmen. Wenn alte Fabriken und Kraftwerke in China geschlossen würden, drohe zudem der Verlust von Arbeitsplätzen in armen Regionen.
Die Behörden empfehlen jedoch, die Infrastruktur der Landwirtschaft und den Wasserschutz zu verbessern sowie Bäume zu pflanzen und Systeme zur Umweltüberwachung zu installieren. Derzeit sind nach einem Bericht der Zeitung «China Daily» mehr als zehn Prozent der landwirtschaftlichen Fläche Chinas verschmutzt oder mit Umweltgiften belastet. Industriechemikalien, übermäßige Düngung, Abwasser oder Schwermetalle kontaminierten den Boden und gefährdeten die Nahrungsmittelproduktion, schrieb die Zeitung unter Berufung auf Informationen des Landwirtschaftsministeriums.
Demnach vergiften allein Schwermetalle zwölf Millionen Tonnen Getreide pro Jahr. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche in China ging den Angaben zufolge bis Oktober auf knapp 122 Millionen Hektar zurück - das sind rund 307.000 Hektar weniger als zu Beginn des vergangenen Jahres. Auch wegen der steigenden Temperaturen könnte die Weizen- und Reisernte in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts dem Klimabericht zufolge um bis zu 37 Prozent fallen.
Vorbeugung und Bekämpfung von Forstschädlingen mit GPS
CRI (staatlich), 23. April 2007
Die Vorbeugung und Bekämpfung von Forstschädlingen in und um Beijing in diesem Jahr wurde vor kurzem offiziell begonnen. Um die Schädlinge noch genauer lokalisieren und bekämpfen zu können, setzt die Hauptstadt in diesem Jahr dazu zum ersten Mal Hubschrauber mit GPS-System ein.
Dazu werden planmäßig Wälder mit einer Gesamtfläche von etwa 55.000 Hektar durch insgesamt 1300 Flüge vor Schädlingen geschützt, ein neuer Rekord in der Geschichte Beijings. Das Schädlingsbekämpfungsmittel ist ein biologisches Produkt, welches nur die Schädlinge tötet und deren natürliche Feinde nicht gefährdet. Auch die Umwelt wird dadurch nicht verunreinigt oder beeinträchtigt.
Großteil der Berggegend um Beijing aufgeforstet
CRI (staatlich), 20. April 2007
Die Aufforstungsrate der Berggegend um Beijing erreicht mittlerweile schon 70 Prozent. Der letzte nicht bewaldete Berg in den Vororten Beijings mit einer Fläche von etwa 47.000 Hektar soll bis zum Jahr 2010 aufgeforstet werden.
Dank der Anstrengungen in den vergangenen Jahren ist die Aufforstungsrate in Beijing von 45,5 Prozent im Jahr 2002 auf 51 Prozent im Jahr 2006 gestiegen. Außerdem wurden vielfältige Maßnahmen zum Schutz der Wasserquellen und zum Bodenschutz getroffen. Über 95 Prozent der für den Waldbau in Frage kommenden kahlen Berge in Beijing wurden schon aufgeforstet.
China arbeitet Maßnahmen zum Schutz der Pflanzen aus
CRI (staatlich), 18. April 2007
Angaben des chinesischen Forstwirtschaftsamtes zufolge hat China inzwischen eine eigene Strategie zum Schutz der Pflanzen ausgearbeitet. Diese wird in den kommenden zehn Jahren als Aktionsprogramm für den Schutz von Wildpflanzen dienen.
Auf der dritten Weltkonferenz über botanische Gärten bezeichnete ein Vertreter des Forstwirtschaftsamtes die Ausarbeitung der eigenen Strategie als eine positive Reaktion auf die Globale Strategie zur Erhaltung der Pflanzen (GSPC). Den 16 Zielen der Globalen Strategie entsprechend habe man die konkrete Lage in China unter drei Aspekten erläutert, nämlich den gegenwärtigen Stand, bestehende Probleme und zukünftige Aktionspläne.
China ist eins der Länder mit der reichsten Pflanzenvielfalt weltweit. Ein Zehntel der bekannten 300.000 höheren Pflanzen der Welt befindet sich in China, womit das Land in dieser Hinsicht weltweit den dritten Platz belegt.
Erfolg dank künstlichen Regens 2006 in Beijing
CRI (staatlich), 23. April 2007
Die Wassermenge der Stauseen in Beijing ist im vergangenen Jahr dank des künstlichen Regens um fast 30 Millionen Kubikmeter gestiegen. Auch in diesem Jahr will die Hauptstadt das sogenannte "Impfen" von Wolken mit speziellen Stoffen, um künstlichen Regen zu erzeugen, weiter anordnen. Die Wasserpegel in den Stauseen wie etwa dem Miyun-Stausee sollen so erhöht werden.
In den vergangenen vier Jahren ist die Regenmenge in den Stauseen in und um Beijing dank des künstlichen Regens um etwa 200 Millimeter gestiegen. Die Wassermenge im Miyun-, im Guanting- und im Baihebao-Stausee ist in diesem Zeitraum auf insgesamt 120 Millionen Kubikmeter gestiegen.
Montag 23. April 2007, 07:14 Uhr
Zehn Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in China verschmutzt
Peking (AP) Mehr als zehn Prozent der landwirtschaftlichen Fläche Chinas ist verschmutzt oder mit Umweltgiften belastet. Industriechemikalien, übermäßige Düngung, Abwasser oder Schwermetalle kontaminieren den Boden und gefährden die Nahrungsmittelproduktion, wie die Zeitung «China Daily» am Montag berichtete. Das Blatt berief sich auf Informationen des Landwirtschaftsministeriums. Demnach vergiften Schwermetalle allein zwölf Millionen Tonnen Getreide pro Jahr. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche in China ging den Angaben zufolge bis Oktober auf knapp 122 Millionen Hektar zurück - das sind rund 307.000 Hektar weniger als zu Beginn des vergangenen Jahres.
Wasserqualität des Jangtse hat sich verschlechtert
China.org.cn (staatlich), Xinhua, 19. April 2007)
Im ersten Jahresbericht über die Umweltsituation am Jangtse heißt es, dass Milliarden Tonnen Müll, die kontinuierlich in Chinas längstem Fluss landen, für das Wasserleben eine ernstzunehmende Bedrohung darstellen.
Der Jahresbericht 2007 über Schutz und Entwicklung des Jangtse belegt, dass sich der Fluss über eine Länge von 600 Kilometern in einem kritischen Zustand befindet. Weiter steht darin, dass annähernd 30 Prozent der wichtigsten Nebenarme Minjiang, Tuojiang, Xiangjiang und Huangpu mit einer schweren Verschmutzung zu kämpfen haben.
Außerdem vermeldet der Bericht, dass die jährliche Ausbeute des Flusses in Höhe von 427.000 Tonnen in den 1950er Jahren auf rund 100.000 Tonnen in den 90er Jahren zurückgegangen ist.
Eine andere Studie der Kommission für den Jangtse-Wasserhaushalt spricht davon, dass die Städte entlang des Jangtse pro Jahr mindestens 14,2 Milliarden Tonnen Abwasser in den Fluss ableiten, was 42 Prozent der Gesamtabwassermenge Chinas entspricht.
Verschmutzung, der Bau von Staudämmen und ein zu reger Schiffsverkehr haben das Wasserleben drastisch zurückgehen lassen. Dem Bericht zufolge, sind seltene Arten wie der Chinesische Flussdelphin vom Aussterben bedroht, aber auch weit verbreitete Arten wie der Karpfen kämpfen ums nackte Überleben.
"Der Einfluss durch den Menschen auf die Ökologie des Flusswassers ist weitestgehend irreversibel", sagt Yang Guishan, Forscher am Nanjinger Institut für Geografie und Limnologie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und Mitherausgeber des Berichts. Die Organisation von Abläufen in den gesamten Jangtse-Abflussgebieten und die Förderung einer harmonischen Entwicklung zwischen Mensch und Natur sei vorrangige Aufgabe.
Der Bericht, an dem sich Yangs Institut, die Kommission für den Jangtse-Wasserhaushalt und der WWF orientieren, warnt darüber hinaus vor Hochwasser.
Der Jangtse stellt 35 Prozent des gesamten Süßwasservorrats in China, ist gleichzeitig aber auch für 70 bis 75 Prozent der Überschwemmungen verantwortlich.
"Die Hochwasserkontrolle gilt als schwierigste Aufgabe, was den Jangtse angeht, vor allem unter Berücksichtigung des Temperaturanstiegs und der extremen Wetterschwankungen während des Zeitraums der letzten 50 Jahre", erklärt Yang.
Laut Yang, bleibt trotz eines generellen Rückgangs des Hochwasserrisikos im mittleren Flusslauf durch den Bau des Drei-Schluchten-Staudamm als weltweit größtes Wasserkraftwerk das Risiko von Überschwemmungen im unteren Flusslauf weiterhin bestehen.
Der Bericht bewertete auch das Drei-Schluchten-Staudammprojekt mit seinem gewaltigen Stausee, der durch Pestizide, Düngemittel und Abwasser der Passagierschiffe stark verschmutzt ist.
"Im Jahr 2002 stellte der chinesische Staat insgesamt 4 Milliarden Yuan (382 Millionen Euro) zur Linderung der negativen Einflüsse des Staudamms auf die gesamte Umwelt sowie die lokale Umgebung und Bevölkerung zur Verfügung", sagt Professor Weng Lida, früherer Chef der Kommission für den Jangtse-Wasserhaushalt. Laut Weng, werden in der Zukunft weitere Gelder fließen.
Laut Weng, dürfe man die adäquate Ansiedlung der umgesiedelten Bevölkerung, den Umweltschutz, die starke Schlickbildung und die Abwendung geologischer Katastrophen nicht außer acht lassen. Gleichzeitig rät er zu einem Innehalten zugunsten eines effizienten Vorgehens.<
Im Oktober letzten Jahres lag der Wasserstand im Drei-Schluchten-Stausee bei einer Höhe von 156 Metern. Doch laut Weng verfolgen einige Provinzen eine Erhöhung des Wasserstands zugunsten einer Steigerung der Stromerzeugung.
"Ein noch höherer Wasserstand geht eindeutig zulasten der Umwelt und Schlickbildung. Das Ziel muss aber in einer nachhaltigen Entwicklung bestehen", appelliert Weng.
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