powered by <wdss>
Aktuell

Umwelttote in China

Dienstag, 3. Juli, 09:33 Uhr

Totenangaben durch Umweltverschmutzung in China gestrichen

Peking (AFP) - Die Weltbank hat auf Betreiben der Regierung in Peking Angaben über durch Umweltverschmutzung bedingte Todesfälle in China aus einem Bericht offenbar gestrichen. Der Weltbank-Report enthalte nun nicht mehr die Angabe, dass in China jährlich 750.000 Todesfälle auf Umweltverschmutzung zurückzuführen seien, berichtete die "Financial Times". Das chinesische Gesundheitsministerium sowie die staatliche Umweltschutzagentur setzten demnach die Streichung eines kompletten Abschnitts zu den verschmutzungsbedingten Auswirkungen in China durch, der auch Karten zur regionalen Verteilung der Todesfälle enthalten habe.

Peking habe seine Forderung mit der Gefahr "sozialer Unruhen" begründet, hieß es weiter. Die Angaben seien wegen Zweifeln an der Zuverlässigkeit der Vorgehensweise gestrichen worden, sagte ein früherer Mitarbeiter der Umweltschutzagentur der Zeitung. Die Weltbank gab demnach an, die Diskussionen über den Berichtsinhalt seien noch nicht abgeschlossen. Die Weltbank hatte den Bericht in mehrjähriger Zusammenarbeit mit der chinesischen Regierung zusammengestellt. 16 der 20 weltweit am stärksten verschmutzten Städte liegen nach Weltbank-Angaben in China.


4. Juli, 2007

China: 200 000 Menschen ohne Trinkwasser

Peking (dpa) - Nach der Verschmutzung eines Flusses in Ostchina sind rund 200 000 Menschen seit Montag ohne Trinkwasser. Im Xinyi-Fluss im Kreis Shuyang (Provinz Jiangsu) waren große Mengen giftigen Ammoniaks und Stickstoffs entdeckt worden, so dass die Wasserversorgung gestoppt werden musste, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Die Schadstoffwerte seien drei Mal so hoch wie erlaubt gewesen. Die Ursache der Vergiftung war noch unklar und wurde in den Abwässern von Chemiebetrieben flussaufwärts in der Nachbarprovinz Shandong vermutet.

«Das Leitungswasser war gelb und stank. Kurz darauf wurde die Wasserversorgung unterbrochen», berichtete ein Bewohner laut Xinhua. Es kam zu Hamsterkäufen. «Viele Menschen eilten in den Supermarkt, um Trinkwasser zu kaufen», sagte eine Mitarbeiterin auf telefonische Anfrage der dpa aus Peking. «Ich bin besorgt, weil wir nicht wissen, wann die normale Wasserversorgung wieder aufgenommen werden kann.» Örtliche Behörden haben auch Wasser aus Brunnen oder dem nahe gelegenen Hongze-See organisiert.


4. Juli, 2007

Peking testet vor Olympia Fahrverbote für Autos

Peking (AFP) - Ein Jahr vor den Olympischen Spielen 2008 will Peking mit einem Fahrverbot gegen die enorme Luftverschmutzung in der Hauptstadt vorgehen. Allein im August sollen eine Million Autos von den Straßen verbannt werden, teilte die Pekinger Stadtverwaltung mit. Im Vorfeld der Spiele, die vom 8. bis 24. August 2008 stattfinden werden, investierte die Stadt offiziellen Angaben zufolge bereits umgerechnet rund elf Milliarden Euro in Umweltmaßnahmen.

Besonders bei der Luftqualität zeigten die Bemühungen den Behörden zufolge erste Erfolge. Im vergangenen Jahr gab es laut Statistik in Peking 241 Tage mit blauem Himmel. Vor einem Jahrzehnt war der Himmel demnach nur an hundert Tagen klar. Allerdings ist unklar, wie die Behörden den Begriff "blau" genau definieren, denn die 15-Millionen-Stadt ist meist von grauem, trübem Himmel aus chemischem Smog überzogen.

Vertreter des Internationalen Olympischen Komitees und auch die Sportler äußerten trotz der Bemühungen Zweifel, dass die chinesische Regierung die Luftqualität in Peking bis zum Beginn der Spiele verbessern könne. Neben der Kohle- und Schwerindustrie tragen in Peking vor allem die drei Millionen Autos der Stadt zur Luftverschmutzung bei. Deren Zahl wächst täglich um 1200. Der Monat Juni war nach Angaben von Umweltbehörden der Monat mit der stärksten Luftverschmutzung seit sieben Jahren.


Schlechte Luft im Juni in Beijing

China.org.cn (staatlich), 3. Juli 2007

Statistikangaben des Beijinger Umweltschutzamts nach war der Himmel über Beijing im Juni nur an 15 Tagen blau, das sind neun Tage weniger als im Juni des vergangenen Jahres. Es handelt sich um den Juni mit den wenigsten Tagen mit blauem Himmel der vergangenen sieben Jahre.

Experten sind der Ansicht, die Hauptursache für die schlechte Luftqualität im Juni sei die Abgase der Kraftfahrzeuge gewesen. Um den Schadstoffausstoß im öffentlichen Nahverkehr zu reduzieren, werden in Beijing 1000 Busse mit Bio-Diesel betrieben. Die Ergänzung durch Bio-Diesel im Kraftstoff für Dieselmotoren wird den Schadstoffausstoß um schätzungsweise 95 Prozent reduzieren. Aufgrund dieser positiven Auswirkung auf den Umweltschutz soll der Einsatz von Bio-Diesel in allen öffentlichen Bussen schrittweise erfolgen.


Maßnahmen in Regionen mit schwerer Wasserverschmutzung

China.org.cn (staatlich), 4. Juli 2007

In Reaktion auf das illegale Einleiten von Abwasser und die resultierenden schweren Wasserverschmutzungen durch Unternehmen dürfen in 13 stark betroffenen Regionen zukünftig keine weiteren Industrie- und Bauprojekte genehmigt werden. Dies erklärte der Vize-Direktor des chinesischen Staatlichen Hauptamts für Umweltschutz, Pan Yue, am Dienstag in Beijing.

Die oben genannten 13 Regionen liegen in den Einzugsgebieten von vier chinesischen Flüssen, des Jangtse, des Gelben Flusses, des Huaihe- und des Haihe-Flusses. Die Wasserverschmutzung ist dort so schwer, dass die Gesundheit der lokalen Einwohner akut gefährdet worden ist.


Giftige Chemieprodukte in Tongzhou werden erfasst

China.org.cn (staatlich), 4. Juli 2007

Die für die Produktionssicherheit zuständigen Stellen im Beijinger Vorortbezirk Tongzhou werden Sonderakten über giftige Chemieprodukte anlegen. Die Daten aus dem ganzen Bezirk sollen zentral erfasst und sorgfältig ausgewertet werden. Das System soll die Sicherheit im Umgang mit gefährlichen Chemieprodukten besonders während der olympischen Sommerspiele garantieren. Die Datenerhebung und -auswertung wird voraussichtlich ein Jahr dauern und im Juni 2008 abgeschlossen sein.

Schwerpunkt der verstärkten Kontrolle sind unter anderem Krankenhäuser, Schulen und Sporthallen, in denen gefährliche Chemieprodukte produziert, gelagert, transportiert oder verwendet werden.


Datenbank für Umweltsünder in Beijing im Aufbau

China.org.cn (staatlich), 26. Juni 2007

Die Hauptstadt Beijing wird vielfältige Umweltverschmutzungsquellen systematisch und genau untersuchen. Abwasser, Abgas, fester Abfall und Strahlung sollen systematisch erfasst werden. Die Quellen der industriellen Luftverschmutzung durch Schwefeldioxid, Stickstoffoxid oder Schwebstaub PM 10 sollen genauso wie Wasserverschmutzung oder Umweltbelastung durch Kraftfahrzeuge ermittelt werden. Mit den Informationen wird Beijing eine Datenbank für Umweltsünder aufbauen.

In diesem Jahr wird eine Arbeitsgruppe gegründet, die allgemeine Untersuchungen von Verschmutzungsquellen durchführen soll. Die Untersuchung soll bis zum Jahresende 2008 abgeschlossen sein.


Wen Jiabao fordert Flussregulierung

CRI (staatlich), 1. Juli 2007

Auf einer Konferenz zur Flussregulierung hat Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao am Samstag in Wuxi in der ostchinesischen Provinz Jiangsu gefordert, die Zuläufe des Taihu-, Chaohu- und Dianchi-Sees zu regulieren. Dieses staatliche Projekt müsse unbedingt Priorität bekommen. Durch ein umfassendes, wissenschaftlich fundiertes Kontroll- und Überwachungssystem müsse die Wasserqualität dieser drei Seen deutlich verbessert werden. Die Rotalgen müssten beseitigt werden. Das natürliche Ökosystem der drei Seen müsse wiederhergestellt werden.


China erfüllt Montreal-Protokoll

China.org.cn (staatlich), 3. Juli 2007

China hat das Montreal-Protokoll zum Schutz der Ozonschicht der Erde gewissenhaft erfüllt. Es habe keine Verstöße gegen das internationale Abkommen gegeben, erklärte der stellvertretende Leiter des staatlichen chinesischen Hauptamts für Umweltschutz Zhang Lijun am Sonntag in der ostchinesischen Stadt Changshu auf einer Konferenz zur Emission von Fluorkohlenwasserstoffen und Halogenkohlenwasserstoffen in China. Die Konferenz, auf der Bilanz gezogen wurde, wurde vom staatlichen chinesischen Hauptamt für Umweltschutz und der Weltbank organisiert.

Bis zum Sonntag sei die Herstellung und der Import von Fluor- und Halogenkohlenwasserstoffen in beziehungsweise nach China vollständig eingestellt worden, teilte Zhang Lijun mit. Von nun an dürften diese beiden Kohlenwasserstoffe nun noch für einige Sonderprodukte hergestellt werden. Das im Montreal-Protokoll definierte Ziel habe man damit zweieinhalbe Jahre vor dem festgelegten Termin erreicht.

Die stellvertretende Ressortleiterin für nachhaltige Entwicklung im ostasiatisch-pazifischen Raum bei der Weltbank, Magda Lovei, erklärte, China verhalte sich beim Schutz der Ozonschicht vorbildlich und habe sich bei der Umsetzung des Montreal-Protokolls hervorgetan.


Industriestaaten sollen Entwicklungsländern im Kampf gegen Klimawandel helfen

China.org.cn (staatlich), 4. Juli 2007

Die Industriestaaten sollten Entwicklungsländern mehr Gelder und Technologien zur Verfügung stellen. So könnten Entwicklungsländer effektiver gegen den Klimawandel vorgehen, sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Qin Gang am Dienstag in Beijing.

Auf einer Pressekonferenz erklärte Qin weiter, in der Frage des Klimawandels gehe China weiterhin davon aus, dass die Industrieländer neben dem Prinzip der allgemeinen Verantwortung ihrer Rolle bei der Verursachung des Klimawandels Rechnung tragen müssen. Dies bedeute allerdings nicht, dass sich die Entwicklungsländer nicht für Kampf gegen Klimawandel einsetzen könnten. Alle Entwicklungsländer einschließlich China sollten der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Stärke des Landes entsprechend aktiv am Kampf gegen Klimawandel teilnehmen.


Dienstag, 3. Juli, 14:04 Uhr

Klimaerwärmung bedroht Gesundheit im Pazifikraum

Kuala Lumpur (AP) Die globale Erwärmung droht die Gesundheitssysteme im asiatisch-pazifischen Raum zu sprengen. Gesundheitsexperten aus Ländern der Region berieten am Dienstag in Kuala Lumpur über Möglichkeiten, sich auf Überschwemmungen, Dürre und Hitzeperioden und die daraus resultierenden Krankheiten vorzubereiten. Dazu gehören die Ausbreitung von Malaria, Dengue-Fiebers, Durchfallerkrankungen und Unterernährung.

«Wir werden kein Wundermittel finden, um den Klimawandel in den kommenden 50 Jahren rückgängig zu machen», sagte Kristie Ebi von der Weltgesundheitsorganisation (WHO). «Wir müssen enorm viele Menschen motivieren, ihre Verhaltensmuster zu ändern.» Wissenschaftler erwarten, dass Dürreperioden die Ernten schrumpfen lassen und damit in einigen Gegenden Versorgungsschwierigkeiten auftreten. Sandstürme und Buschbrände könnten Atemwegserkrankungen Vorschub leisten, während Überschwemmungen zu Durchfallerkrankungen führen können.

Die Gesundheitssysteme im asiatisch-pazifischen Raum sind bereits jetzt durch Krankheiten wie HIV und Aids sowie Tuberkulose und die Vogelgrippe stark belastet. Der WHO-Regionaldirektor für den westlichen Pazifik, Shigeru Omi, erklärte, die aktuellen Probleme müssten entschlossen angegangen werden. Gleichzeitig müssten die Investitionen in die Gesundheitssysteme allgemein erhöht werden. «Ich glaube, es wird sich auszahlen, wenn wir jetzt handeln», sagte Omi.



» zurück
 

Druckversion


































21.10.08 14:15 - 15:00
hr: Amazonien am Rhein

21.10.08 20:15 - 21:00
WDR: Yellowstone - Bären, Bisons, Wölfe

22.10.08 22:30 - 23:00
SWR: Das bedrohte Paradies - Afrikas Süden vertrocknet

23.10.08 15:15 - 16:00
rbb: Gequältes Paradies - Das Naturreservat Bosawas in Nicaragua

15.10.08 13:30 - 14:15
hr: Die Büffel-Polizei

28.10.08 14:15 - 15:00
hr: Lebensraum Mittelamerika (2/3): Tropische Wälder in Mexiko

22.10.08 20:15 - 21:00
NDR: Schwedens Bären - Geliebt und gehasst

12.10.08 17:15 - 18:00
SWR: Schatzkammer Madagasar

24.10.08 11:30 - 12:15
NDR: Dem Biber auf der Spur

29.10.08 14:15 - 15:00
hr: Lebensraum Mittelamerika (3/3): Regenwald in Guatemala

16.10.08 03:35 - 04:20
phoenix: Tropenfieber (1/3): Die Eroberung des Amazonas

12.10.08 23:30 - 00:15
phoenix: Kongos verfluchter Schatz - Das schmutzige Geschäft mit dem Coltan

12.10.08 15:30 - 16:15
3sat: Zucker für den Affen