AktuellTiger in China
13. Oktober, 2007 Seltener Tiger in China gesichtetPeking (AP) Im Nordwesten von China ist eine Unterart des Tigers gesichtet worden, die in freier Wildbahn als praktisch ausgerottet galt. Ein Bauer fotografierte den sogenannten Südchinesischen Tiger, auch bekannt als Amoytiger, Anfang Oktober in einer Bergregion, wie die Zeitung «China Daily» am Samstag berichtete. Experten bestätigten, dass es sich um ein Jungtier der vom Aussterben bedrohten Unterart handelt. Es sei die erste derartige Entdeckung seit mehr als 20 Jahren, sagte der stellvertretende Leiter der Forstbehörde von Shaanxi, Zhu Julong.Der Südchinesische Tiger war einst in weiten Teilen Chinas verbreitet. Mitte des 20. Jahrhunderts gab es noch schätzungsweise 4.000 Tiere in freier Wildbahn. In den kommenden Jahren reduzierte sich der Bestand dramatisch. In chinesischen Zoos leben «China Daily» zufolge 68 Tiger dieser Unterart. Freitag, 12. Oktober, 14:49 Uhr Weitere Zwangsumsiedlungen für Drei-Schluchten-DammPeking (AP) Bis zu vier Millionen weitere Anwohner des Drei-Schluchten-Staudamms in China sollen in den kommenden Jahren zwangsumgesiedelt werden. Sie kämen zu den 1,4 Millionen Menschen hinzu, die für das ehrgeizige Großprojekt bislang ihre Wohnungen verloren haben, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag berichtete. Einem Zeitungsbericht zufolge werden bis zum Jahr 2020 rund 2,3 Millionen Menschen in Städte umgesiedelt.Darunter seien Familien, die dem Staudamm schon einmal hätten weichen müssen, schrieb die Zeitung «21 Shiji Jingji Baodao». Die Stadtverwaltung von Chongqing veröffentlichte auf ihrer Website Grundzüge des Umsiedlungsplans. Demnach werde die städtische Bevölkerung in der Region zwischen 2010 und 2020 um vier Millionen anwachsen. Von der Umsiedlung betroffen seien Menschen in Gebieten um den Staudamm, die ökologisch besonders sensibel seien. Zahlen wurden nicht genannt. Der Bürodirektor der Entwicklungs- und Reformkommission in Chongqing, Hu Jihong, sagte, einige Berichte über das Projekt seien falsch. Nähere Angaben machte er nicht. Grund für die Umsiedlung sind den Angaben aus Chongqing zufolge ökologische Bedenken. Ein Grüngürtel am Rand des Stausees solle Verschmutzung und weitere Erosion verhindern. Die Regierung in Peking hatte im September eingestanden, dass Umweltprobleme wie Erosion und Überflutungen zu einer Katastrophe führen könnten. Der Drei-Schluchten-Staudamm, der seit 2005 teilweise und ab 2009 vollständig betrieben wird, ist das weltweit größte Wasserkraftwerk und Aushängeschild der chinesischen Regierung. 1,4 Millionen Menschen wurden für das 23,6 Milliarden Dollar (16,7 Milliarden Euro) teure Projekt bereits zwangsweise umgesiedelt. Die Bauarbeiten begannen 1993 trotz Protesten gegen die Zwangsumsiedlung und die Zerstörung der Umwelt im Yangtze-Tal. Von der Umsiedlung Betroffene klagten zum Teil über Fälle von Korruption und darüber, dass es in den neuen Wohngebieten kaum Möglichkeiten gebe, den Lebensunterhalt zu verdienen. Freitag, 12. Oktober, 13:58 Uhr Vier Millionen Umsiedler wegen Staudamm in ChinaPeking (dpa) - Für den Bau des umstrittenen Drei-Schluchten-Damms in Zentralchina müssen mindestens fünf Mal so viele Menschen umgesiedelt werden wie bislang angenommen.Nachdem bereits eine Million Menschen dem Bau des größten Wasserkraftwerks der Welt weichen mussten, sollen weitere vier Millionen ihre Häuser und Dörfer verlassen. Die zusätzliche Massenumsiedlung sei notwendig, um die Umwelt in dem Gebiet um das Wasserreservoir zu schützen, berichteten staatliche Medien am Freitag unter Berufung auf den Entwicklungsplan der Region von Chongqing, der im September vom Staatsrat in Peking gebilligt worden sei. Die vier Millionen Menschen aus nordöstlichen und südwestlichen Regionen von Chongqing entlang des 600 Kilometer langen Stausees sollen «ermutigt» werden, in Vororte der Millionenmetropole umzuziehen. «Das Reservoirgebiet hat eine empfindliche Ökologie und die natürlichen Bedingungen machen eine groß angelegte Verstädterung oder ernsthafte Überbevölkerung unmöglich», sagte ein Vizebürgermeister Chongqings. Auf Details ging er nicht ein. Vor einem Monat hatten Behördenvertreter erstmals öffentlich eingeräumt, dass der Staudamm eine ganze Reihe von ökologischen Problemen ausgelöst habe, darunter häufige Erdrutsche und heftige Wasserverschmutzung. Es wurde vor einer «Katastrophe» gewarnt, falls nichts unternommen werde, wie amtliche Medien berichten durften. Ein anderer Vizebürgermeister von Chongqing hatte mitgeteilt, dass das Ufer des Stausees an 91 Stellen und insgesamt auf einer Strecke von 36 Kilometer eingebrochen sei. Andere Funktionäre hatten vor einer Gefahr für die Menschen in der Region gewarnt. Der Drei-Schluchten-Damm ist wegen der sozialen Folgen massiver Umsiedlungen, Korruption im Zusammenhang mit Entschädigungen sowie der schwer kalkulierbaren Auswirkungen auf die Umwelt seit langem heftig umstritten. Der Damm geht auf den früheren Ministerpräsidenten Li Peng zurück, der in den 50er Jahren in Moskau den Bau von Wasserkraftwerken studiert hatte und das Projekt gegen großen Widerstand im Land durchsetzte. Viele Kritiker sahen nach der Fertigstellung des Dammes ihre Befürchtungen noch übertroffen. Die Umweltverschmutzung war schlimmer als erwartet, weil mit der Flutung Müll, Überreste von Städten und Dörfern, Fabriken, Deponien, Tanks und selbst Friedhöfe in dem Wasserreservoir untergegangen sind. » zurück |
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