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Illegaler Holzeinschlag in Russland
Russland: Holz aus illegalen Quellen
Russlands Holzwirtschaft leidet unter illegalen Holzschlägerungen und -exporten.
Von Patrizia Reidl, Wirtschaftsblatt, 7.12.07
Wien, Syktyvkar. Russlands Holzwirtschaft leidet unter den illegalen Holzschlägerungen und -exporten. Nicht nur schädige das den Wald, es sei unfairer Wettbewerb und zerstöre die Preise, sagte Andrej Dribny, Managing Director von Mondi Business Paper Syktyvkar letzte Woche anlässlich der Pulp and Paper in Russia Konferenz in Wien.
Zehn bis zwanzig Prozent
Wie viel Holz illegal geschlägert bzw exportiert werde, sei schwer festzustellen. Aber zwischen zehn und zwanzig Prozent könnten es Insidern zufolge schon sein. Fest steht: Fast alle illegalen Schlägerungen passieren im fernen Osten Russlands. Und: Nach China werde viel Holz illegal exportiert, heisst es.
Exportzölle auf Holz auch verantwortlich
Die Gründe für die illegalen Aktivitäten seien einerseits die nedrigen Löhne der Arbeiter, die Korruption der Polizei und andererseits die stabile Nachfrage im In- und Ausland nach Holz, so Dribny. Weltweit steigen die Holzpreise an. Ein Viertel des Rundholzes weltweit kommt aus Russland. Russland hat Exportzölle auf Rundholz eingeführt, die bis 2009 auf bis zu 50€ pro Kubikmeter ansteigen werden. Pikantes Detail am Rande: Während die holzverarbeitende Industrie ausserhalb Russlands über die steigenden Holzpreise stöhnt, freut sich die Papierindustrie in Russland über die hohen Preise. Sie haben kein Interesse an einer Reduktion der Zölle.
Zertifizierungen sollen helfen
Mondi Business Paper Syktyvkar verwendet nur zertifiziertes Holz, so Dribny. So lasse sich festestellen, wo das Holz herkomme. Nur 30 Prozent des Holzes in Russland ist aber zertifiziert. Mondi Business Paper unterstütze die Behörden, bis 2009 soll Russlands Holz zu 100 Prozent zertifiziert sein.
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