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Aktuell

Tigerangriff in Bangladesch

Donnerstag, 10. Juli, 15:29 Uhr

Mann in Bangladesch ringt halbe Stunde lang mit Tiger

Dhaka (AFP) - Ein Mann hat in Bangladesch eine halbe Stunde lang mit einem Tiger gekämpft, um seinen Bruder zu retten. Die beiden Männer und ihr Vater waren im Sunderban-Mangrovenwald fischen, als der Tiger plötzlich einen der Brüder angriff, wie ein Waldhüter berichtete. Daraufhin überlegte der andere Bruder nicht lange und griff dem Tiger ins Maul. Er habe solange mit dem Tiger gerungen, bis das Tier aufgegeben habe und wieder in den Wald zurückgegangen sei. Der Bruder erlitt bei dem Angriff eine schwere Verletzung am Kiefer.

"Ohne Vorwarnung stürzte sich der Tiger auf meinen Bruder", schilderte der Retter Masud Mollah. "Er rief mich um Hilfe. Sein Gesicht war blutbeschmiert und der Tiger leckte es ab. In den Wäldern von Sunderban nehmen tödliche Zwischenfälle mit Tigern zu. Die Forstbehörden machen das zunehmende Eindringen von Menschen in den Lebensraum der Raubtiere dafür verantwortlich. In den 10.000 Quadratmeter großen Wäldern leben nach UN-Zählungen mindestens 668 der bedrohten Bengalischen Königstiger.


Dhaka, 12. Juli 2008

Wilde Elefanten töten vier Menschen

Tragischer Zwischenfall in Bangladesch. Eine Familie mit zwei Kindern wurde in ihrer Lehmhütte von den Tieren totgetrampelt.

(APA) - Eine Elefantenherde hat in Bangladesch eine Familie mit zwei kleinen Kindern totgetrampelt. Die vier Opfer seien im Schlaf in ihrer Lehmhütte von den Tieren überrascht worden, berichtete die Zeitung "Bangladesh Observer" am Samstag. Hunderte von Familien seien vor den schätzungsweise acht Tieren in Panik aus ihren instabilen Hütten in festere Unterkünfte geflohen, sagte der Bürgermeister des Dorfes Tirer Deba, Kamal Uddin.

Allein in den vergangen zwei Monaten seien mindesten 18 Menschen in der Region im Osten Bangladeschs an Elefantenattacken gestorben. Die Tiere kommen aus dem benachbarten Naikhangchhari-Wald auf der Suche nach Nahrung. In Bangladesch leben laut Forstbehörden rund 400 wilde, gesetzlich geschützte Elefanten und ebenso viele in Gefangenschaft. Im Durchschnitt stürben pro Jahr 20 Menschen und acht Elefanten bei Konflikten zwischen Mensch und Tier.

Tierschützer hatten vor einer Ausweitung der Siedlungen gewarnt, um das Konfliktpotenzial nicht weiter zu erhöhen. Etwa 100 herumstreunende Elefanten seien vor Jahren vom Nordosten Indiens eingewandert und könnten wegen des voranschreitenden Straßenbaus nicht mehr zurück. Bangladesch hatte Indien gedrängt, diese Elefanten zurückzuholen, weil sie Felder und Häuser zerstören.







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