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Aktuell
Brasilien: Maßnahmen gegen Abholzung
Mittwoch, 23. Juli, 10:52 Uhr
Brasilien geht härter gegen Umweltsünder vor
Brasilia (AFP) - Brasiliens Präsident Luiz Inacio Lula da Silva hat schärfere Strafen für Umweltsünder angeordnet. Der Staatschef unterzeichnete in Taguatinga bei Brasilia eine Verordnung, wonach Umweltvergehen künftig mit Geldstrafen von umgerechnet bis zu 20 Millionen Euro geahndet werden können. Um die Strafe einzutreiben, kann das brasilianische Umweltinstitut Besitztümer der Übeltäter beschlagnahmen. Lula unterschrieb zudem eine Anordnung zur Schaffung einer Umweltpolizei, die Naturschutzgebiete schützen soll.
Eine neue Behörde soll die Überwachung der wichtigsten Nationalparks Brasiliens sicherstellen und dafür sorgen, dass die Abholzung des Regenwaldes eingedämmt wird. Brasiliens neuer Umweltminister Carlos Minc erklärte, die Neuerungen setzten der Straffreiheit von Umweltsündern ein Ende. "Wer die Behörden herausfordert, wird die starke Hand des Staates zu spüren bekommen." Bis zu 60 Prozent der verhängten Strafgelder können künftig durch gemeinnützige Arbeit in Umweltschutzprojekten abgegolten werden, bisher galt eine Obergrenze von 90 Prozent.
23. Juli, 2008
"Lula" erschwert Regenwald-Rodungen
Mit zwei neuen Dekreten geht Brasilien gegen illegales Abholzen vor
Brasilia (APA/AP) - Der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva hat am Dienstag zwei neue Dekrete unterzeichnet, die das illegale Abholzen des tropischen Regenwaldes am Amazonas stoppen sollen. So erhalten staatliche Inspektoren das Recht, Eigentum und Waren von Leuten zu beschlagnahmen, bei denen illegal gefälltes Holz entdeckt wird. Außerdem wird die Zahl der Polizeibeamten im Amazonasbecken aufgestockt. Die genaue Zahl steht noch nicht fest.
Brasilien hat zwar einige der schärfsten Umweltgesetze der Welt - ihre Durchsetzung erfolgt aber oft nur lückenhaft. So kritisieren Umweltschützer, dass im vergangenen Jahr nur ein Prozent der verhängten Bußgelder gegen Umweltsünder am Amazonas auch tatsächlich eingetrieben worden seien. Rund 20 Prozent des für das Weltklima wichtigen Regenwaldes am Amazonas wurden bereits abgeholzt.
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